Wenn in Deutschland Debatten ums Steuerrecht stattfinden , heißt es immer Deutschland hätte das komplizierteste Steuerrecht der Welt.Scheint wohl doch nicht zu stimmen.
Brasiliens Ämter trauen*dem Volk nicht, und die Bürger*misstrauen der Regierung. Mit großer Phantasie wehren sich Überlebenskünstler gegen die*Bürokratisierung ihres Alltags. Wer als Einwanderer durchkommen will, muss bei ihnen in die Lehre gehen - und tricksen lernen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...775098,00.html
Wenn in Deutschland Debatten ums Steuerrecht stattfinden , heißt es immer Deutschland hätte das komplizierteste Steuerrecht der Welt.Scheint wohl doch nicht zu stimmen.
Ich hoffe, Sie bezahlen ihm ausreichend Schmerzensgeld :)Jens Glüsing, 50, ist seit 1991 Korrespondent des SPIEGEL für Lateinamerika mit Sitz in Rio de Janeiro.
Sehr interessanter Bericht. Mit der Bürokratie ist das schon so eine Sache (auch bei uns). Ich vergleiche sie gerne mit einem (eigentlich nützlichen) Organ im Körper des Staates. Das wird häufig vom Krebs befallen, entartet und fängt an zu Wuchern auf Kosten des gesamten Organismus. Diese Gefahr ist überall auf der Welt gegeben.
Und wie beim Krebs bemerkt man das Wachsen kaum, bis der ganze Organismus in seiner Vitalität gebremst ist. Eine Gesetz hier, eine neue Verordnung da, eine kleine Richtlinie oder eine neue Verschärfung hier. Deutschland ist da gar nicht so weit von Brasilien entfernt und man hat das Gefühl, der EU-Wahnsinn geht gerade erst richtig los.
Genau dasselbe und noch Schlimmeres macht die Bürokratie hier in Deutschland. Der Verfasser war wohl schon lange nicht mehr in Deutschland und hat sich an die brasilianische Lebensweise noch nicht so recht angepaßt.
Die CPF braucht man nur im Supermarkt und man bekommt dann einen Teil seine Steuer zurück, so man überhauüt Steuern zahlt. Beim Bäcker um die Ecke geht es auch ohne CPF.
Und über das, was die deutsche Grenzbehörde mit "menores nao accompanhados" alles anstellt, will ich gar nicht erst schreiben.
Das ähnelt sich nur entfernt!
Der Dschungel ist Deutschland und der in Brasilien mögen in gleicher Weise von tropischer Überfülle strotzen, aber in Brasilien findet man immer einen Weg hindurch, am besten mit einen "despachante", und man kommt zu einer Lösung , einem "jeitinho".
In Deutschland hingegen steht man vor einer Mauer!
klar haben wir in Deutschland auch Auswüchse an Bürokratie. Der Unterschied zwischen Deutschland und Brasilien (auch den anderen Ländern Südamerikas) ist, dass der Beamte aufgrund seines niedrigen Gehalts unbedingt bestochen werden möchte, deshalb baut er bürokratische Hürden auf, um sich gleichzeitig als Retter zu empfehlen - gegen Bares natürlich. Der Deutsche Beamte hingegen ist froh, wenn er seine Arbeit möglichst schnell erledigt hat und Sie los ist. Ich habe selbst erlebt, wie der Zollbeamte in Santos den Container im Hafengelände über Nacht offen stehen lassen wollte, weil er Feierabend machen wollte. Man kann sich ausmalen, was am nächsten Morgen noch vorhanden gewesen wäre. Nur gegen eine horrende Bestechung hat er sich breitschlagen lassen, unseren Hausstand abzufertigen.