mit Erstaunen habe ich Ihre Äußerungen zur Kenntnis genommen, wonach wir Deutsche Verantwortung übernehmen müssten, um die Freiheit zu wahren. Dem stimme ich uneingeschränkt zu, möchte aber auf ein paar kleine logische Dellen in Ihrer Rede hinweisen:
Innenpolitisch sind wir seit Jahren entmündigt und sehen zu, wie sich die Parteien den Staat zur Beute machen. Noch nicht einmal die minimale Selbstbestimmung, ob wir denn nun und für was wir z.B. in Europa Verantwortung übernehmen wollen, gesteht uns Parlament und Regierung zu. Statt dessen müssen wir akzeptieren, dass Verträge, die im Namen Deutschlands geschlossen werden, quasi zwischen Vorspeise und Nachtisch gebrochen werden. Und wenn wir dann unsere Verantwortung wahrnehmen wollen, wird eine Ausweitung der plebiszitären Elemente in unserer Verfassung als kaum machbar dargestellt und statt dessen alternativloses Handeln vorgebetet. Gleichzeitig erklärt uns ein Minister, dass Deutschland am Hindukusch verteidigt wird, kann uns aber nicht erklären, warum das so ist, mit Ausnahme der vielzitierten Bündnistreue und der -natürlich - wachsenden Bedeutung Deutschlands. Dieses Wachstum findet allerdings ohne das Volk statt, der Souverän wird nicht mitgenommen. Ich habe fast den Verdacht, die Regierung und das Parlament wollen das auch gar nicht. Aktuell sind wir in der Situation, unser wirtschaftliches Siechtum schon absehen zu können, das sich aus den jüngsten Vertragsbrüchen zu Lasten Deutschlands ergibt. Hier werden wir, das Volk, die Verantwortung übernehmen müssen, während die Initiatoren sich jeglicher Verantwortung entziehen werden. Und in solch einer Situation erwarten Sie mehr Verantwortung einer "glückssüchtigen" Gesellschaft? Bitte prüfen Sie Ihre Auffassung doch noch einmal darauf, ob sie sich mit der Realität verträgt.
Antworten / Zitieren


