Und wenn er nicht geht, geht er in die Geschichte ein als der
Präsident, der sich das Amt erschlichen hat, obwohl er schon hätte vorbestraft sein müssen (niedersächsisches Ministergesetz und Antikorruptionsgesetz), der mehrmal in Interviews ganz offen die Bevölkerung belogen hat, der persönlich Droh- und Erpressungsanrufe bei unliebsamen und kritischen Presseberichten tätigt (Anruf bei Diekmann, Döpfner und Springer wegen dem Kredit), der schon nach einem Drittel seiner Amtszeit schon keine Reden mehr halten konnte, in denen die Wörter Ehrlichkeit, Redlichkeit, Vertrauen, Pressefreiheit, Integrität, Verantwortung und ähnliches vorkommt, weil dann die halbe Nation sofort anfängt laut über ihn zu lachen. Der erste
Präsident gegen den vor seinem Amtssitz mehrere Hundert Leute demonstriert und einen sofortigen Rücktritt gefordert haben, der erste
Präsident, der am Ende vielleicht sogar aus dem Amt rausgeklagt werden muss, wenn der niedersächsische Landtag in einem Untersuchungsausschuss feststellt, dass Wulff gegen das Minister- und Antikorruptionsgesetz verstoßen hat oder wenn die Berliner Staatsanwaltschaft auch offiziell feststellt, dass Wulffs Anrufe (und deren Text wird ja wohl heute Abend oder morgen in der Früh veröffentlicht) den Tatbestand der Nötigung oder Erpressung erfüllen.