CorbisWer beim Online-Banking leichtfertig auf Betrüger hereinfällt, muss selbst für den Schaden haften. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Im konkreten Fall wurde ein Rentner um 5000 Euro geprellt. Er hatte zehn Tan-Nummern weitergegeben.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...829504,00.html
Vor'm BGH ist Anwaltszwang (§ 78 ZPO) - welcher Abzocker von Anwalt (davon gibt's nicht viele dort zugelassene) hat den Kläger (der offensichtlich zuviel Geld hat) für diesen m.E. aussichtslosen Fall animiert?
90% der Leute unter 50 die ich kenne haben ebenfalls keine Ahnung wie sie Trojaner etc. wieder loswerden (einzig richtig und sinnvoll ist formatieren). Dafür hat aber die sog. "Netzaffine" Generation oft nicht einmal die aktuellen Patches und Updates und hält sich für so clever, das ihnen das ja nie passieren würde.
Es ist schlicht Unfug zu behaupten, es läge am Alter. Der Unterschied ist nur, das sich die jüngeren für viel cleverer halten als sie es sind.
Und damit jetzt nicht wieder das "och Menno Du hast ja keine Ahnung" Argument kommt. Ich arbeite seit Jahren in der IT-Branche und kann meine Äusserungen auch durch die Praxis untermauern.
...und schützt vor peinlichen Kommentaren.
NICHT die offizielle Website der Bank wurde gehackt, sondern der Kundenrechner war nicht clean. Ich zitiere aus dem Artikel: Bei einem sogenannten Pharming-Angriff "wird der Rechner nach einem Virenbefall so manipuliert, dass er beim Versuch, bestimmte Websites aufzurufen, gefälschte Versionen dieser Websites anzeigt, obwohl die korrekte Adresse angegeben wurde".
Wer also seine AV-Software aktuell hält und gleichzeitig nicht so blöd ist, 10 TAN-Nummern auf einmal in ominöse Felder einzutippen, dem passiert so etwas auch nicht. Doppelfail - und das gehört bestraft. Da kann die Bank nämlich WIRKLICH nichts dafür.
Und nein, ich arbeite bei KEINER Bank.
In dem Artikel steht zwar nicht wie alt der Rentner war, aber warten Sie mal ab wenn Sie 80 Jahre alt sind und von der zukünftigen Technik überrannt werden.
Viele ältere Menschen gingen früher zur Bank wo der freundliche "Bankbeamte" die Überweisung für den handschriftlich ausfüllte. Diesen Service bieten die Banken heute nicht mehr an.
Ich kann mir durchaus vorstellen das viele alte Menschen einfach mit dem Internet überfordert sind.
Die Eingabe von TAN´s ist eine veraltete Technik und die Bank sollte ihre Kunden besser schützen - technische Möglichkeiten gibt es genug, z.B. TAN per SMS, Kartenlesegeräte etc.
Was mich allerdings am meisten wundert ist das man den Kontoinhaber bei der griechischen Bank nicht ermitteln konnte.
Kann man in Griechenland ein Konto auf Zuruf eröffnen? Dann sollte die griechische Bank haften.
Der Redakteur hat sich etwas unklar ausgedrückt.
Der Rechner des Kunden wurde befallen und die Namensauflösung gefälscht.
Trotz richtiger Eingabe der URL wurde nicht der Rechner der Bank, sondern der Rechner der Betrüger aufgerufen. Der Bankrechner war nicht befallen.
Das Problem ist, die Menschen wissen nicht was eine Namensauflösung ist und diese eben auch gefälscht werden kann. Mangelnde Bildung. ;-)
Die Bank muss man in diesem Fall wirklich freisprechen: Ihr Server war nicht befallen und sie haben den Kunden darauf hingewiesen niemals mehr als eine TAN weiter zugeben.
Für mein Empfinden geht das Urteil in Ordnung.
Schau'n mer mal: Also, es geht um eine Bank. Schon mal generell von von vorne herein etwas Böses. Der Feind schlechthin. Und in der Tat bin ich auch nicht gerade ein Bankenfreund, gelinde gesagt. Wäre etwas ähnliches aber durch die gefälschte Seite von irgendetwas ganz Liebes, Nettes, wie etwa greenpeace oder die Robbenbabyschützer passiert, wäre hier die "selber Schuld"-Fraktion hier sicherlich größer. Wie auch immer, meines Erachtens hat sich der Mann fahrlässig verhalten, denn solche Nummern gibt man nirgendwo en masse im Netz ein. Ich weiß ja nicht, wie gut die Bank beraten hat, das wird sich wohl auch nicht mehr feststellen lassen, aber, sorry, ich halte das Urteil für in Ordnung.