Diese Entscheidung hat Symbolcharakter: Ferdos Forudastan wird Sprecherin von Joachim Gauck. Die Journalistin publizierte mehrfach über Migranten und Integration - ein Themenfeld, das nicht als das stärkste des Bundespräsidenten gilt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...842871,00.html
"Die Politologin und Juristin ist auf einem Politikfeld profiliert, auf dem Kritiker Defizite bei Bundespräsident Gauck monieren"
Also als gut integrierter, der Sprache mächtiger und hier diplomierter Zuwanderer aus dem "Ostblock" fühle ich mich von Gauck eigentlich recht gut vertreten. Aber ich kann mir schon vorstellen, welche Berufsempörten, die jegliche Integrationsleistung als unzumutbar und die Erwartung des Erlernens der Gastlandsprache als Vorboten des vierten Reichs sehen, hier mal wieder gehört werden mussten.
ein schlechtes Händchen. Das hängt bestimmt auch mit den Hausherren zusammen, die in den letzen 60 Jahren auch nicht unbedingt Jubelstürme ausgelöst haben.
Nun wird diese freche Journalistin mit der Rechenschwäche und dem übergroßen Selbstbewußtsein Sprecherin eines Präsidenten, der auch über erhebliche Defizite verfügt.
Schlecht zu schlecht gesellt sich gern; aber über die allgemeine Klage hier hinaus werde ich wohl mal in Direktkontakt treten.....
mit dem Titel: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.
...eine "freche Journalistin mit Rechenschwäche und einem übergroßen Selbstbewußtsein" - na das ist doch mal etwas nach meinem Geschmack, das " riecht " für mich nach einem basisorientierten Menschen, der weiß wovon er/ sie spricht.
Bevor Sie in den Direktkontakt treten, eine Empfehlung von mir:
Thomas Rietzschler " Die Stunde der Dilettanten - Wie wir uns verschaukeln lassen"
...denke ich, hat Herr Gauck mit der Wahl seiner neuen Mitarbeiterin bewiesen. Denn wenn Herr Gauck, wie ihm von wem auch immer vorgeworfen wird, auf dem Themenfeld Migration/ Integration keine Stärke, sprich über ausreichende Sachkenntnisse verfügen sollte, ist es eine gute Entscheidung, sich einen Kompetenten Menschen " ins Boot" zu holen.
Das "erspart" unserem Land unter Umständen auf lange Sicht "dilettantische Überraschungen".
Nachzulesen bei Thomas Rietzschler: Die Stunde der Dilettanten - wie wir uns verschaukeln lassen.
Ich arbeite auch basisorientiert in einem Bereich, der hier in unserem Lande zur Sicherung des sozialen Friedens betragen soll, warum sollte Herr Gauck es nicht ebenso tun? Ich begrüße die Entscheidung zur Auswahl der Sprecherin des Herrn Gauck.
Die Journalistin Forudastan kenne ich nicht, kann über ihre Eignung und Befähigung als Sprecherin des Bundespräsidenten auch nix sagen. Was mir jedoch auffällt, ist der offensichtlich gewollte Symbolcharakter dieser Berufung. Das beunruhigt mich, weil derzeit alles für irgendetwas Symbol sein muss. Symbolpolitik. Damit wird jeder Handlung eine quasi höhere Bedeutung zugeschrieben. Diese ständigen Überhöhungen ganz banaler Ereignisse verhindern dann zu oft, mal ganz genau hinzuschauen. Hoffentlich hat Forudastan ihren Job nicht dem Funktionär Vesper mit Vitamin B zu verdanken, sondern ihrer eigenen beruflichen Kompetenz! Als Pressesprecherin - und nicht als Integrationsstaatssekretärin!
Naja, der vorhergehende Job als Redakteurin bei der TAZ prädestiniert nicht unbedingt zu einem Job als Pressesprecherin im Bundespräsidialamt. Ich denke eher, und so kenne ich Vesper auch als ehemaliges grünes Gründungsmitglied in NRW, daß da eine Menge Parteiproporz und Netzwerk im Spiel war, die Empfehlung wird wohl aus dem Bundeskanzleramt gekommen sein, weil Merkel gefügige Grüne braucht. Dort wurde es gewollt ein Zeichen zu setzen für die doch so gelungene flächendeckende Integration.
ich habe langsam das Gefühl, in einem totalitären Staat zu leben, alles ist den Themen Masseneinwanderung und Islam untergeordnet. Ich glaube auch nicht, dass es sich um eine freie, alleinige Entscheidung von Gauck selbst handelt.
Warum hat er nicht Necla Kelek, Güner Balci oder Seyran Ates engagiert, warum ausgerechnet eine, die oft mit polemischen, und nicht unbedingt mit sachlichen Beiträgen zum Thema Integration aufgefallen ist. Oder warum nicht eine Osteuropäerin, die hier perfekt integriert leben?
Forudastan unterstützt „Pro Quote“, und schreibt dort: „Allah ist groß. Irgendwann wird er Verlegern und Intendanten Weisheit schenken. Bis dahin brauchen wir die Quote.“
Ferdos Forudastan | Pro Quote - mehr Frauen an die Spitze
Ich finde diese Entwicklung beängstigend.