David McAllister gilt als Ziehsohn*des Bundespräsidenten - nun aber distanziert sich der niedersächsische Ministerpräsident von Christian Wulffs Ex-Sprecher Olaf Glaeseker. Dieser habe "unorthodox" gearbeitet und "offenkundig außerhalb der üblichen Kontrollen gehandelt".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...812355,00.html
ein bischen distanzieren, ein bischen decken, wie es gerade so passt. Im Endeffekt wird man Zeuge des Verfalls eines über viele Jahre funktionierenden Systems, in dem keine der Fragen gestellt wurden, so wie sie jetzt auftauchen. Letzendlich gibt es ja einen Grund für die plötzliche Entfernung Glaesekers. Da brennt es schon lange lichterloh, und “man“ weiss, daß es unwahrscheinliches “Glück“ braucht, um da rauszukommen. Da hat selbst der Ziehsohn “Schiss“ !
Ich war zwar von Anfang an für den sofortigen Rücktritt, aber dass es so schlimm wird, konnte ja niemand ahnen.
Wir haben also einen Bundespräsi, der Moral und Anstand mit Füßen tritt, der den Job nur des Geldes wegen antrat, der nicht zurücktritt, weil ihm dann der "Ehrensold" verlustig geht und einen, der sehr schnell seine Freunde opfert, um sich selbst zu retten.
Und wir haben eine Bundeskanzlerin, die sich ausdrücklich hinter einen solchen Menschen stellt, um ihre Macht nicht in Gefahr zu bringen.
Gehts noch Deutschland ?
"Nach Informationen der Frankfurter Rundschau erfolgte die Durchsuchung des Zimmers von Wulffs ehemaligem Sprecher Glaeseker im Bundespräsidialamt am vergangenen Donnerstag nach einer Aufforderung des Bundespräsidialamtes. „Das Bundespräsidialamt hat uns ganz offiziell mitgeteilt, dass das Zimmer von Herrn Glaeseker noch unausgeräumt ist und dass dort noch private Unterlagen vermutet werden können“, sagt der Hannoveraner Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel."
Wulff-Affäre: Wulffs Kritiker lassen nicht locker | Die Affäre Wulff*- Frankfurter Rundschau
Der BP ist sich für nichts zu schade. Er selbst holt das LKA - was für ein Bild!
Natürlich haben sie vorher Belastendes verschwinden lassen.
Er nennt es "unorthodoxe Arbeitsweise, meint aber damit:
Moral und Anstand mit Füssen getretten!
Er sagt zwar: er ( Glaeseker ) habe unorthodox gearbeitet, meint aber:
Wulff habe den Landtag belogen!
Er sagt zwar außerhalb der Kontrollen, meint aber:
Gesetzeswidrig!
Aber so redet man nun mal in der Kumpanei!
Sehr offensichtlich, das McAllister nur die Reinwaschung Wulff's im Sinn hat. Alles auf das Bauernopfer Glaeseker zu schieben, das ist die (abgesprochene) Strategie des Niedersachsen-Klüngels. Dazu passt natürlich, dass Durchsuchungen erst nach Wochen durchgeführt wurden, so dass genügend Zeit blieb, nach Belieben Unterlagen zu manipulieren.
Die Glaubwürdigkeit aller Beteiligten - von Wulff über McAllister bis zur zuständigen Staatsanwaltschaft - ist restlos dahin.
"Staatsrechtler – "Anfangsverdacht einer strafbaren Vorteilsannahme"
Der Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim kritisierte zudem die Zurückhaltung der Staatsanwaltschaft im Fall Wulff. „Während sie gegen den früheren Sprecher Olaf Glaeseker ermittelt, wird der Verdacht gegen den Bundespräsidenten in Abrede gestellt. Das ist sehr merkwürdig“, sagte von Arnim der „Passauer Neuen Presse“. „Beim Bundespräsidenten liegt nach allem, was man weiß, mindestens der Anfangsverdacht einer strafbaren Vorteilsannahme vor.“
Wulffs Affären: "Wir haben jetzt einen Pinocchio im Präsidialamt" - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE
Wulff, Glaeseker, McAllister, Möllring .. alles - im Sinne von Merkels Schachspielen - nur Bauern, ohne Bedeutung, geschaffen fürs Bauernopfer ...
die Frage, die sich mir stellt: welches ist der optimalste Intrigenverlauf ?
wenn es McAllister & Möllring gelingen sollte, bis Ende März die Schuld auf Glaeseker zu fokussieren, ohne Lateralschaden für den "bobbycar"-Präsidenten, könnte es sein, dass die "Leute zwischen Meeren" zur Tagesordnung zurückkehren, und .. wie gehabt CDU wählen.
wenn das aber nicht gelingt, wird die CDU - FDP sowieso - massiv Stimmen verlieren, was Angela S. am 7. Mai veranlassen wird, dem "bobbycar" ihr Missfallen mitzuteilen. Mit grösster Wahrscheinlichkeit dürfte dann die Niedersachsenwahl dem Phänomen Wulff den Schlusspunkt setzen.
wenn außerdem die Verquickung von Politik und Wirtschaft ÜBLICH/SELBSTVERSTÄNDLICH ist
hat er sehr wohl "orthodox" gehandelt - er hat sich nur dabei erwischen
lassen.