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Bundespräsident: Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr

DPAJoachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838386,00.html
  1. #180

    Unsere Soldaten sind keine Schießbudenfiguren!

    Wenn ein Land schon (nach gründlicher Abwägung aller Möglichkeiten) Soldaten einsetzt, um ein Problem militärisch zu lösen, dann muß man den Soldaten auch die Lizenz zum Töten geben und nicht nur zum Getötetwerden. Derzeit ist es doch wohl so, daß jeder militärische Akt der Bundeswehr von (zumeist ungedienten und gutmenschlichen) Juristen in der Heimat nachbeurteilt wird. Für den einzelnen besteht also nicht nur die Gefahr, auf dem Schlachtfeld zu fallen, sondern auch wegen eigener Kampfhandlungen im Knast zu landen. Hier sollte unser Präsident mal klare Worte finden. Wer sich am Ende der Welt nicht einfach nur für demokratische Werte (die dort niemand versteht) abknallen lassen möchte, damit die Amerikaner zufrieden sind, muß nicht unbedingt glückssüchtig sein.
  2. #181

    Untendurch

    Der Mann ist bei mir sowas von...untendurch. Erst die die Ergüsse seiner Fieber(alb)träume über die "Vereinigten Staaten von Europa"... und jetzt das.
    Keine Eingriffe in Bürgerkriege am anderen Ende der Welt!!!
    In einem Punkt hat er jedoch recht: Lasst das Volk entscheiden, wo Blut vergossen werden soll, dann erübrigen sich sich diese anmaßenden Fantasien von einer deutschen/europäischen Weltpolizei.
  3. #182

    3 berechtigte Fragen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    Mit welcher Ausrüstung? (Hahahaha)

    Mit welchem Budget? (größeres Hahaha)

    Warum? (Kein Haha!)

    Geht es um einen Krieg direkt vor unserer Haustüre?
    Sollen wir vielleicht schon bald Aufstände im Süden der EU niederschlagen oder die politsche Einigung Europas gegen die Bürger oder gegen Souveräne Staaten erkämpfen?

    Wer Auslandseinsätze von den Soldaten fordert, muss wissen warum.
    Wer Einsätze mit wahrscheinlicher Todesfolge fordert, muss den Angehörigen erklären können, warum. Die Gaucksche Freiheit, für die er eintritt, hat hier schon lange niemand mehr ... also warum? Bombengeschäfte? Bankenaufgaben? Weltordnung?
  4. #183

    Nicht wirklich unerwartet

    Dass von Gauck diese Aussage kommt, ist nicht überraschend. Wer diesen Mann und seine Vergangenheit kennt, für den war so eine Reaktion zu erwarten. Gauck ist ein Opportunist, ein kirchlicher noch dazu und das macht ihn gefährlich. Das wußte auch bereits die DDR-Regierung. Bereits in Rostock als "kleiner" Pastor forcierte er Kontakte zu westdeutschen Kirchenvertretern, die die in der DDR existente Opposition unterstützen aber auch für ihre (Macht-)Interessen instrumentalisieren wollte. Stolpe, Eppelmann, Gauck und einige andere gingen mit Entscheidungsträgern der DDR-Regierung als auch des MfS sog. Deals ein. Für diese Deals wurde auch Verrat billigend in Kauf genommen. Vertreter der eigentlichen Opposition, zusammengefaßt im Neuen Forum, nahmen nachwendig (und in Teilen auch bereits davor) Abstand zur angeblich hilfreichen Kirche.

    Für diese Typen Mensch á la Gauck und Stolpe haben viele zu Recht nur Verachtung übrig. Sein heutiges Statement beweist einmal mehr die höchst opportune Haltung eines Herrn Gauck zur jeweils herrschenden Kaste. Frei nach dem Motto: Regierungen kommen und gehen. Uns, die Kirche, gab, gibt es und wird es immer geben - beodners deren Einflunahmen in alle Bereiche der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft.

    Es wäre dann aber auch an der Zeit, wieder die Waffen zu segnen und die Koppel der Wehr ... ähm Bundeswehr wieder mit der Umschrift "Gott mit uns" statt "Einigkeit - Recht - Freiheit" zu versehen!
  5. #184

    Unsinn

    Zum Thema deutsche Gefallene, die für unsere nach Gaucks Ermessen “glückssüchtige“ Gesellschaft schwer zu ertragen sind, bleibt zu bemerken, daß uns die Glückssucht besser steht und bekommt, als das Untertansein, das uns schon mehrfach ins Verderben gestürzt hat.

    Bewußt mißverstanden oder nicht verstanden?! Er erwähnte, daß sich die Bundeswehr "von unseligen militärischen Traditionen gelöst" habe. Das beinhaltet auch den Kadavergehorsam. Ich habe meinen Wehrdienst vor 22 Jahren absolviert und kann das also sehr wohl beurteilen.

    Verantwortung allein ist nicht die Stütze der Demokratie, sondern auch Demut, und damit meine ich nicht die Demut gegenüber einem Staat, der Ideologie mit Waffen in die Welt trägt - das sollte Gauck als Pfarrer eigentlich sehen, wenn er von Gewalt als “notwendigem und sinnvollem Mittel“ spricht.
    Es ging ja bisher einigermaßen gut mit ihm - aber die Selbstgerechtigkeit treibt ihn zu Aussagen, die wohlmöglich über die Bergpredigt hinausgehen.

    Sicherlich ist es richtig, daß die Afghanistanroute nicht sehr gut war. Viele Fehler wurden begangen. Richtig ist aber meines Erachtens auch, daß etwas getan werden mußte. Dieses Land hatte nicht genügend Selbstheilungskraft um nicht auf ewig Terroristenhort zu bleiben. Ob es das in Zukunft haben wird sei dahingestellt. Die Einsatzentscheidung als solche war aber richtig.
    Und Gauck hat durchaus recht: Einige Menschen ignorieren die Gewalt in unserer Welt, denn bei uns ist ja alles in Ordnung...
  6. #185

    Der Paff

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    Der falsche Pfaff.
  7. #186

    Atlantikbrücke

    Zitat von sxyxs Beitrag anzeigen
    Was soll man wohl von einem Mitglied der Atlantibrücke erwarten.
    Für welches Land, über das die USA herfallen will, mag da schon eine Bestellung vorliegen? Joachim Gauck scheint sichtlich bemüht zu sein den Bundeswehrsoldaten darauf Lust zu machen.
  8. #187

    wortlaut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr - und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen", sagt der Bundespräsident.

    Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    sticht spiegel:

    "Dass Frieden, Freiheit und die Achtung der Menschenrechte vielfach nicht von allein entstehen – wer wüsste das besser als wir Deutschen?
    Es waren ausländische Soldaten, die unserem Land die Möglichkeit der Freiheit schenkten, als sie selbst für ihre eigene Freiheit kämpften. „Ohne uns“ als purer Reflex kann keine Haltung sein, wenn wir unsere Geschichte annehmen. Unsere Bundeswehr hat sich von unseligen militärischen Traditionen gelöst, sie ist fest verankert in einer lebendigen Demokratie. Sie hat unser Zutrauen verdient, nicht nur in Debatten um den „gerechten Krieg“ zu bestehen, sondern auch einem „gerechten Frieden“ einen Weg zu bahnen, indem sie beiträgt zur Lösung von Konflikten, indem sie friedliche Koexistenz zu schaffen sucht, wo Hass regiert.
  9. #188

    Wer nach Glück strebt...

    ... ist also gleich glücksüchtig!
    Aha.
    Nach 2 Weltkriegen ist das also gleich eine Sucht, wenn man seine Lehren daraus gezogen hat. Egal ob diese nun falsch oder richtig sind. Ich empfehle Herrn Gauck mal durchs Land zu reisen und in jedem Dorf die Namen an den Denkmälern zu lesen.

    Was hier angeschlagen wird ist Kriegsrhetorik vom Feinsten. Natürlich muss ein Land seine Freiheit und seine Werte verteidigen. Zur Not auch mit Gewalt. Aber das ist immer eine Abwägungssache. Und sicher keine Frage des Bündnisfalles. Meine Freiheit wird nicht am Hindukusch verteidigt, sondern geht an der Wahlurne verloren.
  10. #189

    Ein Land das im 20ten Jahrhundert zwei Weltkriege
    angefangen hat, hätte niemals wieder auch nur einen Soldaten
    haben dürfen.
    Das Geld lieber für Mobile- Krankenhäuser, Wasseraufbereitung,
    Erdbebenteams usw. ausgeben.
    Anstatt Rüstungsgüter zu Exportieren,
    lieber Bildung und die Pille.








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