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Bundesgerichtshof: Bankkunden haften für Fehler beim Online-Banking

CorbisWer beim Online-Banking leichtfertig auf Betrüger hereinfällt, muss selbst für den Schaden haften. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Im konkreten Fall wurde ein Rentner um 5000 Euro geprellt. Er hatte zehn Tan-Nummern weitergegeben.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...829504,00.html
  1. #40

    Wer lesen kann, ist im Vorteil: Dabei wird der Rechner nach einem Virenbefall so manipuliert, dass er beim Versuch, bestimmte Websites aufzurufen, gefälschte Versionen dieser Websites anzeigt, obwohl die korrekte Adresse angegeben wurde.
  2. #41

    Nepper, Schlepper, Bauernfänger

    Erinnert sich noch jemand an diese Sendung?

    Da war der Fall von Trickbetrügern, die sich als Polizisten ausgaben, um die Ersparnisse von Rentern auf Falschgeld zu prüfen...
    Muss dann die EZB haften?

    Man kann nicht jeden Blöden beschützen, ansonsten wird das Leben für den Rest zu kompliziert - z.B. Überweisung meiner frz. Bank wo ich den Empfänger schriftlich(!) anmelden muss... dafür gibt es aber keine TANs, sondern nur noch ein 6-stelliges(!) Passwort
  3. #42

    Artikeln immer das Gefuehl haben, dass nur der Kunde haftet, weiss ich auch nicht. Vielleicht haben Sie nicht zu Ende bedacht, dass man fuer eigene Dummheit selber haftet. Man stelle sich nur einmal Ihr Szenario in Wirklichkeit vor. Nicht auszudenken, welche Folgen das haette, nicht wahr!
  4. #43

    Thema

    Zitat von thepunisher75 Beitrag anzeigen
    ..immer mehr das Gefühl, das in der nahen Zukunft IMMER nur der Kunde, Arbeitnehmer, Käufer, etc. haften wird und nicht die Bank/der Arbeitgeber/das Unternehmen ?...
    Kurze Frage: Haben Sie das Thema dieses Threads verstanden? Ist Ihnen klar, worum es geht? Fein. Dann versuchen Sie es mit einem neuen Post. Zum Thema.
  5. #44

    Zitat von sbonk Beitrag anzeigen
    Die offizielle Seite der Bank wird gehackt und der Kunde haftet? WTF?
    Wurde sie nicht. Der Spiegel schafft es nur mal wieder nicht verständlich zu schreiben. Im Artikel steht zwar fälschlicherweise erst:

    Im Jahr 2008 war auf der offiziellen Website der Bank des Kunden eine täuschend echt aussehende Aufforderung erschienen, zehn Geheimzahlen für Online-Überweisungen weiterzugeben, doch hatten Betrüger die Nachricht dort platziert. [...]
    Allerdings heißt es dann später, im Detail und richtig:

    Dem Gericht zufolge war der Betroffene einem sogenannten Pharming-Angriff zum Opfer gefallen. Dabei wird der Rechner nach einem Virenbefall so manipuliert, dass er beim Versuch, bestimmte Websites aufzurufen, gefälschte Versionen dieser Websites anzeigt, obwohl die korrekte Adresse angegeben wurde.
    Es wurde also nicht die Seite der Bank gehackt.
  6. #45

    kann man das, was der Rentner gemacht hat, nicht nennen. Das ist wohl eher Dummheit. Ich empfinde es als Frechheit, dass er für seine Dummheit die Bank verantwortlich machen will. Ich würde dem Rentner mit einem warmen "Auf Nimmerwiedersehen" das Konto kündigen.
  7. #46

    ???

    Zitat von sbonk Beitrag anzeigen
    Die offizielle Seite der Bank wird gehackt und der Kunde haftet? WTF?

    Dem Gericht zufolge war der Betroffene einem sogenannten Pharming-Angriff zum Opfer gefallen. Dabei wird der Rechner nach einem Virenbefall so manipuliert, dass er beim Versuch, bestimmte Websites aufzurufen, gefälschte Versionen dieser Websites anzeigt, obwohl die korrekte Adresse angegeben wurde.
    Die offizielle Seite der Bank war ok. Der Rechner des Kunden war manipuliert.
  8. #47

    Zitat von glen13 Beitrag anzeigen
    Man gibt ja auch nicht anderen den seinen Autoschlüssel, "weil sonst die Betriebserlaubnis erlischt".
    Was ? Wo leben Sie ?
    Der alte Mann ist halt auf Betrüger reingefallen, da kann man die Bank nicht in Haftung nehmen.
    Hab grad einen größeren Betrag abgehoben , werde nächste Wo versuchen die Bank zu überzeugen das ich das gar nicht war :-)

    Pishingmails hab ich immer gerne ausgefüllt, viel Phantasie war nicht nötig aber ich bekomme ja keine mehr.
  9. #48

    Zitat von thepunisher75 Beitrag anzeigen
    ..immer mehr das Gefühl, das in der nahen Zukunft IMMER nur der Kunde, Arbeitnehmer, Käufer, etc. haften wird und nicht die Bank/der Arbeitgeber/das Unternehmen ?! Man merkt auf jeden Fall das unsere Wirtschaft immer mehr darauf ausgelegt ist, den Arbeitnehmer/Kunden oder Käufer übers Ohr zu hauen und den Arbeitgeber/Bank oder Unternehmen mit Vorteilen zu bestücken, obwohl diese die sowieso schon haben. Und wenn ich sowas hier lese, dann frage ich mich WER im Bundesgerichtshof eigentlich von der Bank bezahlt wurde, damit diese Entscheidung getroffen wurde ? Sieht nähmlich so aus, als haften Banken/Banker/Investoren im 21.Jahrhundert in Deutschland nähmlich für gar nichts mehr.
    Kunde übers Ohr hauen? Geht's noch? Der Mann hat aus eigener Doofheit jemandem 10 TANs gegeben, so dass dieser lustig Überweisungen tätigen konnte. Dann wurde damit die Überweisungen getätigt, die der Kunde dann doch nicht haben will. Pech. Was kommt als nächstes, wenn mir die teure Verpackung von eBay nicht gefällt, muß das auchdie Bank zahlen?
  10. #49

    Wie soll das praktisch gehen?

    Zitat von Emmi Beitrag anzeigen
    Es würde ja evtl. schon helfen, wenn bei (Onilne- bzw- Mobil-)Überweisungen ab einem Betrag X die Bank mal kurz bei dem Kunden rückfragt, ob das so seine Richtigkeit hat. Da das Aufwand ist, kostet es Geld. Wenn der Kunde das nicht zahlen will, kann er schriftlich darauf verzichten und dadurch die Bank von einer Haftung im Falle des Falles frei stellen...
    Menschen überweisen 24h am Tag, 7 Tage die Woche Geld. Dazu machen das wahrscheinlich hunderte Personen parallel. Wie soll die Bank da jetzt jeden Einzelnen kontaktieren, ob das soweit okay ist?! Jeden anrufen? Jedem einen Brief schreiben, sodsas die Überweisung dann 3 Tage später ausgeführt werden kann? Sorry, aber dieser Vorschlag ist doch so was von praxisfern.

    Selbst wenn man die Grenze für Überweisungen, ab denen die Bank explizit nachfragen muss, auf sagen wir mal 500 € festsetzt. Was glauben Sie, wie viel Kriminelle jetzt wohl pro Überweisungan Geld transferieren? Bestimmt keine Beträge >= 500 €.
    Nein, nein, hier sehe ich bei den Banken keine Schuld. Die Wichtigkeit und die Pflicht zur Geheimhaltung wird von den Banken gebetsmühlenartig geprädigt, was sollen sie denn noch machen?! Bei diesem Fall kann man nur sagen: Selbst Schuld.


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