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Bundesgerichtshof-Urteil: Unionspolitiker wollen Gen-Selektion von Embryonen verbiete

Wie weit darf Krankheitsprävention und genetische Selektion gehen?*Der Bundesgerichtshof hat die umstrittene Präimplantationsdiagnostik für legal erklärt - prominente Unionspolitiker*dringen jetzt im SPIEGEL auf ein Testverbot bei Embryonen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...705740,00.html
  1. #210

    Jahrhunderte an 'Tradition'

    Zitat von ...ergo sum Beitrag anzeigen
    Würde sich diese "Verbotsreligion" endlich einmal zu einer wirklichen Rechtsaufsichtsrelion im positiven Sinne mausern, dann würde sie sich völlig anders verhalten und anders sprechen.

    Wer Kondome verbietet, Aids als gottgewollte Strafe ansieht, Schwangerschaften infolge von Vergewaltigungen als "Gottes Willen" "begreift" ect. pp.
    - der muß schon ziemlich krank sein und / oder ein sehr inhumanes Menschenbild haben. = kann kein Christ i.S.d. Religion haben.
    Es gab Jahrhunderte an kirchlicher Macht weil man per göttlichen Strafen erfolgreich drohen konnte.
    Selbst die weltlichen Herrscher bekam man so etwas in Griff.

    Aber nicht nur Aggressivität sondern auch Ineffizienz ist im Spiel. Es es gut nach dem Kirchgang für die Hungerden zu sammeln. Aber ein Papst könnte zusätzlich bei BASF, Monsanto und John Deere echte Lösungen für die Hungernden einfordern.
    Stattdessen stürzen sich die Religösen auf winzige Zellen in wohlhabenden Staaten - wer soll das noch verstehen ?
  2. #211

    da kommen die R......... wieder aus ihren Löchern

    da hat das Pack wieder ein Thema womit sie nach langer untätigkeit und unfähigkeit wieder punkten können.
  3. #212

    Die Macht der Gene ist unübersehbar,

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Diese Möglichkeiten sind reine Spekulationen und werden grotesk überschätzt. Die Gene haben viel weniger Einfluss als man bis vor wenigen Jahren angenommen hatte und es ist viel schwieriger, sie zweckmäßig zu verändern.
    Warum informieren Sie sich nicht, bevor Sie solche Behauptungen in die Welt setzen?
    wenn alle Witwen eines Dorfes Kinder mit roten Haaren bekommen, wie sie der Witwentröster auch schon immer hatte.
  4. #213

    .

    Zitat von oida_ouden_eidos Beitrag anzeigen
    Die Macht der Gene ist unübersehbar, wenn alle Witwen eines Dorfes Kinder mit roten Haaren bekommen, wie sie der Witwentröster auch schon immer hatte.
    Ja, und alle Kinder haben Hand und Fuß, nur Ihr Wissen nicht;-)

    Das menschliche Genom hat etwa 30.000 Gene. In jeder Zelle sind bis zu 100.000 verschiedene Proteine. Wie kommen die alle zustande?
  5. #214

    .

    Zitat von oida_ouden_eidos Beitrag anzeigen
    Kinder mit roten Haaren
    Falls es Sie interessiert, welches Gen für die roten Haare maßgeblich ist. Vergessen Sie aber den alten Mendel nicht, der spielt in diesem Konzert auch noch mit.
  6. #215

    Für einen titelfreies SpOn-Forum.

    Zitat von oida_ouden_eidos Beitrag anzeigen
    wenn alle Witwen eines Dorfes Kinder mit roten Haaren bekommen, wie sie der Witwentröster auch schon immer hatte.
    Mal abgesehen von der Mächtigkeit der Gene, was Sie hier als Vorurteil absondern ist unerträglich. Witwen und Witwentröster als Grundlage einer Diskussion über Embryonen Auswahl. Ein Zeichen, von welchen Motiven Politiker beherrscht werden, um über so ein Thema zu diskutieren.

    Geile Witwen als Argument, hoffentlich ufert das Thema nicht noch mehr aus.

    MfG. Rainer
  7. #216

    Gehen Ihnen jetzt die Argumente aus

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Ja, und alle Kinder haben Hand und Fuß, nur Ihr Wissen nicht;-)
    Das menschliche Genom hat etwa 30.000 Gene. In jeder Zelle sind bis zu 100.000 verschiedene Proteine. Wie kommen die alle zustande?
    oder was soll ich daraus jetzt schließen?
    Was ist jetzt mit den 100000 Proteinen in einer Zelle? Können Sie die alle aufzählen oder welchen Vorsprung sehen Sie für sich gegenüber mir?

    Sind Sie sicher, dass in jeder Zelle 100000 Proteine sind, oder meinen Sie, jede Zelle wäre fähig 100000 verschiedene Proteine zu erzeugen?
    Sie haben behauptet, die Macht der Gene werde überschätzt. Das ist aber eine nur sehr bedingt wahre Aussage, denn die Gene bestimmen nun einmal ob ein Individuum eine normale Blutgerinnung hat oder eine Bluterkrankheit erbt. Ein kleiner Fehler in den Genen und der Mensch leidet an Sichelzellanämie.

    Das sind nur einige Beispiele für die eminente Macht der Gene.
  8. #217

    Antwort

    Ich gehe vom Jetzt aus. Möchten sie lieber leben, oder nicht leben? Ich lebe lieber, auch wenn ich Autist bin, da das Leben interessant ist, wenn auch oftmals schwierig. Ich würde ebenso kein autistisches Kind abtreiben lassen oder jene mit Down-Syndrom, etc, weil jene wertvolle Menschen sind. Zumal sterben alle Menschen, die genetisch nicht lebensfähig sind, von alleine, da braucht der Mensch nicht vorher selektieren, weil das die Natur von selbst regelt.
    Ebenso halte ich nichts davon, von Anfang an nicht lebensfähige Menschen künstlich irgendwie zum Leben zu zwingen durch medizinische Eingriffe.

    Geht man nach der Evolutionstheorie kann es auch fatal sein, wenn nur noch "normale" Menschen geboren werden, weil das evtl die Entwicklung zur Stagnation führen könnte oder zumindest verlangsamen könnte, was sich im Falle einer Lebensraumänderung tödlich für eine ganze Tierart auswirken kann, weil die Vielfältigkeit einer Art zunichte gemacht wird bzw deutlich reduziert wird. Wenn der Mensch also natürlich sich weiterentwickeln will, soll er es sein lassen an der Natur/an sich selbst herumzuexperimentieren und sollte es anstreben möglichst Vielfältig zu sein in seiner Art.

    Zumal solche Eingriffe in die Genetik schon in den Bereich der Eugenik gehen, was weitergeführt werden kann zur sog. "Rassenhygiene" und dieser Begriff und die damit verbundenen Ereignisse sollte den gebildeten Menschen bekannt sein. Hoffe ich.
    Es kann ja nicht sein, dass die Menschen wieder die selben Denkweisen entwickeln, wie vor etwa 77 Jahren. PID kann nunmal zur "Ressenhygiene" eingesetzt werden, und das wird sie dahingehend auch, wenn man als krank definierte Menschen von vornhinein ausselektiert, obwohl man nicht klar definieren kann, was alles "krank" sein soll und was "normal" sei. Wenn jemand sich ein Bein bricht, oder einen Infekt hat, ist er eindeutig krank, wenn jemand aber körperlich etwas anders gebaut ist, eine andere Denkweise/Wahrnehmung besitzt, etc, kann man nicht von "Krankheit" sprechen, tun viele Menschen/Ärzte aber, und daher ist es auch nicht gewährleistet, dass PID nur für die Ermittlung nicht lebensfähiger, oder schwerstbehindeter Menschen verwendet wird.
    Scheinbar wird zunehmend auch die Vielfalt der menschlichen Rasse als Krankheit definiert und nur eine (Schein-)Norm bestimmt?

    Den Einsatz von PID kann ich also nur dahingehend befürworten, wenn es ganz klare Regeln gibt, dass eben nur bestimmte sehr schwere Behinderungen, die ein Leben des Menschen erwiesenermaßen bei allen Menschen mit einem bestimmten Gendefekt nahezu unmöglich machen, Grund dafür sein dürfen, dass jener Embryo nicht eingesetzt wird. Ansonsten darf kein Auswahlverfahren stattfinden, sondern es muss auf natürlicher Weise zufällig geschehen, welche Eizelle von welchem Spermium befruchtet wird und sich nachfolgend entwickelt bzw bei PID, welcher Embryo nun eingesetzt wird.

    Da das aber in der Praxis so wohl nicht sein wird, bin ich gegen die PID, bis eine angemessene Gesetzesgrundlage dafür besteht, welche eben oben genannte Regeln/Anmerkung beinhaltet/berücksichtigt

    Da mir diese Diskussion kein Ende zu nehmen scheint, werde ich mich wieder ausklinken, da ich für Endlos-Diskussionen nicht meine Kraft verschwenden will, die ich anderweitig mehr benötige. Ich habe meine Meinung geäußert, und hoffe, dass vorerst PID verboten wird, und nachhergehend evtl genaue Regeln zur Anwendung von PID gesetzlich festgelegt werden, die oben genannte Dinge berücksichtigen.
  9. #218

    Das ist nicht ganz korrekt...

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Ja, und alle Kinder haben Hand und Fuß, nur Ihr Wissen nicht;-)

    Das menschliche Genom hat etwa 30.000 Gene. In jeder Zelle sind bis zu 100.000 verschiedene Proteine. Wie kommen die alle zustande?
    Wie schon angemerkt wurde, zeigen genetische Erkrankungen mit zum Teil geringen Änerungen der DNA, daß den Genen doch gewaltige Bedeutung zukommt. Ohne DNA keine Gene, ohne Blaupause kein Protein - ganz egal ob man nun Leseraster verschieben oder splicen kann. Ohne DNA auch keine Epigenetik.


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