Forum


 

Bundesgerichtshof-Urteil: Unionspolitiker wollen Gen-Selektion von Embryonen verbiete

Wie weit darf Krankheitsprävention und genetische Selektion gehen?*Der Bundesgerichtshof hat die umstrittene Präimplantationsdiagnostik für legal erklärt - prominente Unionspolitiker*dringen jetzt im SPIEGEL auf ein Testverbot bei Embryonen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...705740,00.html
  1. #10

    Gute Güte

    Diese Forderung von ein Christdemokraten treibt mir die Zornesröte ins Gesicht. Wenn man die Wahl hat zwischen einem normalen Leben (für Eltern UND Kind) oder einem Leben mit Behinderung, dann dürfte doch glasklar sein, welche die einzig richtige Entscheidung ist. Nämlich die des BGH.
    Entgegen aller Erfahrung hat die Justiz mal ein vernünftiges Urteil gefällt, Bravo!

    Einmal mehr zeigt die Kirche ihr menschenverachtendes Antlitz.
    Jedes Spermium heilig, jeder Embryo muss ausgetragen werden!
    Widerlich!
    Je schneller diese kriminelle Vereinigung verschwindet, desto besser.
  2. #11

    Aufschrei

    Damit werden eben Dinge berührt die manche für göttlich halten, klar das es den Aufschrei gibt.

    Wenn man aber schon eine künstliche Befruchtung hat, was ja eh schonmal auf schlechtere Vorraussetzungen schließen läßt, warum dann nicht eine gesunde, getestete Zelle?

    Oder haben da manche Angst, das die nachfolgende Generation schlauer, größer etc. sein könnte und man fühlt sich minderwertig?

    Wenn man bedenkt das es doch einige Menschen gibt die auf Kinder verzichten, weil Sie fürchten eine Krankheit weitergeben zu können und sich dann Vorwürfe machen würden. Könnte also vielen helfen.
  3. #12

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Wie Söder ausgesagt hat, soll religiös motivierte Ideologie über den Verstand triumphieren.

    ...

    Wozu also der ganze Aufstand? Alles wieder nur Selbstinszenierung, um den dummen Wähler zu umgarnen.
    Naja, CSU-Söder halt, was soll er sonst auch sagen ? Der muß doch seine bayrisch-katholischen Hinterwäldler als Kernwählerschaft bei der Stange halten.
  4. #13

    Falscher Gedanke

    Zitat von luri80 Beitrag anzeigen
    Verstehe ich Sie richtig? Sie wären lieber abgetrieben worden, als mit ihrem Herzfehler zu leben? Denn darauf läuft das ganze ja hinaus
    Er wüßte es nicht, seine Eltern hätten ein Kind ohne Herzfehler das hier seine Meinung posten würde.
  5. #14

    Re:

    Zitat von Ilu Beitrag anzeigen
    Wenn Sie die Wahl zwischen einem eigenen Kind haben, das an Mukoviszidose erkranken wird oder einem Kind, das in dieser Hinsicht gesund sein wird, für welches werden Sie sich entscheiden ?
    Ich denke nicht, dass diese Entscheidung dem Menschen ermöglicht werden sollte (Warum folgt weiter unten) und stehe bei diesem Thema für mich sehr ungewohnt klar auf der Seite der Union.

    Zitat von Ilu Beitrag anzeigen
    Und um eins klarzustellen: Ich halte es für grauenvoll und unverantwortlich gegenüber dem Kind, wenn Eltern es absichtlich mit einer schweren Behinderung zur Welt bringen, weil Sie ethische Bedenken haben !
    Wie glauben Sie sollte "schwere Behinderung" definiert sein? Und wer glauben Sie sollte "schwere Behinderung" definieren?
    Ist Mukoviszidose eine schwere Behinderung?
    Ist Trisomie 21 eine schwere Behinderung?
    Ist ein Genfehler, bei dem abzusehen ist, dass das Kind nur wenige Stunden unter Qualen leben wird, eine schwere Behinderung?
    Ist das Prader-Willi-Syndrom eine schwere Behinderung?

    Vor allem bei Frage 3) besteht denke ich Einigkeit, dass die Antwort "Ja!" lautet. Was aber mit den restlichen Krankheiten/Snydromen? Ich sehe für Politik/Ethik/Medizin keine Möglichkeit eine echte Grenze zu definieren, ab wann wegen der Ergebnisse der PID die Zelle absterben darf und solange keine klare Grenze gezogen werden kann, würde man mit einer Erlaubnis der Nutzung von PID der Eugenik alle Pforten öffnen.

    (Konsequenterweise muss in einer Diskussion über Präimplantationsdiagnostik, die wohl durch das Urteil jetzt entstehen wird, auch über Pränataldiagnostik diskutiert werden. Beides ungekoppelt zu lassen, löst keinerlei Problem.)
  6. #15

    ......

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie weit darf Krankheitsprävention und genetische Selektion gehen?*Der Bundesgerichtshof hat die umstrittene Präimplantationsdiagnostik für legal erklärt - prominente Unionspolitiker*dringen jetzt im SPIEGEL auf ein Testverbot bei Embryonen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...705740,00.html
    Würde die CSU sich bei der postnatalen "Selektion" ebenso konsequent christlich verhalten, wäre der Standpunkt respektabel. Auch wenn ich ihn nicht teile. So ist es einfach nur bigott.
  7. #16

    Es..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie weit darf Krankheitsprävention und genetische Selektion gehen?*Der Bundesgerichtshof hat die umstrittene Präimplantationsdiagnostik für legal erklärt - prominente Unionspolitiker*dringen jetzt im SPIEGEL auf ein Testverbot bei Embryonen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...705740,00.html
    ...ist immer wieder erschreckend mit welcher Chuzpe sich Leute aufblasen die gar nicht betroffen sind. Religiöse Argumente werden vorgeschoben wo es eigentlich um pure Ideologie geht. Und auch der Herr SöderÜberall quatscht auch noch rein. Das Urteil des BGH ist richtig.
  8. #17

    .

    Zitat von emr87 Beitrag anzeigen
    Wie glauben Sie sollte "schwere Behinderung" definiert sein? Und wer glauben Sie sollte "schwere Behinderung" definieren?
    Ist Mukoviszidose eine schwere Behinderung?
    Die Frage geht am Problem vorbei. Das BGH-Urteil zwingt niemanden, eine PID vorzunehmen. Sie zwingt die potenziellen Eltern nicht mal, nach einer PID einen Embryo wegen eines Gendefekts abzulehnen! Ein Verbot aber zwingt alle Beteiligten zu einem bestimmten Verhalten und zu bestimmten Folgen, mit denen die Eltern und vor allem die Kinder dann allein gelassen werden. Dann will der Staat in Person der verantwortlichen Politiker nichts mehr wissen. Ob das ein Verständnis von Menschenwürde ist?
  9. #18

    Wie immer

    Zitat von emr87 Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass diese Entscheidung dem Menschen ermöglicht werden sollte (Warum folgt weiter unten) und stehe bei diesem Thema für mich sehr ungewohnt klar auf der Seite der Union.
    ...
    (Konsequenterweise muss in einer Diskussion über Präimplantationsdiagnostik, die wohl durch das Urteil jetzt entstehen wird, auch über Pränataldiagnostik diskutiert werden. Beides ungekoppelt zu lassen, löst keinerlei Problem.)
    Wenn Sie betroffen sind können Sie doch immer noch tun was Sie möchten. Warum meinen einige immer den anderen Vorzuschreiben was Sie zu tun haben?
    Entscheidungsfreiheit!
  10. #19

    Zitat von DerMicha Beitrag anzeigen
    Sorry, aber wenn man genetische Selektion gutheißt, kann man nicht alle Tassen im Schrank haben.
    Von mir daher volle Unterstützung der Gegner.
    Soweit ich unsere derzeitigen Politiker kenne, wird dann als nächstes eine "Behindertenquote" (wegen der Diskriminierung Behinderter, siehe Artikel) gefordert.

    Ich sehe nicht, warum man relativ große Embryonen bei nachgewiesener Behinderung abtreiben darf, aber eine Zellhaufen aus 4 Zellen mit derselben nachgewiesenen Behinderung austragen muss.


TOP



TOP