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Bundesbank-Chef Jens Weidmann: Der Banker der Deutschen
REUTERSJens Weidmann kämpft einen einsamen Kampf. Als Einziger im EZB-Rat stellt sich der Bundesbank-Chef gegen ein unbegrenztes Anleihenkaufprogramm. Das bringt ihm viel Ärger in der Politik, aber auch viel Ruhm in der Bevölkerung - und den kann er zu seinen Zwecken nutzen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...853877,00.html
- #1 05.09.2012 15:09 von
Der Banker der Deutschen
Die Deutschen stehen und standen schon immer auf plumpen Populismus; einfach gestrickt kommt bei denen gut an.
- #2 05.09.2012 15:14 von
Der Mann ist eben nicht der Banker der Deutschen, sondern Banker des Monetarismus und Neoliberalismus 2.0. Wenn dieser Mann sich durchsetzen würde, würde Europa zum H4 Kontinent und in Armut versinken.
Was im Moment am Wenigsten gebraucht wird, ist übrigens blinder Nationalismus wie eben Weidmann ihn verkörpert. - #3 05.09.2012 15:23 von
- #4 05.09.2012 15:24 von
nicht nur die deutschen
- #5 05.09.2012 15:25 von
Was läuft eigentlich falsch?
Was läuft eigentlich falsch im System, dass ein nicht-demokratisch gewählter Vertreter einer Institution als einziger die Meinung vertritt, die der Souverän offensichtlich hat?
Dazu kommt: Wenn ich mich an die Persönlichkeiten der Bundesbank der letzten Jahrzehnte zurückerinnere, fallen mir lauter Personen ein, die an Integrität, Glaubwürdigkeit, Sachverstand, Souveränität und Geradlinigkeit rundweg alle führenden Politiker der Gegenwart und auch so einige der Vergangenheit, übertreffen. Ich will bestimmt nicht sagen, dass die Bundesbank die Staatsgeschäfte übernehmen sollte. Es sollte nur zu denken geben, dass die einzige integere Institution, die sich diese Eigenschaft über die Jahrzehnte bewahrt hat, außerhalb des (politischen) Systems steht. Welcher Politiker hätte, wie Axel Weber, lieber hingeschmissen, statt gegen die eigenen Überzeugungen zu handeln? Dass er nun einen lukrativen Job hat ist kaum ein Argument. Den hätte er vorher und nachher ebenso haben können. Überhaupt, wenn man einen lukrativen Job will fängt man - in Deutschland - nicht bei der Zentralbank an.
Dazu habe ich momentan den Eindruck, Weidmann ist einer der wenigen, der über die jüngste Medienarbeit "dem einfachen Menschen" tatsächlich die Krise mit Sachverstand und einfachen Bildern zu erklären versucht und dabei wirklich bemüht ist. Nicht uneigennützig freilich, er braucht die öffentliche Meinung hinter sich. Nur: Ich dachte, das brauchen Politiker, die gewählt werden wollen auch? Und wer bemüht sich da um Erklärungen? Ach ja, ist ja alles alternativlos, also braucht es keine Begründungen. Ausgerechnet der, der nicht gewählt werden muss, der sich seines Amtes sicher sein kann auch ohne auf die Meinung des Souveräns zu achten, ausgerechnet er bemüht sich um Erklärungen?
Das sagt viel über die Bundesbank aber mehr noch über die Politik aus... - #6 05.09.2012 15:25 von
Spielchen, die so gespielt .
Sowohl Asmussen, wie auch Weidmann haben ihre Karrieren Mutti Merkels Schürze zu verdanken. Warum solle sich daran etwas geändert haben oder ändern? Mir kommt das immer mehr wie das "good cop/bad cop"- Spiel vor, dem Merkel zufrieden zuschaut. Mit dem gleichen Spielchen ist die nächste Wahl schon entschieden und man kann sich auf ein Mehr-Merkel einstellen. SPD/Grüne inszenieren sich als so bedrohlich, dass sie Merkel Wähler in ihre offene Arme treiben. Scheint sie doch, im Vergleich, eher als Retterin deutscher Sparschweine. Die CDU braucht da keine Wahlplakate mehr, weil Gabriel und Trittin die besten Wahlkämpfer sind, welche die CDU je hatte.
- #7 05.09.2012 15:25 von
recht hat er....
bitte, bitte, standhaft bleiben. es gibt eine koalition der keynesianer die meint, damit waere es getan.
herr weidmann, ich mochte sie zu anfang nicht, weil ich dachte sie seien angela merkels liebling und wuerden ihr nach der pfeiffe tanzen.
sie sind mittlerweile aus meiner sicht charismatischer als weber, der geld-fluechtling....
bleiben sie am ball, bitte
raphael 1278 aus shanghai - #8 05.09.2012 15:26 von
- #9 05.09.2012 15:27 von
Geld gehört nicht in die Politik
Solange Politiker Geld in die Hände kriegen ist nichts gutes zu erwarten. Es ist ja nicht ihr Geld mit dem dann gespielt wird. Erst eine persönliche Haftung würde diesen Status ändern, ist leider nur Träumerei.
Also:
Was ist und kann die Bundesbank noch?
Welchen Einfluß hat sie, hat sie überhaupt noch etwas zu sagen ?
Kann die EZB schon heute machen was sie will?
Ergo, was hat ein Herr Weidmann in diesem Konzert beizutragen?
Ist er in der Lage Schaden von der Bundesrepublik abzuwenden?
Fragen über Fragen und keine Antworten, schaun wir mal.
Hoffentlich nicht in die Röhre!
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