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Bundespräsident: Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr

DPAJoachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838386,00.html
  1. #430

    Welchen Krieg möchte den Herr Gauck gerne?

    Satyagraha ist eine von Mahatma Gandhi entwickelte Grundhaltung, die (als politische Strategie) im Kern darauf beruht, die Vernunft und das Gewissen des Gegners anzusprechen durch

    die eigene Gewaltlosigkeit (non-violence, Ahimsa) und
    die Bereitschaft, Schmerz und Leiden auf sich zu nehmen (soul force).
    Hintergedanke ist, den Gegner „umzudrehen“, ihn als Verbündeten und Freund für die eigene Sache zu gewinnen. Diese Strategie gründet sich auf die Idee, dass der Appell an Herz und Gewissen des Gegners effektiver ist als ein Appell, der sich auf Drohungen oder Gewalt stützt. Gewalt führt nach Gandhi – gegebenenfalls mit zeitlicher Verzögerung – nur zu Gegengewalt. Gewaltlosigkeit dagegen unterbricht die Gewaltspirale und ist in der Lage, den Gegner auf die eigene Seite zu ziehen. (Quelle: Wikipedia)
  2. #431

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "'Ohne uns' als purer Reflex kann keine Haltung sein, wenn wir unsere Geschichte ernst nehmen", mahnte der Präsident. (...) "Aber sie (die Gewalt) kann - solange wir in der Welt leben, in der wir leben (...) - notwendig und sinnvoll sein, um ihrerseits Gewalt zu überwinden oder zu unterbinden", betonte Gauck. (...) "Freiheit ist ohne Verantwortung nicht zu haben, sie entbehrt auch ihres Wertes und ihrer Würde ohne diesen Begriff", sagte der Präsident.
    Schade. Hiermit habe ich persönlich diesen Mann abgeschrieben und zu den anderen auf den Haufen sortiert.
    Es sondern ja Politiker immer wieder nett klingende Worte ab, die bei näherer Betrachtung hohl, leer oder auch falsch sind. So auch hier. "Wir" müssen also wegen unserer Geschichte im Ausland rumballern? Bei "unseren" bisherigen militärischen Außeneinsätzen haben wir Gewalt überwunden oder unterbunden? Wo denn das bitte? "Verantwortung" bedeutet, im Ausland rumzuballern? Avantgardisitische Definition!

    Sorry, ich sehe da erst mal nur, dass wir auf Kosten des Steuerzahlers in einigen ausgesuchten Ländern Zivilisten in die ewigen Jagdgründe schicken, deren Angehörige uns dafür den Jihad an den Hals wünschen. Auf diese Art von Freiheit und Verantwortung kann ich ganz gut verzichten.
  3. #432

    Bundeswehr

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    Im Prinzip hat der Herr Bundespräsident recht.Die Soldaten der Deutschen Bundeswehr werden,ob sie das wollen oder nicht,für fremde Interressen,wie zum Beispiel Afghanistan in viele Teile der weiten Welt geschickt und es gibt nicht mal einen Ehrentag der Bundeswehr,wie das in der DDR mit dem Tag der NVA selbst- verständlich war.Von einer Militärparade zum Staatsfeiertag,wie in Frankreich oder Großbritannien ganz zu schweigen.Es wird allerhöchste Zeit,daß die Bundeswehr mit klingenden Spiel durch das Brandenburger Tor zieht.Aber man bekommt es ja nicht einmal hin,daß wieder Ehrenposten an der neuen Wache in Berlin aufziehen,wie das in vielen Jahrzehnten der Deutschen Geschichte selbstverständlich war.Das Gedenken an die kämpfende Truppe von den Deutschen Befreiungskriegen bis in die heutige Zeit wird mit Füßen getreten.Besonders gedacht wird immer nur den Soldaten des Gegners.So etwas was zur Zeit in unserer politisch überkorrekten Mainstreamgesellschaft passiert ist in keinem anderen Land der Erde möglich.Man erkennt den Charakter eines Landes wie es mit den Soldaten seiner Streitkräfte und seinen Gefallenen umgeht.Es ist unglaublich,was für ein Deppensystem wir zur Zeit haben.Es wird immer nur schön ein Politik gegen das eigene Volk und die eigenen Soldaten gemacht.Da wünscht man den großen Knall geradezu herbei.Ende der Durchsage!
  4. #433

    Am Thema vorbei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    In Afghanistan gab es für Deutschland nichts zu gewinnen, die Truppen wurden nur dorthin geschickt, um es sich nach Schröders "Nein" zum Irak-Feldzug mit den USA nicht völlig zu verscherzen.
    Der Normalbürger hat für diesen Krieg wenig Verständnis und solange er nicht über Freunde, Kameraden, Verwandte oder gar als Soldat unmittelbar davon betroffen ist, auch wenig Interesse daran.
    Schließlich ist Afghanistan weit weg.

    Wenn der neue Bundespräsident etwas gegen die Distanz zu den Streitkräften unternehmen möchte, dann sollte er sich für die Reaktivierung der Wehrpflicht einsetzen. Sie würde u.a. stabilisierend auf die Gesellschaft wirken.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, daß der neue Präsident das normale Volk nicht wirklich versteht.
  5. #434

    Huch?

    Zitat von rufus008 Beitrag anzeigen
    Ich freue mich sehr über diese klaren Worte unseres Bundespräsidenten. Die pazifistische Denkweise ist der größte Irrweg, den unsere Gesellschaft ab der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts genommen hat.
    Ganz im Gegenteil, es ist der einzige Weg, der uns vor der Katastrophe retten kann.

    Ich für meinen Teil kann erst seit den Einsätzen in Jugoslawien und Afghanistan so etwas wie Stolz für dieses Land empfinden
    Ähem, worauf genau sind Sie da stolz? Darauf dass Afghanistan unter dem Schutz unter anderem unserer Truppe zum größten Opiumproduzenten der Welt aufsteigen konnte?
  6. #435

    Entweder - oder...

    Zitat von Mitglied Beitrag anzeigen
    Wir leben in Deutschland in einem wunderschönen Haus mit bunten Fenstern und durch diese Fenster betrachten wir die Welt da draußen. Wenn es etwas gibt, was uns nicht gefällt, schütteln wir Deutschen gerne den Kopf, beschweren uns und ziehen die Rollläden zu oder wir beschweren uns bloß.
    Aber vor die Tür gehen und selbst etwas erleben? Bloß nicht!

    Gauck hat recht. Wir müssen aus diesem Schneckenhaus herauskommen und vor allem müssen wir Verantwortung übernehmen.
    Es ist leicht zu sagen "Sofort raus aus Afghanistan!", aber es ist ebenso verantwortungslos.
    .......
    Entweder man schickt Soldaten -und dem voll hinter steht- auch nachher die zu erwartende Kreigsbeschädigter Veteränen, oder man lasse als Gesellschaft das ganz fallen, bleibe in Schneckenhaus - schaut weg und schluckt egal was dort draußen passiert.

    [ges. ein Dt. stämmiger Royal Air Force Veterän, ex. Jemen, Oman - Bahrein, Zypern.]
  7. #436

    Darf nur Gauck Kritik an "Sicherheitspolitik" äußern ?

    Gauck, der in der DDR als Bürgerrechtler aktiv war, würdigte die Bundeswehr als Parlamentsarmee im Gegensatz zur NVA, die eine unmenschliche Grenze gegen das eigene Volk militärisch abgesichert habe. "Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sondern eine Stütze unserer Freiheit", betonte Gauck. Die Bundeswehr habe sich von unseligen militärischen Traditionen gelöst und sei heute fest verankert in einer lebendigen Demokratie. "Sie hat unser Zutrauen verdient", erklärte Gauck.

    Nichts Neues. Man muss uns hier nicht belehren über den Unterschied zwischen NVA und BW. Der ist hinreichend bekannt. Auch die weit fortgeschrittene Trennung von unseligen Traditionen ist inzwischen ein alter Hut.

    Fraglich ist auch nicht, ob die BW als Verteidigungsarmee konzipiert ist, sondern was sie unter welchen Bedingungen mit welchen ernst gemeinten oder vorgeschobenen Begründungen in welchem Einsatz tut und bewirkt.

    Dass aber „gut gemeint“ noch lange nicht „gut gemacht“ ist, hat sich inzwischen rumgesprochen. Es kommt also darauf an, ob die BW im konkreten Fall tatsächlich als Stütze der Freiheit dient und wirkt.
    Und deshalb ist es sehr gut, dass die BW fest verankert ist in einer glücklicherweise lebendigen Demokratie. Deshalb wird ja auch putzmunter demokratisch über Auslandseinsätze diskutiert. Man fragt sich also, worin denn nun das Problem für Herrn Gauck besteht.

    Und Gauck beteiligt sich ja auf seine Weise selber frisch und fröhlich an der Diskussion. Seine Ablehnung der indifferenten und gefährlichen Merkelformel von „Israels Sicherheit als unsere Staatsräson“ haben doch alle gehört. Es geht tatsächlich um die Frage, wie sich Deutschland militärisch verhält, würde Israel Irans Nuklearzentren präventiv angreifen.

    Könnte man so gesehen Gauck seine eigenen Pauschalaussagen um die Ohren hauen (hedonistisch, glückssüchtig, nicht hinreichend verantwortungsbewusst usw.)?
  8. #437

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass echte Demokratie nur in kleinen Einheiten funktioniert.
    Im Klartext: die Wiedervereinigung war ein Fehler, denn dadurch wurde das Land ja größer.
    Und wie erklären sie sich die U.S.A.?
  9. #438

    Zitat von kinich_janaab Beitrag anzeigen
    Wie ist es mit einer Demokratie vereinbar? Ich dachte in einer echten Demokratie sind alle gleich.
    In einer echten Demokratie haben alle Menschen die gleichen Rechte. Dass heißt aber nicht das sie gleich sind. Manche sind schön, talentiert, erfolgreich und haben Glück. Andere nicht.

    Zitat von kinich_janaab Beitrag anzeigen
    Und Kapitalismus, dachte ich, sorgt irgendwann mal dafür, dass alle Millionäre sind.
    Wenn alle Millionäre sind nennt sich das Hyperinflation und das Geld hat keinen Wert mehr.

    Zitat von kinich_janaab Beitrag anzeigen
    Und ich kann auf mein Auto verzichten, wenn es dem Bauer in Afrika dadurch besser geht.
    Wer hindert sie daran ihr Auto zu verkaufen und das Geld einem Bauern in Afrika zu schicken?
  10. #439

    Gauck, wie er leibt und lebt

    Was wurde die Linke niedergemacht, weil sie Gauck nicht wählen wollte. Jetzt wachen die Menschen hoffentlich endlich auf.


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