Bundespräsident: Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr

DPAJoachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838386,00.html
  1. #60

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    Da hat er was nicht ganz verstanden. Tote deutsche Soldaten interessieren keine Sau mehr. Die Jungs sind da freiwillig für Einsätze die von den meisten abgelehnt werden. .
  2. #61

    wer Freiheit will muss sie verteidigen können - auch unter Einsatz des Lebens

    Freiheit und Recht muss manchmal verteidigt werden - wer dazu nicht bereit ist, auch unter Einsatz des Lebens, wird Freiheit und Recht verlieren.
    Die Bundeswehr ist notwendiger denn je in einer Welt voller Diktatoren und nationalistischer undemokratischer Herrscher.
  3. #62

    Zitat von Vergil Beitrag anzeigen
    Viele, sehr viele werden an solchen Äußerungen Anstoß nehmen. Aber genau so einen Bundespräsidenten brauchen wir: einen ohne Denkverbote. Einen, der sich eine eigene Meinung zutraut, egal ob diese nun populär ist oder nicht. Einen, an dem man auch Anstoß nehmen kann. Denn Denkverbote gibt es bei uns viel zu viele.
    So ein Schmarr'n, Wulff hatte auch keine Denkverbote (Islam gehört zu Deutschland), er hatte nicht mal Geschenkverbote.
    Gauck darf Denken, was er will, aber er darf eben nicht offiziell, im Namen Deutschlands, sagen was er will.
  4. #63

    Bedenklich und äußerst realitätsfern

    Fehlen uns neue Gefallene oder was? Abgesehen davon ist es ja wohl inzwischen comman sense, das z.B. den Afghanistan mit der gegenwärtigen Stratgie nicht zu befrieden ist.

    Was sind danach also die "Kriegsziele" des Herrn Gauck? Mehr Bundeswehrkindergärten und Mädchenschulen in Afghanistan zu unterhalten? Beschützt von der Bundeswehr gegen eine Bevölkerung, die sich nichts sehnlicher als den Abzug der fremden Truppen wünscht, um endlich in Ruhe vollständig ins Mittelalter zurückzukehren bzw. ungestört Mohn anbauen zu können?

    Oder sollen mehr Kampfeinsätze gefahren werden? Dazu ist die Bundeswehr wohl zu klein, den weder die Russen noch die USA haben bislang, um bei dem Beispiel zu bleiben, die Afghanen kleingekriegt.

    Oder sollen wir uns demnächstes den Hintern in Syrien verbrennen, wo nicht einmal endgültig klar ist, wer da eigentlich gegen wen kämpft bzw. massakriert.

    Ich verstehe die Äußerungen unseres Präsidenten daher kaum und halte den Rest für sehr bedenklich und äußerst realitätsfern.
  5. #64

    Spitze der Welt

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    Deutschland steht mit an der Spitze der Welt, und einen solchen Platz kann man nicht halten, ohne dass man Opfer bringt.
    Deutschland stand auch in den 80ern an der Spitze der Welt, ohne Militäreinsätze.
  6. #65

    Geschichte mangelhaft, setzen!

    Zitat von onkelbenz,derechte Beitrag anzeigen
    Also die NVA ist nicht in fremde Länder eingeritten...
    Falsch. 1968 "ritt" die NVA zusammen mit den sozialistischen Waffenbrüdern in die CSSR ein.
  7. #66

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    Sehr verehrter Herr Bundespräsident...

    ...einerseits bescheinige ich Ihnen hiermit meine tiefste Verachtung...und andererseits bedanke ich mich bei Ihnen für die Demaskierung ihrer Fassade, die zu erkennen gibt, weshalb Wulff demontiert wurde.

    Sie sind nichts weiter als der vollkommen konforme Büttel der kommenden Grossen Koalition installiert worden
  8. #67

    Falsche Alternative

    Dieser Präsident ist eine Wohltat. Man muß ja nicht jede seiner Meinungen teilen . seine Persönlichkeit, die ihn veranlaßt sich überhaupt zu Themen zu äußern und das in dieser Deziediertheit, unterscheidet sich so unendlich angenehm von den marketing/Berater/betriebswirtschaftlich geschulten NIcht-Persönlichkeiten dieser Republik - das fühlt sich an wie frische Luft zum Atmen.

    Zu redimetecaptum:

    Untertanensein ist nicht die Alternative zu Glücksüchtigkeit.
    Läßt sich natürlich schön Empörung drauf aufbauen.

    Diese Gesellschaft hat sich eingehend mit Untertanengeist auseinandergesetzt, wohingegegen die Glückssüchtigkeit und das NiX-wissen-wollen in einer modernen Gesellschaft erst neues Untertanensein ermöglicht, ja befördert und erst noch der Aufarbeitung bedarf. Früher hieß das übrigens Opium fürs Volk.
    Ein Gauck ist mir da deutlich lieber als sogenannte Bundesaußenminister, die stereotyp mit immer denselben Textbausteinen vor Einmischung und anderen furchtbaren Gefahren warnen. Das kommt davon, wenn sich ein Volk, eine Nation "Minister" leistet, die noch nie in der Realität gelebt haben, mögen sie sich nun Außen-, Gesundheits,- Wirtschafts-, Entwicklungs-oder sonstwie Minister schimpfen.

    Und: welche Demut Sie nicht meinen, haben Sie ja dargelegt. Welche meinen Sie denn nun?
  9. #68

    ...

    Zitat von Luna-lucia Beitrag anzeigen
    eigentlich waren wir "großer Hoffnung", dass wenigstens einer! die Kriegstreiberei unterbindet! Und nun das! Wir alle hier, sind ZU TIEFST entsetzt, und enttäuscht! Alles haben wir erwartet! Das nicht! Unser Präsident sind Sie nicht mehr - Herr Gauck!
    Sie haben wirklich was anderes von DEM erwartet?
  10. #69

    "die Freiheit"

    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    Stück für Stück lässt er die Maske fallen. Fing es erst noch mit demonstrativem Unverständnis für soziale Proteste und einem völlig kritiklosen Abfeiern des Kapitalismus an, "wirbt" er nun schon offen für Militarismus und noch mehr (!) Auslandseinsätze der Bundeswehr, und redet ganz ungeniert davon, dass man ab und zu eben auch mal sein Leben opfern müsse.

    Womit er natürlich - das versteht sich bei Politikern, die mit großen Worten von Heldentod, Opfermut & Co. schwafeln, traditionell von selbst - nicht SEIN EIGENES LEBEN meint...
    er meint seine eigene. und er meint das "Opfer" der anderen. Wo führen die uns hin?... die Merkels und Gaucks.