Anscheinend will der 'höchste Militärseelsorger über Deutschlands Söldnertruppe'
sowohl Soldaten als auch die Zivilbevölkerung schon einmal auf einen Einsatz im Nahen Osten moralisch vorbereiten......
dapdJoachim Gauck hat mit seiner Forderung nach mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr scharfe Kritik der Linken ausgelöst: Von "fatalen Äußerungen" ist die Rede. Aus anderen Parteien kommt Lob für Gauck, auch wenn man dessen Worte über eine "glücksüchtige Gesellschaft" nicht teilt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838469,00.html
Anscheinend will der 'höchste Militärseelsorger über Deutschlands Söldnertruppe'
sowohl Soldaten als auch die Zivilbevölkerung schon einmal auf einen Einsatz im Nahen Osten moralisch vorbereiten......
Keine glücklichen Äusserungen des Präsidenten. Ob sie aus dem Zusammenhang gerissen sind, weiss ich nicht. Dass die Bundeswehr nicht als Welteinsatzarmee an Krisenherden geschaffen wurde, das weiss ich aber. Ob der Umbau zu dieser dem Volkswillen entspricht, glaube ich nicht. Deshalb wollen die Deutschen in der Mehrzahl wohl auch nichts wissen von dem Kram. Ich denke, da haben sie recht.
Nun gut, das Volk hat ihn nicht gewählt. Er spricht aber von Volksvertretern mit deren Zustimmung sie erfolgen. Welches Volk vertreten sie, fast 90 % der Deutschen nicht. Er spricht von Gefallenen, die so ein Einsatz nun mal mit sich bringt. Seine Söhne waren sicher nicht an vorderster Front. Warum nimmt er kann in Kauf, dass Männer und Frauen sinnlos verheizt werden?
Richtig, kolossal fatal.
"dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen." Er rief die Deutschen zu größerer Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr auf und bemängelte zugleich eine gewisse Ignoranz der Bürger gegenüber den Streitkräften."
Unsere "Streitkräfte", nennen sich Bundeswehr (von sich w e h r e n gegen Angriffe auf das Territorium Deutschsland und nicht Angrifen im Ausland!) , und dabei sollte man es belassen (bis auf Blauhelmeinsätze).
Was hier schleichend seit dem Angriffskrieg der USA/GB (Operation Enduring Freedom-A, welch ein Hohn!) ab 7.10.2001 in AFG abgelaufen ist, ist eine Schande und leider ab Nov.2001 durch ein UN Mandat abgesegneter permanenter Verfassungsbruch, da diese Art Beihilfe zum Angriffskrieg (als "Einsatz" verniedlicht) nach dem Grundgesetz verboten ist.
Jetzt geifern sie wieder, gehen den polemischen Verkürzungen und Entstellungen eines SPON mit seinen tendenziösen Überschriften auf den Leim. Ach herrjee, es ist alles so berechenbar...
Hat Gauck wirklich für Auslandeinsätze "geworben", wie SPON in seiner ersten Überschrift schamlos uns offerierte? Inzwischen sind wir laut SPON schon bei Gaucks "Kriegsäußerungen".
Ich bin überzeugt, dass ich in Vielem, was Bundespräsident Gauck in dieser Rede gesagt hat, einen Einspruch formulieren würde, mich an der ein oder anderen sicher gezielt formulierten Provokation ("Glücksüchtigkeit der Gesellschaft im Zusammenhang mit militärischen Auslandseinsätzen" - na ja...) sehr reiben kann!
Aber hört doch mal richtig zu und nehmt mal den Nerv' dieser Rede zur Kenntnis, dass wir unsere Soldaten aufgrund einer von uns allen nicht geführten gesellschaftlichen Diskussion mehr oder weniger ignorieren und verheizen. Wir müssen diese Fragen des Herrn Bundespräsident endlich in einem gesellschaftlichewn Diskurs klären....
Wie stehen wir zu militärischem Eingreifen? Niemals? Gibt es existentielle deutsche Intressen, welche wir zur Not auch militärisch verteifdigen würden? Schaffen wir unser Militär ab? Egal was der Sicherheitsrat sagt, egal welcher Völkermord passiert, wir gehen nicht rein?
Das müssen wir endlich uns selber fragen und hierrauf eine antwort geben! So oder so!
Alles andere ist letztendlich verlogen!
Ich bin dafuer, dass wir eine Bundeswehr haben und wir
muessen sie natuerlich auch unterstuetzen. Wir kommen
wohl mittlerweile mehrheitlich zum Schluss, dass der
Afghanistan-Einsatz ein Fehlschlag war - haette man es
vorher wissen koennen? In jedem Fall bin ich froh, dass
unsere Regierungen im Irak und in Libyen nicht mitgemacht haben. Den Pirateneinsatz halte ich fuer eine
gute und notwendige Sache. Kosovo muss politisch beendet werden. Aus Afghanistan muessen wir lernen.
Auf keinen Fall duerfen wir uns aus falscher Solidaritaet
fuer amerikanische Interessen einspannen lassen.
Horst Köhler hatte damals die Wahrheit gesagt, das der Afghanistan-Krieg ein Wirtschaftskrieg sei.
Und nun wird hier von weiteren Auslandseinsätzen gesprochen. Ich werde meinen Wehrpass abgeben, damit mich später mal keiner zu irgendwelchen Kriegseinsätzen einzieht.
Irgendwie wird das Ganze etwas komisch in diesem Staate.
Über die Äußerungen von Herrn Gauck bin ich teilweise entsetzt.
Bitte...was ist das: "eine glückssüchtige Gesellschaft"?
Glück als Sucht? Wie Heroin oder Rauschgift? Es ist ganz normal, nach Glück zu streben.
Aber - das muß natürlich gleich wieder kleingeredet oder kaputt gemacht werden.
Herr Gauck, sie sind ein Spießer.
.... sind wir seit dem "Nie Wieder" meiner Jugend schon wieder gekommen.
Ich bin fast gespannt, wie die Überreste von Deutschland aussehen werden, wenn wir das nächste Mal beim Ach so vergänglichen "Nie Wieder" ankommen...