Bundespräsident: Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr

DPAJoachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838386,00.html
  1. #290

    Handel

    Zitat von christian0061 Beitrag anzeigen
    haben sie einen neuen auftrag von oben erhalten, herr gauck? müssen sie uns glücksüchtige auf einen neuen einsatz vorbereiten? syrien? mit bodentruppen?

    dann sagen sie es einfach grad raus
    Nee, seit seinem Vor-Vorgänger wissen wir doch, dass es gar nicht um humanitäre Einsätze geht. Köhler hat sich ja bekanntlich verplappert und zugegeben, dass die Bundeswehr Handelskriege führen soll.
  2. #291

    das mit der Mehrheit..

    Zitat von Mac_Beth Beitrag anzeigen
    ...wird mir immer sympathischer. Ich habe bereits anfangs viel von ihm gehalten und seine ehrlichen und direkten Worte haben dem keinen Abbruch getan, im Gegenteil.

    Die Leute heutzutage wollen sich jeder Art von internationaler Verantwortung entziehen und verstecken sich feige hinter unserer jüngeren Geschichte um ihren Worten Ausdruck zu verleihen.

    Freiheit und Gerechtigkeit wie wir es hier schätzen ist keine Selbstverständlichkeit, weder kulturell noch historisch, noch genetisch veranlagt. Es ist eine Wahl, die wir getroffen haben und durchaus nicht ohne Opfer zu erreichen war.

    Meine Hochachtung Herr Gauck, die Mehrheit der Leute steht hinter ihnen.
    kann nicht stimmen denn 75 % der Bevölkerung sind gegen einen Auslands-Kriegs-Einsatz der Bw. Die Menschen wollen ihre Soldaten hier im Land um ihren Job zu tun. Alles andere benötigt eine Änderung des GG
  3. #292

    Glückssüchtige Gesellschaft

    "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen"

    Heisst das, in weniger glücksüchtigen Gesellschaften werden die Gefallenen begrüsst? Wenn man depressiv ist, sind die Gefallenen eh schon wurscht? Der Mann sollte mal in seinen Schrank schauen und prüfen, ob noch alle Tassen da sind.
  4. #293

    blödsinn

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Ich kann eben eine "Mann Gottes" nicht ernstnehmen, wenn dieser Gott nicht ernst nimmt.

    Ich selber würde mich nicht als Christ bezeichnen, aber von einem Pastor hätte ich erwartet, dass er das Doppelgebot der Liebe kennt.
    Kennt er bestimmt. Aber kennen Sie dies hier ?

    "Rüstet unter Euch Leute zum Kampf gegen die Midianiter, die die Rache des HERRN an den Midianitern vollstrecken ..." Und sie zogen aus zum Kampf gegen die Midianiter, wie der HERR es Mose geboten hatte, und töteten alles, was männlich war ... Und die Israeliten nahmen gefangen die Frauen der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte, wo sie wohnten, und alle ihre Zeltdörfer ...
    Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres ... und sprach zu ihnen: "Warum habt ihr alle Frauen leben lassen? ... So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch [für Sex bzw. für Sklavendienste] leben." (4. Mose 31, 3.7.9-10.14-15.17-18)


    Das Christentum ist eine Philosophie aus der man sich die besseren Sachen heraussuchen sollte...

    Und von einem Präsidenten sollte mein keine religiöse Verklärtheit IRGENDEINER Richtung fordern.
  5. #294

    Feindesliebe

    Oben wurde das Doppelgebot der Liebe zitiert, einschlägig ist aber die Feindesliebe, sie ist insofern wirklich empfehlenswert, weil sie hilft den den gegnerischen Menschen zu verstehen. Sie hassen uns nicht ohne Grund.
  6. #295

    Zitat von randolftreutler Beitrag anzeigen
    Ich spreche mich für ein pazifistisches Deutschland aus....Wenn es in der Welt nicht solche Vorbilder gibt, die sagen, wir greifen dich nicht an und leben in Frieden mit Dir, solange du auch uns nicht angreifst..wird die welt bleiben was sie ist: ein kriegerischer Ort...Wer Mensch werden will und an eine bessere Zukunft glaubt, muss mit gutem Beispiel voran gehen....sonst, und das macht unsere Politik längst, werden wir zu Heuchlern....
    Dann planen Sie schonmal wie wir die BRD von der europäischen Kontinentalplatte lösen und in einen geostationären Orbit verfrachten.
    Oder welchen Plan haben Sie? Wollen Sie wieder eine Mauer um unser Land bauen? Ihre "blauäugigkeit" in allen Ehren....leider ist sie vollkommen realitätsfern!
  7. #296

    traurig

    Aha, auch du, mein Sohn Brutus.

    Der amerikanische Präsident Eisenhower - ganz sicher kein Pazifist - hat schon vor Jahrzehnten in seiner Abschiedrede davor gewarnt, dass der militärisch-industrielle Komplex den Staat unterwandern könne. Offenbar sind wir auch in dieser Entwicklung mittlerweile einige Schritte weiter, nicht nur in den USA.

    Wenn man Krieg führen will, muss man sich zu allen Zeiten eine Begründung einfallen lassen, die die Zeitgenossen schlucken. Zur Zeit ist es gerade die edle, humane Haltung, alle Menschen mit der Freiheit beglücken zu wollen. Dazu nur zwei Anmerkungen:

    1. Es fällt auf, dass immer gerade diejenigen Länder mit unserer Freiheit beglückt werden sollen, in denen wir zufällig auch geostrategische, ökonomische oder sonstige Interessen haben. So hat z.B. der Völkermord in Ruanda vor einigen Jahren niemanden dazu gebracht, dort einzuschreiten, obwohl die Zahl der Opfer ungeheuerlich war. Andererseits sickert gerade durch, dass in Afghanistan auch große Vorkommen von Bodenschätzen vermutet werden. Und es musste ja auch schon ein Bundespräsident zurücktreten, weil er öffentlich zugegeben hat, dass wir Kriege um Ressourcen führen.

    2. Das Weltbild "hier die zivilisierte Welt der Demokraten - dort die diktatorisch regierten Rückständigen", das der Ideologie der Militärinterventionen zugrunde liegt, verdeckt die Wahrheit, dass unsere Insel der Glückseligkeit auf den Knochen dieser unterprivilegierten Völker errichtet ist. Wir betreiben weltweit ein Wirtschaftssystem, das Täter und Opfer erzeugt. Mittlerweile kommen die Einschläge allerdings näher, Griechenland ist ja wohl nur der Anfang.

    Im Übrigen frage ich mich, ob die Art und Weise, wie z.B. unsere amerikanischen Freunde bei ihren Freiheitsmissionen agieren, die Beglückten wirklich von unserer überlegenen Zivilisation überzeugen kann.
  8. #297

    Kein guter Beitrag

    Zitat von oemmess Beitrag anzeigen
    Bravo, ein ausgezeichneter Beitrag. Deutschland ist Teil die freien Welt
    und nicht das Wolkenkuckucksheim.
    Sie bejubeln da doch nur einen Beitrag der aussagt was unsere Goßväter auch im ersten und zweiten Weltkrieg wollten, aber das sollte man sich wieder aus den Köpfen vertreiben.
    Kriege machen die Welt nicht sicher, sondern sie tragen nur die Macht einzelner weiter und sie schaffen damit nur neue Besitzverhältnisse.
    Eine wirtschaftliche und finanzielle ausgegliche Gesellschaft muss sich nicht in Kriegen beweisen, das ist toataler Unsinn.
    HR
  9. #298

    Zitat von kone Beitrag anzeigen

    Die Ergebnisse zeigen: DAS IST EIN IRRWEG! Alles wird nur noch schlimmer.Siehe Irak, Afghanistan und nun Libyen ...!
    Schlimmer?
    Es bleiben natürlich die Strukturen der muslimischen Stammesgesellschaft - die sind im Yemen, Pakistan, bei den Islamisten in Nigeria etc. nicht besser.

    Nein, es ist nicht schlimmer geworden im Irak.
    Und nein, es es war nicht besser in Afghanistan, als die Taliban an der Macht waren und das Land ein Ausbildungslager der Al-Quaida.
    Es sagt viel über unsere Medien, dass Sie davon überzeugt sind.
  10. #299

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    Aber es kommen ziemlich sicher auch wieder Zeiten in denen wir Kriege führen müssen und Leben opfern müssen. Und dann dürfen wir nicht erst noch aufwachen müssen und merken "Hoppla, da draußen ist eine Welt die nach meinem Blut giert, und die lassen sich nicht mit ein bisschen Freundlichkeit und Betroffenheitsgerede davon abbringen."
    Der einzige Krieg den man führen muss und der durch das Grundgesetz sanktioniert wird ist einen Angriff abzuwehren. Die Bundeswehr sollte sich darauf beschränken. Nur dann wird sie einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung haben.