Forum


 

Bundesgerichtshof: Bankkunden haften für Fehler beim Online-Banking

CorbisWer beim Online-Banking leichtfertig auf Betrüger hereinfällt, muss selbst für den Schaden haften. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Im konkreten Fall wurde ein Rentner um 5000 Euro geprellt. Er hatte zehn Tan-Nummern weitergegeben.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...829504,00.html
  1. #240

    Jetzt machen Sie es mal halblang

    Zitat von ELIASS Beitrag anzeigen
    Diejenigen die sich über die "Doofheit" des Rentners lustig machen und dessen Verlust auch noch als verdientes Schicksal betrachten, können nicht weiter denken, als über den Rand ihrer Lidl-Bierdose.
    Man sollte nicht von sich auf andere Leute schließen

    Erstens, hat kein Mensch wegen seiner Hilflosigkeit oder seines Alters verdient, übers Ohr gehauen zu werden. Sogar ein Blinder muss darauf vertrauen können, dass eine Kassiererin ihn nicht beim Wechselgeld betrügt.
    Stimmt schon, hat aber mit dem aktuellen Fall überhaupt nichts zu tun

    Zweitens werden die Banken dieses Urteil nutzen, um die Haftung für ihr Onlinebanking noch weiter in die Verantwortung der Kunden zu schieben, weil Banken nun mal noch grössere Gauner sind als die Pisher.
    Allgemeinplätze, die wiederum mit der Sache nichts zu tun haben

    Davon würden auch die Schlaumeier hier betroffen sein, wenn ihr Onlinekonto mit Methoden geplündert wird, die nur noch IT-Fachleute durchschauen.
    Seit Jahr und Tag wird mitgeteilt, dass man niemals TAN-Ziffern herausgeben soll. Geben Sie Ihre Brieftasche ab, wenn ich Sie darum bitte ? Na also !

    Die Banken behaupten dann nämlich, dass man nicht alle Updates seines Betriebssystems und vielleicht auch nicht rechtzeitig eine Aktualisierung des Virenscanners vorgenommen hat usw. Der der Kunde muss dann das Gegenteil beweisen, weil die Bank immer beweisen können wird, dass ihr Portal nicht gehackt worden ist, sondern der Kunde. Dies so zu drehen, wird schon jetzt von den Banken versucht.
    Hat mit der Weitergabe von TAN-Nummern überhaupt nichts zu tun. Die Weitergabe hätte auch kein Virenscanner und kein anderes Betriebssystem verhindert.

    Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Banken, die mit Onlinebanking Personal einsparen, sich nicht um eine 100% Sicherheit beim Onlinebanking bemühen müssen. Sie dürfen die Abwicklung des Banking so einfach gestalten, dass auch weniger Intelligente damit zurecht kommen. Und zwar auf Kosten der Sicherheit. So kommen sie zu einer möglichst grossen Zahl von Onlinekunden.
    Wie einfach hätten Sie es denn gern noch ? Dass Ihnen eine Mitarbeiterin der Bank bei der Online-Überweisung die Finger auf die Tastatur legt ?

    Richtig und rechtlich sauber wäre es, wenn der Vorgang des Onlinebanking ohne Rücksicht auf technisch weniger Begabte auf Sicherheit ausgelegt wäre. So dass Menschen, wie der Rentner gar nicht erst versuchen, an diesem Verfahren Teil zu nehmen und die Bankfiliale aufsuchen müssen, wo ihnen -hoffentlich ehrliche- Mitarbeiter behilflich sind.
    Erinnert mich irgendwie an die Methode vor Äonen, wo man mit einer Überweisung zur Bank rennen mußte. Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden ?

    Aber auch die Richter scheinen die hilflose Bevölkerungsgruppe zum Abschuss frei gegeben haben.
    Der Richter - wenigstens einer mit Hirn....
  2. #241

    Noch ne Idee

    Zitat von Beute Beitrag anzeigen
    sollte schon das zur Zeit sicherste anwenden. Wenn ich zum Beispiel mein Girokonto aufrufe ist dieses verschlüsselt , zu erkennen am geschlossenen Schloßsymbol (dieses kann man anklicken und dann sieht man ob diese Seite verifiziert ist). Dann sollte man bei diesem Konto einen TAN-Generator benutzen , kostet bei der Sparkasse ca. 10 €. Bei der Anforderung einer TAN muss man den Generator mit eingeschobener EC-Karte an ein bestimmtes Feld an den Bildschirm halten dann erfolgt die Übertragung der geforderten TAN an den Bildschirm im Generator. Diese TAN trägt man dann an der Stelle für die geforderte TAN ein. Das ist eine einfache feine Sache.
    Bei meinen Tagesgeldkonten arbeite ich nur mit Banken die eine M-TAN anbieten. Dort bekommt man bei jeder Transaktion eine TAN per SMS auf das Handy geschickt.
    Ich mache all meine Bankgeschäfte über meinen Computer und das seit vielen Jahren und hatte noch nie Probleme.
    Hilfreich ist natürlich auch wenn ich nach Möglichkeit täglich meine Kontobewegungen verfolge und ein aktueller Virenscanner ist auch zu empfehlen.
    Ganz nebenbei ich bin auch seit ein paar Jahren Rentner.
    Zur Bank gehen, dort einen kleinen Kartenleser bestellen (ca. 20 Euros), HBCI-Karte gleich mitbestellen. Kartenleser per USB anschließen und die Karte laut Anleitung einrichten (evtl. auch mit telefonscher Hilfe der Bank).
    Ergo - keine TAN. Nur Eingabe eines Passworts am externen Kartenleser in Verbindung mit der HBCI-Karte.
  3. #242

    Zitat von storchenfreund Beitrag anzeigen
    ...

    Ich wage die Prognose, daß es bald auch wieder ganz normale Bankfilialen mit richtgen Menschen hinter richtigen Schaltern geben wird. Wenn eine Bank sich dieser Erfordernis verweigert, sind die älteren Kunden für sie verloren. Und die Älteren sind es, die die grössten vermögen besitzen.
    Hab ich irgendwas verpasst? Altenreichtum in der Zukunft, vermutlich wegen der Riester Superrendite. In zwanzig Jahren wird niemand mehr wissen wie ein Überweisungantrag aus Papier aussieht.
  4. #243

    Märchenstunde

    Zitat von seiby Beitrag anzeigen
    Ich würde sofort merken, wenn ich nicht auf der seite meiner Hausbank wäre. Denn ich gebe immer beim ertsen Versuch eine falsche PIN ein. Eine Fake-Seite würde sie akzeptieren, da sie ja die richtige nicht kennt. Mir wäre dann klar, dass ich meinen Rechner sofort vom Netz trennen sollte.

    So einfach kann Sicherheit sein.
    Entweder haben Sie eine ausgeprägte Phantasie ODER eine sehr schlechte Bank! Wenn Sie tatsächlich bei jedem Login erst mal einen Fehlversuch hätten, würde sich eine gute Bank mal schleunigst mit Ihnen in Verbindung setzen.

    Und wenn ein Schadprogramm bzw. eine FAKE Seite von Ihnen dann mit falscher PIN gefüttert wurde und selber einloggen möchte, ist nach 3 Versuchen normalerweise ENDE im Gelände, weil Zugriff gesperrt! Dann könnten Sie nur noch zum Hörer greifen und bei der Bank anrufen, damit die Sperre aufgehoben wird.

    Ihren Beitrag werte ich deshalb mal als Gute-Nacht-Geschichte...
  5. #244

    Wenn

    Zitat von garfi81 Beitrag anzeigen
    Der Kunde haftet doch auch schon für das Spekulationsrisiko von den Banken. Jetzt muss er den Safe auch noch selber sichern.
    Jemand nicht in der Lage ist, die einfachsten Sicherheitsregeln einzuhalten, sollte er wie früher "von Hand" zur Bank gehen.
  6. #245

    Es

    Zitat von adal_ Beitrag anzeigen
    Das mag ja sein.

    Die Banken sollten sich aber langsam mal fragen, ob ihre Vertriebsstrategie wirklich clever ist. Immerhin können sie mit Online-Banking eine Menge Personalkosten einsparen. Sie sollten also - möchte man meinen - ein Interesse haben, dass möglichst viele online gehen.
    gehen Millionen online-(banking). Die Wenigsten haben ein Problem.
  7. #246

    Zitat von tetaro Beitrag anzeigen
    Wie alt sind Sie? Und haben Sie vielleicht Verwandte die 80 Jahre alt sind?
    Und meinen Sie, dass Sie selbst noch technisch auf dem Laufenden sind, wenn Sie mal so alt sind?
    Wie wäre es dann, auf solchen moderen Schnick-Schnack wie Onlinebanking zu verzichten ? Wenn ich mit etwas nicht klar komme, dann muß ich es halt sein lassen. Und gerade beim Zahlungsverkehr gibt es ja immernoch die Alternative, das in Papierform in der Bankfiliale zu machen.

    Meine Oma ist über 80 Jare alt, die würde sich nie einen Computer zulegen, geschweige denn darüber in's Internet gehen und die Bankgeschäfte darüber abwickeln. Dazu fehlt ihr ganz klar das technische Verständnis, die ist froh, wenn sie den Fernseher unfallfrei einschalten kann. Finde ich völlig in Ordnung, man muß in dem Alter nicht mehr technisch fit sein.

    Aber wenn sich jemand aus der Altersgruppe dafür entscheidet, muß er auch die Verantwortung für das Handeln am Rechner übernehmen. Da ist das Alter keine Ausrede.

    Noch gefährlicher wird's , wenn Rentner am Steuer sitzen. Kaum noch gerade gehen können, hören&sehen funktioniert mäßig auf niedrigem Niveau, Reaktionsvermögen einer fußlahmen Schildkröte, aber noch selbst Autofahren wollen.
  8. #247

    Es gibt doch schon eine Lösung

    Zitat von storchenfreund Beitrag anzeigen
    Mit dieser Anmerkung haben Sie vollkommen Recht, die Banken werden sich etwas einfallen lassen müssen, angesichts der alternden Bevölkerung in Deutschland.

    Ich wage die Prognose, daß es bald auch wieder ganz normale Bankfilialen mit richtgen Menschen hinter richtigen Schaltern geben wird. Wenn eine Bank sich dieser Erfordernis verweigert, sind die älteren Kunden für sie verloren. Und die Älteren sind es, die die grössten vermögen besitzen.
    Eine über 80jährige Tante von mir hat noch niemals einen geldautomaten benutzt und geht seit Jahren an den Schalter. Das kann es auch in 50 Jahren noch geben, na und? Wer meint, er müsse Online-Banking machen und dennoch sich mit den Sicherheitshinweisen nicht beschäftigt, ist selbst schuld.

    Af jeder Starseite einer Bank steht: "Wir werden Sie niemals....." etc etc etc
  9. #248

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Hat mit der Weitergabe von TAN-Nummern überhaupt nichts zu tun. Die Weitergabe hätte auch kein Virenscanner und kein anderes Betriebssystem verhindert.
    des beste Satz bisher in dieser Diskussion. Danke...

    Der verseuchte Rechner des Rentners war und ist überhaupt nicht dass Problem. Warum verstehen viele es einfach nicht und fangen an über Sicherheitssysteme, Windows sei gefährlich und Virenscanner und sowas unsinniges zu diskutieren?

    Der Rentner hat sein TAN's (also ein Sicherheitswerkzeug) ohne nachzudenken irgendwo eingegeben und abgeschickt.

    Es ist so als ob jemand Einbrechern die Schlüssel zu seiner Wohnung gibt, und im nachhinein fangen alle an über die unsichere Tür aus Holz zu diskutieren...

    Das beste Sicherheitssystem bringt nichts, wenn der Benutzer die Sicherheitswerkzeuge weitergibt...
    Leicht zu verstehen oder?
  10. #249

    10 TANs

    Wie blöd muss ich eigentlich sein, dass ich bei einer Transaktion 10 TANs verwende? Gut, das ist ein alter Fall, aber man musste schon immer wissen, was man im macht. Gut, ich bin auch schon mal auf eine Abofalle reingefallen - llerdings ohne Konsequenzen - einfach nicht gezahlt, Strafanzeige gestellt und später nichts mehr gehört.


TOP



TOP