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Bundesgerichtshof: Bankkunden haften für Fehler beim Online-Banking

CorbisWer beim Online-Banking leichtfertig auf Betrüger hereinfällt, muss selbst für den Schaden haften. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Im konkreten Fall wurde ein Rentner um 5000 Euro geprellt. Er hatte zehn Tan-Nummern weitergegeben.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...829504,00.html
  1. #180

    Der Titel ist von SPON schon sehr reisserisch gewählt. "Der Kunde haftet für Fehler beim Online-Banking" suggeriert, dass das Online-Banking der Bank fehlerhaft war und nun der Kunde haftet... Dem Artikel kann man dann entnehmen, dass der Rechner des Kunden infiziert war und er auch die übrigen Vorsichtsmaßnahmen nicht eingehalten hat. Seriöser wäre zum Beispiel folgender Titel gewesen: "Bank haftet nicht für Fehler des Kunden." Aber so gibt's wahrscheinlich mehr Leser für diesen Artikel....
  2. #181

    Na was wohl...

    Zitat von edwin.schwartz Beitrag anzeigen
    ... ist es - aber was soll der arme alte Rentner machen?
    Bankfilialen werden geschlossen, die Sparkassen dünnen ihr
    Filialnetz aus ... manchmal treibt das schon kuriose Blüten: Die
    COMMERZBANK-Filiale in Bad Neunahr hat keine Kasse mehr, Geld gibt's
    da nur am Automaten - kein Witz !
    Soo alt ist er Rentner nicht, habe einen Beitrag im TV gesehen. Der Mann ist noch sehr "rüstig"....

    Ich bin auch Rentnerin und ich erledige meine Bankgeschäfte auf altmodische Art und Weise. (Meine Bank ist übrigens 40 km weiter, ich bin weggezogen, aber wegen gutem Service bei der Bank geblieben..)
    Ich fülle ein Überweisungsformular aus und werfe es in den Briefkasten (natürlich in einem Briefumschlag). Das kostet zwar 55 cent Porto, aber da kann nix schiefgehen. Ich warte immer, bis ich paar Rechnungen etc. zusammenhabe, bis ich so einen Umschlag fülle und zur Post bringe.

    Geld hole ich am Automaten, andere Dinge erledige ich einfach telefonisch. Ich hatte damit noch nie Probleme.

    NIEMAND ist gezwungen, online-banking zu machen. Und das sollte man gerade dann nicht tun, wenn man (wie ich) kein PC-Experte ist.
  3. #182

    Zitat von rst2010 Beitrag anzeigen
    meiner meinung nach sind allein die banken schuld, die den kunden inherent unsichere verfahren anbieten, an denen sie immer wieder rumbasteln, ohne jemals die sicherheit etablierter bankingverfahren (hbci/fin-ts) zu erreichen.
    Na klar, die Banken zwingen Ihre Kunden ja auch dazu Online-Banking zu betreiben nicht wahr?

    Tabakkonzerne zwingen die Raucher dazu 20 Schachteln am Tag wegzuqualmen, Coca Cola zwingt Kinder dazu 10 Liter Zuckerwasser am Tag wegzuputzen, Automobilkonzerne zwingen Autofahrer dazu, ein statistisch gesehen hochgefährliches Verkehrmittel zu benutzen...und müssen ihrer Meinung nach alle dafür haften, wenn der Endverbraucher "schaden" erleidet ja?
    Sonst ist ihre Welt in ordnung ja?

    Nur weil ein Rentner es nicht schafft, seinen Rechner ordentlich sauber zuhalten, sein Gehirn vom dem Klicken einzuschalten, fordern Sie nach mehr Sicherheit, die es wie sie selbst sagen, garnicht gibt, garnicht geben kann.

    Also was wollen Sie erreichen? Ihr supersicheres HBCI-System? Kennen Sie sogenannte Sicherheitslücken? die gibt es überall. Auch in ihrem tollen System.
    Und wer wird für die Kosten für das System aufkommen müssen? dreimal dürfen Sie raten. 99% der Bankkunden, die ihr Gehirn einschalten können müssen für neue System blechen, nur wer 1% kein Gehirn besitzt.

    Mich beunruhigt es, wenn gefühlte 70% der Leser diesen nicht schwerverständlichen Artikel nicht im Ansatz kapieren und die Bank als bösen Täter hinstellen wollen.

    Wer Online-Banking bei seiner Bank beantragt, hat der Bank klar versichert, dass er über ein Gehirn verfügt.
  4. #183

    wer so dumm ist gehört bestraft. aber ich nehme an er hat bei der sache auch was gelernt. nochmal passiert ihm das wohl nicht...
  5. #184

    richtig

    Zitat von sbonk Beitrag anzeigen
    Die offizielle Seite der Bank wird gehackt und der Kunde haftet? WTF?
    ..lesen hilft: der rechner des rentners war das ziel, nicht die website der bank.
  6. #185

    Gutes und richtiges Urteil

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    ...öb er Online-Banking nutzt, in 9 von 10 Fällen wird mit NEIN geantwortet - viel zu unsicher !
    Aber das war schon immer so und wird auch so bleiben.

    Wer täglich bei der Bank arbeitet kann sicher auf Onlinebanking verzichten (das mit den Sicherheitszweifeln der Bankleute glaube ich so nicht, die werden doch nicht die eigene Branche runterreden, da ist wohl auch etwas gewünschte Selbstbestätigung des Bloggers dabei). -

    Ich nutze seit hundert Jahren Onlinebanking und hatte noch nie ein Problem damit. Leider ist gegen die Dummheit, Naivität und auch Raffgier vieler Menschen kein Kraut gewachsen (z.B. auch 'kostenlose' Downloads, 'Gewinnspiele', Kaffeefahrten, Enkeltrick, usw.) und fallen sie dann auf die Nase, sollen andere den Schaden ersetzen. - Gutes Urteil, bitte mehr davon und im Fernsehen, z.B. bei ESCHER/MDR, nicht immer die 'armen Opfer' so bemitleidenswert darstellen. Ende.
  7. #186

    Traurig genug

    Zitat von ivanhoe71 Beitrag anzeigen
    Der Titel ist von SPON schon sehr reisserisch gewählt. "Der Kunde haftet für Fehler beim Online-Banking" suggeriert, dass das Online-Banking der Bank fehlerhaft war und nun der Kunde haftet... Dem Artikel kann man dann entnehmen, dass der Rechner des Kunden infiziert war und er auch die übrigen Vorsichtsmaßnahmen nicht eingehalten hat. Seriöser wäre zum Beispiel folgender Titel gewesen: "Bank haftet nicht für Fehler des Kunden." Aber so gibt's wahrscheinlich mehr Leser für diesen Artikel....

    Sie haben Recht, so wird Meinung gemacht. Ganz im Stil der Bild.

    Seriös ist das leider nicht.
  8. #187

    jaja....

    Zitat von unglaublichaberwahr Beitrag anzeigen
    sollte er verklagen, das Betriebssystem ist so beschissen, das solche Art von Betrügereien erst möglich werden.
    Es gibt bessere Betriebssysteme die noch nichteinmal was kosten und Virenfrei laufen, die wenigsten hier wissen was davon, weil sie sich nicht informieren, Das Tan verfahren gibt es schon seit Anfang des Jahres nicht mehr.
    Der alte Mann war und ist vermutlich nicht mehr in der Lage das Internet zu verstehen und gutgläubig war er auch noch.
    Beispiel
    Zwei alte Damen (beide über 80) sind mit ihrer Schreibmaschine zur Reparatur in einen Laden gedackelt, zurückgekommen sind sie mit einem Laptop und einem Drucker inkl. Internetvertrag.
    Die Beiden waren auch nach 4 Wochen nicht zu überzeugen das kaum einer die E-mails an die Verwandschaft mitlesen kann/will.
    Das mit dem Pishing, haben sie aber letztendlich verstanden.
    Nach wie vor schreiben sie Briefe, drucken sie aus und versenden per
    Post dafür skypen die beiden wie die Weltmeister, Banking nur persöhnlich.
    Blödsinn. Eine gefälschte Webseite hat nichts mit dem Betriebsystem zu tun. Und selbst der sicherste Browser ist machtlos gegen gefälschte Webseiten - wenn sie z.B gefälschte Rootzertifikate verwenden.
    Naja, ist ja nicht jeder ein "Computerexperte" wie Sie vorzugeben einer sind
  9. #188

    Griechenland: Nicht ermittelbar

    Nunja, es hat sich wohl nichts geändert in den letzen Jahren:
    In Griechenland nicht ermittelbar... und wir überweisen noch Rettungseuronen dort rüber!

    Aber grundsätzlich ist es natürlich richtig, dass der Rentner selbst für den Schaden aufkommen muss und nicht etwa die Bank. Wenn dem so wäre, dann müsste diese ja auch für den Diebstahl der Geldbörse auf dem Weihnachtsmarkt haften.
  10. #189

    ohne Gehirn kann man nichts versichern

    Zitat von xtrollls Beitrag anzeigen
    Wer Online-Banking bei seiner Bank beantragt, hat der Bank klar versichert, dass er über ein Gehirn verfügt.
    So direkt nicht. Aber wenn die Bank sich vergewissern wollte, würde sie sich mit der Frage "sind Sie dafür nicht ein bisschen zu dumm?" auch wieder Klagen einhandeln.








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