DPAFür die vier Mobilfunkanbieter ist es ein herber Schlag: Die Bundesnetzagentur hat die Preise für die Durchleitung von Mobilfunkgesprächen erneut drastisch gesenkt. Während die Unternehmen sichere Einnahmen verlieren, dürften sich Handynutzer auf Preissenkungen freuen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-867760.html
Nach wie vor ist die Umsatz- und die Kapitalrendite der Unternehmen recht ordentlich. Nach wie vor wird viel geld investiert, um sich gegenseitig Kunden abzujagen.Mrken aufzubauen. Das wird sich auch nach der Preisanpassung nicht ändern. Jetzt besteht vieleicht uch genügend Anreiz, um die Datennetze vernünftig auszubauen. Bisher hatten die Netzbetreiber das nicht nötig, hatte man doch in den Telefonnetzen eine cash-cow, die man eifrig melken konnte. Werden die Margen hier schmaler, macht es Sinn, sich mehr uf den Datenverkehr zu konzentrieren.
Liebe Spiegel-Redaktion,
über die Auswirkungen von Kostenreduktionen braucht man nicht zu spekulieren:
Um festzustellen, ob die Preisgestaltung kosten- oder marktorientiert ist, genügt ein Blick nach Österreich, einem Land, wo erheblich höhere Gemeinkosten auf erheblich weniger Nutzer verteilt werden können.
Eine Standard-Leistung, die hier 30 Euro monatlich kostet, gibt es dort für 7,50 Euro.
Das ist relativ. Sicher sinkende Preise sind für viele gut. Aber die Netzqualität geht dabei den Bach runter. Grund ist, das die Konzerne die Gewinne auf dem aktuellen Niveau halten bzw sogar noch steigern wollen. Dies geht dann nur noch durch andere Massnahmen. Outsourcing der Mitarbeiter, sparen bei Wartung und Technik. Bei vielen Netzbetreibern sieht man ja dies schon seit langem..
Gewinner wird es dabei nicht geben. Sondern nur noch zu Dumpinglöhnen bezahlte Mitarbeiter und schlechter Service / Qualität beim Kunden. Das einzige was bleibt sind die steten Gewinne.
Wie man das lösen kann, keine Ahnung. Vielleicht hilft ein Gesetz, das Firmen dazu verpflichtet allen Mitarbeitern (auch die der 3...X'ten subunternehmer) vernünftige löhne zu zahlen bei humanen arbeitsbedingungen. wenn sie gewinn machen. (vor allem im millardenbereich). Ausserdem nicht nur die preise senken, sondern auch ein mindestmass an qualität und kundenrecht zu garantieren.
Der größte Bereich der Bundesnetzagentur ist die Energiewirtschaft. In Bezug auf die Strompreise hat sie regulatorischen Zugriff auf die NETZentgelte (wie der Name NETZagentur schon suggeriert). Und da gelten ähnliche Regeln wie im Telekombereich. Die Strompreise als Ganzes werden zusätzlich beeinflusst von Steuern, Abgaben, EEG-Umlage. Darauf hat die Bundesnetzagentur keinen Zugriff, d.h. sie kann auch nichts gegen deren Anstieg machen. Bezüglich "bestimmte Branchen": Telekom, Strom, Gas, Schiene, Post. Alles Netze. In der EU übrigens die einzige Regulierungsbehörde, die alle Netzindustrien in einem Haus bedient.
Die Handypreise sind nicht gerade das, wo man beim Lebensunterhalt verzweifelt. Es ist doch eher so, dass nur 2 Faktoren die Unzufriedenheit der Menschen seit der Wende heraufbeschworen haben:
Miete und Energie (Gas, Benzin, Strom).
Wem es gelingt da etwas zu bewegen, der hat die absolute Mehrheit bei den nächsten Bundestagswahlen schon sicher. Da vergisst man die sogenannte Eurokrise aber sofort...
Vor allem können jetzt endlich Preise für Verbindngen vom Festnetz zum Mobilfunk sinken. Da werden ja immer noch horrende Preise gefordert.
Ich bezahle 20€ im Monat für Telefon flat, SMS flat und Internet flat. Irgendwas müssen sich die Chefs von Vodafone und Co. Doch auch aufs Brot schmieren, oder?