Forum


 

Bundespräsident: Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr

DPAJoachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838386,00.html
  1. #230

    -

    Zitat von Luna-lucia Beitrag anzeigen
    eigentlich waren wir "großer Hoffnung", dass wenigstens einer! die Kriegstreiberei unterbindet! Und nun das! Wir alle hier, sind ZU TIEFST entsetzt, und enttäuscht! Alles haben wir erwartet! Das nicht! Unser Präsident sind Sie nicht mehr - Herr Gauck!
    Bitte sprechen Sie für sich. Ich bin nicht ZU TIEFST entsetzt und enttäuscht ... immer durch die Nase atmen.
  2. #231

    Zitat von Wilder Eber Beitrag anzeigen
    Was ist eine "fadenscheinige Berufung auf die Souveränität" eines Staates ? Wie wollen Sie denn das bewerten ? Irgendjemand wird es immer geben, der die Souveränität eines Staats als fadenscheinig interpretiert, um militärisch einmarschieren zu können (z.B. US-Einmarsch wegen Giftgas-LKW im Irak).
    Wenn etwa in Syrien die herrschende Klasse nachweislich zigtausende Syrer ermorden lässt, ist mir die Souveränität des Staates Syrien angesichts der tausenden Toten piepegal.

    Das ist ein vorgeschobenes Argument, um nicht handeln zu müssen.

    Wenn ich sehen würde, wie auf meinem Nachbargrundstück mein Nachbar seiner Frau den Schädel einzuschlagen versucht oder sein kleines Kind ertränkt, kann ich mich auch nicht zurück lehnen und sagen, das ist sein Bier, er ist auf seinem souveränen Nachbargrundstück und kann tun und lassen, was er will, und wenn ich mich da jetzt einmische, besteht die Gefahr, dass er mich auch erschlägt. Sondern ich muss handeln.
  3. #232

    "Nicht-wissen-wollen" von Gauck

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    Wenn Gauck sich für Politik interessieren würde, wüßte er, daß das neue Libyen-Regime, welches durch Auslandseinsätze unserer Nato-Partner Frankreich, Großbritannien, Italien, usw., vom Gaddafi-Regime "befreit" wurde, gleich erst mal die Mitglieder des Internationalen Gerichtshofes eingekerkert hat, die nur eine faire Prozeßführung überwachen wollten.
    Es scheint, daß eine handelnde Bundeskanzlerin doch entschieden mehr im Kopf hat, als ein sülzender Bundespräsident.
  4. #233

    das unterschreibe ich !

    Zitat von konvexspiegel Beitrag anzeigen
    mit Erstaunen habe ich Ihre Äußerungen zur Kenntnis genommen, wonach wir Deutsche Verantwortung übernehmen müssten, um die Freiheit zu wahren. Dem stimme ich uneingeschränkt zu, möchte aber auf ein paar kleine logische Dellen in Ihrer Rede hinweisen:
    Innenpolitisch sind wir seit Jahren entmündigt und sehen zu, wie sich die Parteien den Staat zur Beute machen. Noch nicht einmal die minimale Selbstbestimmung, ob wir denn nun und für was wir z.B. in Europa Verantwortung übernehmen wollen, gesteht uns Parlament und Regierung zu. Statt dessen müssen wir akzeptieren, dass Verträge, die im Namen Deutschlands geschlossen werden, quasi zwischen Vorspeise und Nachtisch gebrochen werden. Und wenn wir dann unsere Verantwortung wahrnehmen wollen, wird eine Ausweitung der plebiszitären Elemente in unserer Verfassung als kaum machbar dargestellt und statt dessen alternativloses Handeln vorgebetet. Gleichzeitig erklärt uns ein Minister, dass Deutschland am Hindukusch verteidigt wird, kann uns aber nicht erklären, warum das so ist, mit Ausnahme der vielzitierten Bündnistreue und der -natürlich - wachsenden Bedeutung Deutschlands. Dieses Wachstum findet allerdings ohne das Volk statt, der Souverän wird nicht mitgenommen. Ich habe fast den Verdacht, die Regierung und das Parlament wollen das auch gar nicht. Aktuell sind wir in der Situation, unser wirtschaftliches Siechtum schon absehen zu können, das sich aus den jüngsten Vertragsbrüchen zu Lasten Deutschlands ergibt. Hier werden wir, das Volk, die Verantwortung übernehmen müssen, während die Initiatoren sich jeglicher Verantwortung entziehen werden. Und in solch einer Situation erwarten Sie mehr Verantwortung einer "glückssüchtigen" Gesellschaft? Bitte prüfen Sie Ihre Auffassung doch noch einmal darauf, ob sie sich mit der Realität verträgt.
    www.bundespraesident.de: Der Bundespräsident / Startseite
  5. #234

    Schade - das war daneben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    Auch ein hochgelobter Bundespräsident liegt mal daneben. Diesesmal aber ganz weit...
    Die Rolle der Bundeswehr verändert sich und damit auch ihre gesellschaftliche Unterstützung. Das is ok. Leider hat die Bundeswehr sich genau in dem Maße von der Bevölkerung entfernt, wie die Politik sich selbst von der Bevölkerung entfernt hat.
    Niemand verteidigt in Afghanistan einen 'unserer' Werte oder Deutschland selbst. Wir sind Teil einer Streitmacht, die ein Land besetzt und dass leider ein paar hundert Jahre Übung darin hat sich gegen Invasoren zu wehren.
    Wir werden keine bessere Gesellschaft, indem wir uns wieder an tote Soldaten gewöhnen. Viele dieser Soldaten haben keine Perspektiven in unserer 'glücksüchtigen' Gesellschaft.
    Laßt uns endlich von der Staatsraison Abstand nehmen und darüber entscheiden, was wir wo und warum in dieser Welt 'verteidigen' wollen und sehr genau darüber nachdenken ob Soldaten dafür das richtige Mittel sind. Manchmal ja, meistens nein.
  6. #235

    Danke!

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    Ich heiße zwar den Afghanistan-Einsatz auch nicht gut, aber grundsätzlich hat Gauck schon recht.

    Die Welt ist nicht die friedliche EU mit offenen Grenzen und sicheren Staaten. Die Welt ist brutal und gewaltsam. Daher sehe ich eine Bundeswehr mit Auslandseinsätzen sehr positiv und vertrete die Meinung, dass Deutschland jedes Volk unterstützen sollte, dass aus freiem Willen sich einem Regime entledigen will.
    Ebenfalls bin ich für Sicherungseinsätze, um Gewalt einzudämmen.
    Und Zustimmung! Scheine nicht den angemessenen Ton zu finden, meine entsprechende Meinung dazu zu äußern. Aber ordentlich "BP-Bashing" ungefiltert, die Zensoren werden ihre Gründe haben!
  7. #236

    Oh ja,

    Zitat von Vergil Beitrag anzeigen
    Viele, sehr viele werden an solchen Äußerungen Anstoß nehmen. Aber genau so einen Bundespräsidenten brauchen wir: einen ohne Denkverbote. Einen, der sich eine eigene Meinung zutraut, egal ob diese nun populär ist oder nicht. Einen, an dem man auch Anstoß nehmen kann. Denn Denkverbote gibt es bei uns viel zu viele.
    genau so einen BP brauchen wir. Der braucht keine Denkverbote, weil er sowieso nicht denkt wie das Volk.
    Her mit dem ESM, dann noch mehr Europa, und obendrauf ein paar Kriegsgefallene aus Kriegen die nicht mal unsere eigenen sind.
  8. #237

    Nichts gelernt....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    "Wer noch einmal ein Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen".

    Das scheint dem freiheits"geilen" Gauckler als imperative Idee aus der deutschen Geschichte fremd zu sein. Widerliche Marionette,der!
  9. #238

    Bundeswehr

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE

    Und künftig wird die Bundeswehr noch weniger im öffentlichen Bewusstsein Präsenz zeigen. Durch die Abschaffung der Wehrpflicht berührt dieses Thema immer weniger Menschen und wird dadurch auch immer unkritischer gesehen. Vor der Abschaffung der Wehrpflicht machten sich Eltern schon Sorgen was bei einem bewaffneten Konflikt aus dem Sohn wird, der gerade seine 15 Monate ableistet. Heute stellt sich diese Frage nicht mehr. Guttenberg sei Dank.
  10. #239

    Bestätigung.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE


    Danke, Herr Gauck !

    Bereits nach der Bundespeinlichkeit Wulff vertrat ich schon die Meinung, dass Deutschland keinen Bundespräsidenten mehr benötigt.
    Sie haben mit ihrer -"mehr Offenheit für Auslandseinsätze"-Forderung meine Auffassung voll und ganz bestätigt.
    Im übrigen empfehle ich ihnen (sie sind doch so nebenbei Theologe?) die Bergpredigt, die sie wohl in der Hetze des Präsidentenalltags ein bischen vergessen haben.

    Eines ist für mich jetzt sicher : Deutschland benötigt keine Präsidenten mehr. Dummschwätzer, Möchtegerndemokraten und Kriegstreiber haben wir schon genug in den Parlamenten sitzen.

    Im übrigen vermisste ich von ihnen ein paar klärende Worte an die offenbar demokratiefeindlichen Kräfte im Bundestag, bezüglich der Einschränkung der Redefreiheit für "Abweichler"...macht nichts, hat sich ja erledigt...so wie sie sich für mich erledigt haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ein aufrechter Demokrat.


TOP



TOP