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Bundespräsident Gauck: Der Einmischer

dapdFür reine Repräsentation ist sich Joachim Gauck zu schade. Dieser Bundespräsident würde am liebsten selbst Politik machen. In normalen Zeiten wäre Gauck eine Nervensäge. Aber in der Krise ist er ein Glücksfall für die Demokratie.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...843327,00.html
  1. #70

    Zitat von CitizenTM Beitrag anzeigen
    Der GAUCKler ist nicht nur eine Nervensäge, er ist - ähnlich übrigens eines George Bush in dieser Hinsicht - davon überzeugt für wesentliche und wichtige Dinge auserwählt zu sein, ein eitler Prediger der in eine andere Kultur oder Religion geboren auch gefährlich sein könnte in seinem eitlen Sendungsbewusstsein.
    Da stimme ich Ihnen voll zu. Aber nicht nur in einem anderen Land. Auch hier kann er gefährliche Stimmungmache veranstalten. Er hängt seine Fahne nach dem Wind.
    Erst redet er gegen das BVG und dann dafür.
    Erst kritisiert er Merkel, dann nimmt er die Kritik wieder zurück.

    Keiner in der Bundesregierung kann die Politik erklären, weil sie ideologisch ist und nicht sachlich.
    Sachlich geht alles vor die Wand, ideologisch ist alles richtig, da muss alles an die Wand fahren.
  2. #71

    Zitat von unter_linken Beitrag anzeigen
    Wirklich lustig, wie sich Augstein aus den verschiedensten Meinungen, Richtungen und Fakten was heraussucht, es dreht und wendet und am Ende kommt etwas dabei raus, dass sein einfaches und naives Weltbild beschreibt. Dass der Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, Wulff´s einzig sinnvoller gewesen wäre, ist das finale Armutszeugnis für Herrn Augstein.

    Woche für Woche betrunken, Herr Augstein das geht nicht mehr lange gut.
    Scheinbar meinen Sie ja, dass es Ihnen Abend für Abend gut tut - auch gefährlich, denken Sie mal an Ihre Leber.

    Helmchen
  3. #72

    Kein Einmischer- Giftmischer

    Zitat von josian Beitrag anzeigen
    Solcherlei Störung im Politikbetrieb hatten noch nie etwas befruchtendes. Ganz im Gegenteil, wie die Geschichte lehrt. So was wurde in der Vergangenheit(Weimarer Republik) meistens durch ein Attentat geregelt!
    Richtig. Und in Amerika wurden die Präsidenten umgebracht, die gegen die Banken agierten. DAnn wurde neu gewählt und alles fing von vorne an.
  4. #73

    Wullff war Merkals Mann aber nicht der Mann der Banken

    Zitat von sir wilfried Beitrag anzeigen
    ...der Präsident Wulf, gerade jetzt, wo es darum geht, die Verfassung endgültig auszuhebeln, hätte sie ihn an ihrer Seite gebraucht.
    Weshalb sie sich mit Händen und Füßen gegen Gauck wehrte, wird immer klarer.
    Wullff wird hier völlig falsch eingeschätzt und wurde gerade deswegen weg gemobt, weil er wahrscheinlich nicht den ESM Vertrag unterschrieben hätte. Ich zitiere aus der Wikipedia:

    "Im August 2011 kritisierte Wulff angesichts der Staatsschuldenkrise im Euroraum Aktivitäten von Spitzenpolitikern und Europäischer Zentralbank massiv.
    Zu seinen Positionen zählte, die Lasten der Krise müssten nun fair verteilt werden. Wulff halte den massiven Aufkauf von Anleihen einzelner Staaten durch die EZB für „rechtlich bedenklich“. Artikel 123 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verbiete der EZB den unmittelbaren Erwerb von Schuldtiteln, um die Unabhängigkeit der Notenbank zu sichern: „Dieses Verbot ergibt nur dann Sinn, wenn die Verantwortlichen es nicht durch umfangreiche Aufkäufe am Sekundärmarkt umgehen.“ Weiter sagt er: "Wer heute die Folgen geplatzter Spekulationsblasen allein mit Geld und Garantien zu mildern versucht, verschiebt die Lasten zur jungen Generation und erschwert ihr die Zukunft. All diejenigen, die das propagieren, handeln nach dem Motto: Nach mir die Sintflut."[30]
    Indirekt wandte der Bundespräsident sich auch gegen EU-Anleihen („Euro-Bonds“): er fragte „Mit wem würden Sie persönlich einen gemeinsamen Kredit aufnehmen?“ „Für wen würden Sie persönlich bürgen?“ Schon bei der eigenen Verwandtschaft werde es schwieriger.
    Zur Frage einer Staatsinsolvenz: „Selbst der Bürge kann sich unmoralisch verhalten, wenn er die Insolvenz nur hinauszögert.“ Es sei „ein großes Missverständnis, Solidarität allein an der Bereitschaft zu bemessen, andere finanziell zu unterstützen“.[31][32]

    Auf dem Bankentag sagte er:

    " Es war ein Fehler, den Kapitalverkehr und die Kapitalmärkte global zu deregulieren und zu liberalisieren, ohne zuvor einen funktionierenden globalen Ordnungsrahmen geschaffen zu haben. Ein Ordnungsrahmen, der erlaubt, was ökonomisch und finanzpolitisch gewollt ist und der drastisch ahndet, was unerwünscht und schädlich ist. Ein globaler Finanzmarkt braucht eine feste Ordnung mit klaren Regeln und fairen Wettbewerbsbedingungen. Damit stünde man in einer guten ordnungspolitischen Tradition.
    Wenn wir freien Kapitalverkehr und freie Kapitalmärkte bewahren wollen - und das steht am Ende auf dem Spiel - dann müssen wir diese Versäumnisse jetzt nachholen."

    Das hat den Banken gar nicht geschmeckt. Das war der wahre Grund, warum er verschwinden musste. Danke auch noch an den Spiegel, die Bild, die Faz und die Taz! Also Rot Grün Gelb Schwarz! Danke!
  5. #74

    Desinformation nicht Nicht-Wissen

    [QUOTE=onkel-ollo;10522150]Ich finde Gauck´s Fingerzeig in Richtung Kanzlerin/Kabinett absolut richtig gesetzt. Was die da auf europäischer Ebene in Sachen Euro- und Staaten- und Bankenrettung in irgendwelchen Kämmerchen verhandeln und vereinbaren ist im Ergebnis so kompliziert, daß es kaum jemand unter uns verständlich erklären kann. Die einen Sachverständigen sagen das sei ein gefährliches Fass ohne Boden, die anderen behaupten das sei die Rettung Europas.
    Ich verstehe mein Europa aber nicht mehr! "

    Mein Eindruck ist, dass die handelden Akteure, unsere Politiker und die Bank-Lobbyisten im Hintergrund, sehr viel mehr wissen als sie der Bevölkerung preis geben und dass dieser grosse Nebel des Nicht-Wissens weniger mit der schwierigen Materie, sondern mit Desinformation zu tun hat, mit bewusster falscher Informierung, mit Lügen also.
    Seit langem frage ich mich, warum lassen sich die Poltiker derart von der Finanzmafia erpressen, warum handeln sie so Finanzmafia-Konform? Bei deutschen Poltikern kann ich mir dieses Erpessungespotential nur so vorstellen, dass sie über die Landes-Banken in das böse Spiel als Mithandelnde, Mitprofiteure, Mitschuldige verwickelt sind.
    Abgesehen davon besitzen die Finanz-Oligarchen auch gute Verbindungen zu den Presse-Konzernen und können jeden Poltiker leicht fertig machen: Siehe Wulff, der sich vehement gegen Bankenmacht stark gemacht hat.
    Ich wiederhole aus der Wikipedia:

    "Im August 2011 kritisierte Wulff angesichts der Staatsschuldenkrise im Euroraum Aktivitäten von Spitzenpolitikern und Europäischer Zentralbank massiv.
    Zu seinen Positionen zählte, die Lasten der Krise müssten nun fair verteilt werden. Wulff halte den massiven Aufkauf von Anleihen einzelner Staaten durch die EZB für „rechtlich bedenklich“. Artikel 123 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verbiete der EZB den unmittelbaren Erwerb von Schuldtiteln, um die Unabhängigkeit der Notenbank zu sichern: „Dieses Verbot ergibt nur dann Sinn, wenn die Verantwortlichen es nicht durch umfangreiche Aufkäufe am Sekundärmarkt umgehen.“ Weiter sagt er: "Wer heute die Folgen geplatzter Spekulationsblasen allein mit Geld und Garantien zu mildern versucht, verschiebt die Lasten zur jungen Generation und erschwert ihr die Zukunft. All diejenigen, die das propagieren, handeln nach dem Motto: Nach mir die Sintflut."[30]
    Indirekt wandte der Bundespräsident sich auch gegen EU-Anleihen („Euro-Bonds“): er fragte „Mit wem würden Sie persönlich einen gemeinsamen Kredit aufnehmen?“ „Für wen würden Sie persönlich bürgen?“ Schon bei der eigenen Verwandtschaft werde es schwieriger.
    Zur Frage einer Staatsinsolvenz: „Selbst der Bürge kann sich unmoralisch verhalten, wenn er die Insolvenz nur hinauszögert.“ Es sei „ein großes Missverständnis, Solidarität allein an der Bereitschaft zu bemessen, andere finanziell zu unterstützen“.[31][32]

    Wulff hätte den ESM wahrscheinlich nicht unterschrieben. Er musste weg.
  6. #75

    Zitat von unter_linken Beitrag anzeigen
    Wirklich lustig, wie sich Augstein aus den verschiedensten Meinungen, Richtungen und Fakten was heraussucht, es dreht und wendet und am Ende kommt etwas dabei raus, dass sein einfaches und naives Weltbild beschreibt. Dass der Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, Wulff´s einzig sinnvoller gewesen wäre, ist das finale Armutszeugnis für Herrn Augstein.

    Woche für Woche betrunken, Herr Augstein das geht nicht mehr lange gut.
    Eine Gegenmeinung vorbringen ist die eine Sache, diese mit einer persönlichen Beleidigung zu versehen, die andere. Unschön.
  7. #76

    Zitat von famulus Beitrag anzeigen
    Ihrer Beurteilung schließe ich mich an. Augstein - nachdem der öffentlich in die Deutsche Fahne gerotzt hat, wofür gegen ihn Strafanzeige erstattet wurde, kann ich dieses Subjekt nicht mit "Herr" anreden - musste wohl eine Quote erfüllen. Man sollte derratigen Subjekten sowohl Mikrofon, Kamera als auch Schreibuntesilien verweigern.
    Wie schön, daß Sie nichts Weitergehendes fordern außer Berufsverbot.
  8. #77

    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    Was die Sache mit dem Alter betrifft, sehe ich das genau so - ob Gauck nun "alt" oder "jung" ist, spielt schlicht keine Rolle.

    Aber das mit dem Pfarrer ist schon nicht ganz so unproblematisch. Wir haben hier ja immerhin einen säkularen Staat, und dass da nun ausgerechnet ein religiöser Agitator (nichts anderes ist ein Pfarrer) an der obersten Spitze des Staates mitmischt, der - das liegt in der Natur der Sache - religiös alles andere als unparteiisch ist, kann durchaus mit Recht kritisiert werden.
    Dann sollten Sie uns allerdings nicht die Stellen schuldig bleiben, wo sich Gauck bisher als religiöser Eiferer aufgespielt hat. Die Relativierung der Islamansichten seines Vorgängers jedenfalls finde ich clever: "Der Islam gehört nicht zu Deutschland, die Muslime hingegen schon" ist eine präzise Formulierung. Damit der Islam zu Deutschland gehören könnte, müsste nämlich eine Integration stattfinden, gegen die sich beide Seiten verwehren.

    Und mir als Atheisten ist ein religiöser Mensch, der Freiheit und Nächstenliebe als hohe Güter ansieht sehr viel lieber, als ein intellektuell und moralisch unreifer Parteisoldat wie es Wulff war.
  9. #78

    Wenn der linke Spinner

    Augstein den Gauck lobt, muß der Gauck was falsch gemacht haben...
  10. #79

    Falscher Eintrag Rosbaud!

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen

    ...Ich bin für ein vereintes Europa, aber ich möchte kein neoliberales, „marktkonformes“ Merkel-Gauck-Europa, sondern ein demokratisches, solidarisches, soziales Europa, in dem nach wie vor das Sozialstaatsprinzip gilt, und nicht das Wettbewerbsprinzip.
    Das hier ist nicht ihr Traumbuch, das ist das SPON Forum! Nicht alles was marktkonform ist, ist undemokratisch, nicht solidarisch und unsozial, das ist nur in Ihrem "linkischen" Träumchen so.

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    „Das Land hat jetzt ein Protestantenpaar an der Spitze. Gauck ist der strenge Vater. Und Merkel ist die listige Mutter.“ So drückt es Augstein aus. Ich sehe nur ein schwäbisches Paar, dass in ihrem Häuschen einen Hausaltar aufgebaut hat, auf dem einem gewissen Heinrich Brüning geräuchern wird!
    Sie zeichnen sich die Welt so lange klein, bis diese in Ihre hineinpasst - ein typischer Charakterzug der Linke - Fans.


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