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Bundespräsidenten-Affäre: Christian Wulff tritt zurück

AFPDer Druck war zu stark: Bundespräsident Christian Wulff hat seinen Rückzug bekannt gegeben, nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover gegen ihn wegen möglicher Vorteilsannahme ermitteln will. Wochenlang hatte er sich trotz ständig wachsender Vorwürfe an sein Amt geklammert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...815841,00.html
  1. #600

    die halten das für ihre pflicht

    Zitat von conforma Beitrag anzeigen
    Die sogenannte Presse-Freiheit, die vom SPIEGEL und Herrn Diekmann von BILD benutzt und mit der alles gerechtfertigt wird und wurde, aber die Meinungs-Freiheit anderer vielfach unterdrückt wird und wurde, ist keinen Deut besser als das Verhalten von Herrn Wulff.
    Beide hätten nicht die Freiheit gehabt anders zu entscheiden, das glaube ich nicht.

    Sie hätten sich theoretisch so verhalten können wie es seit langer Zeit Übung ist:

    Einer Rede des Bundespräsidenten Raum für öffentliche Debatte geben.
    Da es aber um die EURO Rettung ging, wo es Agenda ist, jeden Zweifel von der deutschen Öffentlichkeit zu marginalisieren, beteiligte man sich lieber am Kurs der Zentralbanker.
    Die nackte Angst regiert bei den Medien und im Bundestag.
    Wer die Eurorettung so sie von der Eurogruppe vorgezeichnet wird kritisiert, wird marginalisiert und ist weg vom Fenster.
  2. #601

    none

    C. W. wurde zum einen ein Opfer seiner eigenen Dogmatik, und ist von seiner Unbeflecktheit selber zutiefst überzeugt. Was prinzipiell gegen ihn im Raume steht, ist der Vorwurf der Vorteilsnahme, nicht irgendein hirnloser Sozialneid auf "die da oben". Er glaubte, besagter Vorwurf würde an seiner Person u. Würde abperlen wie Wassertropfen von einer eingeölten Fläche, da er sich über den Dingen wähnte. Umso hämischer der - so manchesmal überzogene - Spott.

    Opfer der eigenen Dogmatik sind auch jene, die - in ihrer Weltsicht rückwärts gewandt statt zukunftsorientiert - den Status quo der Bananenrepublik leugnen, inquisitorisch auf die DDR verweisen, u. so - wirtschaftsortodox - die gerechtigkeitsfordernden Mehrheitsinteressen - Urgrund jeder demokratischen Gesinnung - negieren helfen.
    Das Problem der "Eliten" unserer Zeit ist, daß sie - intelektuell auf anderen Galaxien gestrandet - die Interessen einer herrschenden Clique mit denen der Allgemeinheit genüßlich verwechseln und uns mit Schreckgespenstern der Vergangenheit u. kürzungspolitischen Zerraussichten auf die Zukunft verwirren möchten.
    Es gilt, nicht nur die Macht der Banken u. ihrer Adlaten, nein, auch die Oligopole der Meinungsverbildung zu zerbrechen u. die Wahrheit - es gibt nur eine - zu erkennen: ohne Systemveränderung, ohne Autarkie von der Danistakratie, keine Zukunft!
  3. #602

    ..

    Was ist denn das für ne peinliche Fotomontage. Es wird immer dreister von den Medien.
    Seine Frau 20cm grösser als Wulff auf dem Bild.
    Die sind genau gleich gross, wenn sie Absatzschuhe an hat!
  4. #603

    Zitat von 8788124 Beitrag anzeigen
    Der Rücktritt von Christian Wulff führte mir einmal mehr vor Augen, dass in Deustchland (moralische) Ansprüche an Politiker gestellt werden, die meiner Meinung nach, nicht nur völlig übertrieben und unrealistisch sind, sondern die kein halbwegs vernünftiger Mensch mehr erfüllen kann oder möchte.... Es mag sein, dass Herr Wulff sich (moralisch!) nicht einwandfrei verhalten hat und im Umgang .......
    In welchem Land sind wir gelandet. Ich konnte nicht erkennen, dass Her Wulff fähig und ein kluger Kopf war (für die Politik, für seine eigenen Angelegenheiten beinahe schon).
    Ich bin nicht damit einverstanden, dass ich alles das, wovon Sie als normal ausgehen, hinnehmen muss. Wenn es ihnen so gefällt: schön.
    Dann schlage ich Ihnen noch eine Bettlektüre vor: 'Der Untertan' von Heinrich Mann. Die könnte Ihnen gefallen.
  5. #604

    Der "Nächste" muss bescheuert sein

    Welcher Mensch und vor allem Politiker ist so aufrichtig, wie die Medien ihn als Bundespräsident haben wollen - keiner. In meinen Augen war das eine menschenverachtende Hetzjagd an der sich vor allem die Medien und Politiker beteiligt haben. Kein Journalist hatte den Mut gegen die allmächtige Bild anzuschreiben und Politiker, die Oberheuchler, schon gar nicht - man braucht ja eine gute Presse. Scheinbar ist die Gier jemanden kaputt zu machen bei der Bild und auch bei vielen anderen Journalisten sehr ausgeprägt und ich frage mich, ob die Medien diejenigen sind die bestimmen, wer in unserem Land regiert. Nach Köhler und Wulff: Wer ist der Nächste ?
    Derjenige der dieses Amt annimmt muss wissen, dass ab dem Zeitpunkt seiner Wahl die bestimmte Medien mit vollem Elan eine neue Hetzjagd starten. Dieser "Nächste" muss ganz schön bescheuert sein.
  6. #605

    Zitat von wallaby501 Beitrag anzeigen
    In welchem Land sind wir gelandet. [...]
    Ich bin nicht damit einverstanden, dass ich alles das, wovon Sie als normal ausgehen, hinnehmen muss.
    Dabei wird es jetzt noch skandalöser: Frau Merkel will zusammen mit der Opposition einen "Konsenskandidaten" finden.
    Aha. Danke schön!
    Es wird also nicht einmal mehr für nötig gehalten, wenigstens den Anschein der Demokratieattrappe Deutschland aufrecht zu erhalten. Der Bundespräsident wird zwar von der Bundesversammlung "gewählt", aber man kann den ja auch vorher schonmal festlegen - dann wird die Wahl zur Formsache. Eigentlich kann man sie dann auch gleich weglassen, das spart Geld.
    Im Mittelalter wurden die Könige des Reiches von den Kurfürsten gewählt. Aber das ist uns heute zu fortschrittlich und zu unsicher. Lieber einen Vertreter gesichtsloser Beliebigkeit bestimmen und damit hat sichs.

    Es ist schon grotesk, was die Parteien unter Demokratie verstehen: so eine Art Selbstbedienungsladen der Selbstsucht und Egomanie.
    Allesamt zum Kotzen, diese Brut - CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne... alles die gleiche undemokratische, nepotistische Schweinebande! (Entschuldigung an alle Schweine - ihr suhlt euch nur im Kot, ihr verfüttern ihn nicht an alle anderen.)
  7. #606

    Zitat von hansso Beitrag anzeigen
    Welcher Mensch und vor allem Politiker ist so aufrichtig, wie die Medien ihn als Bundespräsident haben wollen - keiner. In meinen Augen war das eine menschenverachtende Hetzjagd [...]
    Sie lasen eine Stellungsnahme des 1. Vorsitzenden des Christian-Wulff-Fanboy-Clubs.

    Was ist denn daran menschenverachtend, wenn man einen moralisch derartig flexiblen Amigo eben nicht mit seinen schrägen Touren durchkommen lässt? Wenn man eben nicht sagt "Schwamm drüber!", nur weil diese Figur die Chuzpe besitzt, selbst gegenüber der Presse zu äußern, dass er die Sache einfach aussitzen will?
    Das passiert viel zu selten.
    Der nächste Bundespräsident muss so auch nicht, wie sie so weinerlich darstellen, ein Übermensch sein - ein integerer, anständiger, aufrechter Mensch reicht völlig. Damit scheiden natürlich alle Parteipolitiker und Wirtschaftsverbrecher aus, aber letztlich besteht die Öffentlichkeit ja nicht nur aus denen.
  8. #607

    ein Häppchen Gewinn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Druck war zu stark: Bundespräsident Christian Wulff hat seinen Rückzug bekannt gegeben, nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover gegen ihn wegen möglicher Vorteilsannahme ermitteln will. Wochenlang hatte er sich trotz ständig wachsender Vorwürfe an sein Amt geklammert.

    Bundespräsidenten-Affäre: Wulff zurückgetreten, Merkel sucht Konsenskandidaten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Auch ich möchte mich bedanken beim SPIEGEL
    und anderen Journalisten, die diese Machenschaften
    ans Licht brachten.
    Dank und Anerkennung für das Geleistete!

    Ich vermute, dass die geleistete Arbeit
    manchem helfen wird,
    den Glauben an diesen Staat
    - und sei es ein Häppchen nur -
    zurückzugewinnen.
  9. #608

    Dann dachten Sie falsch

    Zitat von angste Beitrag anzeigen
    Och, ich dachte, es wären auch schon Tatsachen, wenn Wulff alles bestätigt (nur eben Ausreden dafür sucht).
    Also ist Wulff heute nicht zurückgetreten, weil es noch kein Gericht bestätigt hat?
    Wulff ist aufgrund des wochenlangen, massiven öffentlichen Drucks zurückgetreten, der jetzige Anlass war lediglich der letzte Tropfen, der das Faß zum überlaufen gebracht hat. Sie sollten nicht so tun, als hätte die Presse eine über jede Kritik erhabene Rolle gespielt, die im Zusammenhang mit dem Wulff-Rücktritt nicht erwähnt werden müsste.

    Gottseidank gibt es das Internet, die dem zuvor Presse und Medien wehrlos ausgesetzten Bürgern hilft, Pressekampagnen als solche zu erkennen. In Sachen Wulff z.B. so:
    Wulff: Immer mehr Journalisten zeigen Einsicht

    P.S. ich war und bin kein Fan von Wulff, ganz im Gegenteil. Aber dadurch wird die Rolle der Presse ja nicht besser.
  10. #609

    Billig

    Zitat von slider Beitrag anzeigen
    Ich dachte mir bei diesen Bildern, ob Betti nicht wieder in ihrem alten "Job" aktiv wird.
    Wie billig ist dieser Kommentar.
    Sie scheiden bei der Suche nach einem neuen BP definitiv aus.


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