Forum


 

Bundespräsident unter Druck: Wulffs Euro-Krise

Der erste Mann im Staat ist*in Erklärungsnot: Bundespräsident Wulff muss sich wegen eines delikaten Privatkredits unangenehme Fragen gefallen lassen. Den Vorwurf der Täuschung weist das Staatsoberhaupt zurück. Doch ausgestanden ist die Affäre nicht - auch in der CDU macht man sich Sorgen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...803475,00.html
  1. #100

    warum ging der nicht direkt zur Bank

    Komisch - warum ging denn der liebe Herr Wulf damals nicht wie jeder andere Bürger zur Bank und fragte nach einem Kredit ? Bei seinem Einkommen + Nebenverdiensten wären doch 500.000 Euro kein Problem gewesen - und der Zinssatz wäre doch günstiger als 4 % gewesen .
    Was soll man denn davon denken - als normaler Bürger .....
  2. #101

    Zitat von babyblue21 Beitrag anzeigen
    Worum geht es?
    Darum, dass Muddi dem Vaddi ne halbe Million überweist, damit der die dem Onkel rüberschiebt. Wobei der Onkel aber einen Deal mit der Muddi hat. Geldwäschegesetz, ick hör dir trapsen...
  3. #102

    Buprä ist eh....

    für den Allerwertesten. Die Art und Weise wie Herr Wulff das scheinbar höchste Amt im Staat errungen hat, kann man getrost als als Witz ansehen. Man brauchte irgendjemanden und man hat irgendjemanden bekommen.
    Letztendlich ist jedoch der Job eines Buprä sowieso maßlos überschätzt und den Leuten Sand in die Augen gestreut. Es ist eben ein Winkonkel , der ab und zu auch mal was tagespolitisches sagen darf (mir kommt das Kotzen, wenn immer noch diese elende "Ruckrede" herangezogen wird um auf "Highlights" von Bupräs hinzuweisen. Auch der Dampfplauederer von Weizsäcker war zwar nett, aber halt blabla, was viele mit einem andächtigen Nicken bedachten und sich danach einen feuchten Kehricht darum scherten).
    Wenn das Amt des Buprä wirklich so einen hohen Stellenwert hat, sollte Herr Wulff dieses Amt abgeben. Oder wir lassen diesen Posten einfach unbesetzt. Die paar Aufgaben kann man auch an andere Instanzen delegieren und es gäbe kein künstlich inzeniertes parteipolitisches Theater bei der Wahl, die einem tatsächlich als wichtig verkauft wird.
    Huch, jetzt ist es mit mir durchgegangen. Was solls, meine Meinung. Büprä ist die Katz und Herr Wulff liefert gerade wieder ein Argument.
  4. #103

    Leergutbon

    Zitat von victoreidelstedt Beitrag anzeigen
    eindeutig Vorteilsnahme.


    Er sollte gehen. Halbseidene Freunde fäben eben ab (Maschmeier & Co.)
    Ja,ja, so ist das eben, einige sind eben gleicher als andere....

    Während die Kassiererin wegen eines Leergutbons um ihre wirtschaftliche Existenz gebracht wird, darf der Bundespräsident - damals Ministerpräsident . mal so locker EUR 500.000 als (vermutlich unbesichertes) Darlehen entgegennehmen. Der lächerliche Vorteil von ein paar tausend Euro im Jahr ist ja höchstens unter "Sozialneid" abzuhaken. Am Ende hat der Bundespräsident dem deutschen Volk noch einen Dienst erwiesen, in dem er Kontakte mit verdienten Unternehmern pflegt (sorry, ich meine natürlich Unternehmergattinnen) oder dem Herrn Maschmeyer die Aufwartung macht. Tja, es steht ja über dem Reichstag:
    "DEM DEUTSCHEN VOLKE" - die zweite Zeile hat man weggelassen, sie lautete: "IST EINFACH NICHT ZU HELFEN"
  5. #104

    Der ungeschickte Präsident

    Zitat von A.Stifter Beitrag anzeigen
    Also bitte jetzt aber Ruhe mal! Die Bundeskanzlerin wollte einen Bundespräsidenten und keinen Finanzspezialisten!
    ungeschickt ist ja wohl die falsche ausdrucksweise.

    der mann ist, wie einige andere politiker auch, korrupt. es sollte moeglichst schnell aus seinem amt entfernt werden. wir kritisieren korrupte entwickelungslaender, na, deutsche politiker sind nicht viel besser, auch wenn die betraege um die es geht, geringer sind.
    reden kann er auch nicht. und seine aussage zu den muslimen werden von rd 80 % der bevoelkerung eh NICHT geteilt.
    die politikerverdrossenheit der bevoelkerung ist absolut zu verstehen. wenn ich so was lese dann muss ich kotzen.
  6. #105

    Einzig wichtige Frage...

    Zitat von l.augenstein Beitrag anzeigen
    Viel Geschrei um nichts! Er hat einen Kredit bekommen, verzinst, na und? Weil er etwas weniger Zinsen, als bei Banken üblich, bezahlt, soll das ein Fehler sein? Also, da frage ich mich schon, was das soll? Oder hat er dafür andere Gegenleistungen erbracht? Wenn nicht, sollte man ganz schnell wieder auf wichtigere Dinge schaun.
    Genau das ist die einzig wichtige Frage, und, ja, die sollte bitte auch seriös untersucht werden: hat er dafür andere Gegenleistungen erbracht? Wenn ja, dann müssen wir uns einen neuen Bundespräsidenten suchen, wenn nein, dann ist jede weiter Aufregung nur noch kindisch -- bestenfalls.
  7. #106

    Allgemeines Geneigtsein

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Der guenstige Zins brachte einen klaren finanziellen Vorteil. Also klarer Fall von Vorteilsannahme im Amt. Was ist daran nicht zu verstehen?
    Genau, es geht hier um Vorteilsannahme und nicht darum, dass ein BuPrä seine Verhältnisse sybillinisch verschlüsselt verbalisieren kann.
    Korruption ist lt. Definition nicht erst da, wo gegen Vorteil im Sinne eines Protagonisten gehandelt wird, nein es ist "das Herbeiführen eines allgemeinen Geneigtseins" auch ohne dass eine konkrete Beeinflussung einer Amtsperson in deren Einzelentscheidungen erfolgt. Und dieser Fall liegt hier vor.
  8. #107

    Ich lach mich schlapp...

    ...und frage mich die ganze Zeit, wieso Wulff es nötig hat, sich privat Geld zu pumpen, um ein Haus zu finanzieren...

    Negative SCHUFA-Auskunft?

    Geht das überhaupt? Darf einer Bundespräsident werden, der nicht bei Neckermann oder Zalando bestellen darf?
    Das isses doch: zusätzlich zur Stasi-Überprüfung jedes Abgeordneten und Wahlbeamten gibts auch noch die routinemässige SCHUFA-Auskunft...
  9. #108

    Beamte dürfen keine Geschenke annehmen

    Geschenke und kleine Aufmerksamkeiten sind tabu. Zentrale Antikorruptionsstellen der Bundesländer recherchieren und handeln gnadenlos bei kleinen Gefälligkeiten. Zu groß ist die Gefahr von Vorteilnahme und Bestechung.
    Dies gilt natürlich nicht für Präsidenten. Gratisreisen. hoch dotierte Vorträge oder eben Kredite (immerhin keine nicht rückzuzahlende Darlehn).
    Als richtiger Staatsmann darf man wohl schamlos Vorteile nutzen.
    Sind wir nicht alle eine bisschen Berlusconi...?
  10. #109

    Sturm im Wasserglas

    Ehrlich gesagt, kann ich an den Vorwürfen keine Verfehlungen des BP erkennen.

    Mal ehrlich, wenn ich die Wahl habe zwischen einem Kredit von einer Bank und einem guten Freund, die mir noch erleichtert wird dadurch, dass ich von meinem Freund einen etwas besseren Zinssatz bekomme, was würde ich denn wählen?

    Ist das dann schon eine "Geschäftsbeziehung"?

    Wenn ich mit Air Berlin fliege und die Ground Hostess bietet mir ein upgrade an, um z.B. einige PAD´s (Passengers available for disembarkment) noch mitnehmen zu können. Würde ich das wirklich ernsthaft ablehnen? Und würde ich wirklich diesen geldwerten Vorteil bei der Steuererklärung angeben?

    Ich kann Herrn Wulff nicht sonderlich gut leiden, aber das was er da getan hat, ist völlig NORMAL in unserer Welt.

    Na gut, jetzt kann man noch argumentieren, dass er eine andere Moral beweisen muss, als der Normalbürger, aber deswegen seinen Rücktritt zu fordern, das finde ich schon reichlich überzogen.








TOP



TOP