Forum


 

Bürokratie in den USA: Wo Frauen nur noch bessere Hälften sind

Wenn frau in den Südstaaten der USA heiratet, verliert sie ihre Identität. Bei vielen Behörden, Banken und Notaren existiert sie fortan unter dem Namen ihres Mannes. Als Katja Ridderbusch zum ersten Mal offizielle Post als Mrs. James J. Bauser bekam, ging sie auf die Barrikaden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...783783,00.html
  1. #10

    Sie scheinen irritiert.

    Zitat von everhard Beitrag anzeigen
    Soso.
    Da fragt Sie der Nachbar höflich und ganz im Rahmen der eigenen Kultur im eigenen Land, sie antwortet patzig und unhöflich , "Sie auch?".
    Und fragt sich dann heuchlerisch, was er wohl habe.
    1. Sie fragt sich nicht, was er wohl hat, sie stellt fest, dass er irritiert ist. Das ist eine objektive Festellung, die sicher nachprüfbar ist. Was daran heuchlerisch ist, wissen wohl nur Sie.
    2. Sie stellt die gleichen Fragen, die er ihr stellt, nachdem sie seine Frage korrekt und höflich beantwortet hat. Was daran patzig sein soll, wissen wohl nur Sie.
  2. #11

    Spezieller Charme

    Zitat von wolltsnursagen Beitrag anzeigen
    sie wussten worauf Sie sich einlassen. Deal with it.
    Yepp, da ziehen die wegen dem Speziellen Charme der Südstaaten nach Georgia und schon wollen sie diesen Charm kaputtjammern.

    Mrs. James J. Bauser, take it or leave it. Sie sind ja nicht in Atlanta angekettet.
  3. #12

    #

    Zitat von Artikel
    Wir sind dann schließlich zu einer anderen Bank gegangen. Auch für die Unterzeichnung des Kaufvertrages selbst musste ein zweiter Termin angesetzt werden, denn in dem Dokument wurde ich zunächst wieder als Mrs. James J. Bauser geführt, ganz automatisch. Die Verkäufer, ein junges Ehepaar, schauten mich sehr groß an. Die Frau zog den Mund zur Zickenschnute; das hat mich ziemlich schockiert. Von wegen weibliche Solidarität. Aber immerhin steht mein Name jetzt korrekt im Vertrag: Katja Ridderbusch-Bauser, mit Bindestrich, kein Mittelname.
    Was? Warum schauten Sie die Verkäufer "groß an"?
  4. #13

    Kulturrelikt

    Zitat von Lebkuchenkiller Beitrag anzeigen
    Andere Länder, andere Sitten. Da hat die Ehe wohl auch religiös bedingt noch eine andere Bedeutung.
    Mrs James Bauser sollte nicht erwarten , dass die Südstaatler ihre Sitten ändern , weil sie nach Atlanta gezogen ist
    Werter Forist

    Der Artikel deutete an, dass die Anrede "Mrs. James Baker" eine Option ist und dass die Briefe aus NY und Californien dieser Tradition des 19. Jahrhunderts nicht folgen.

    Ich halte es für völlig korrekt, wenn eine Frau wünscht, dass sie als eigene Persönlichkeit angesehen wird.

    Die Frage des Mannes, der so plump fragte, ob sie arbeite, waren eben ein Kulturrelikt aus den Zeiten der Rinderbarone.

    Jetzt weiß er es besser. Ist doch gut, wenn man ab und an über den Zaun schaut und erkennt, dass es anderswo schon lange viel bunter zugeht.
  5. #14

    seltsam ...

    ... ich wohne und arbeite seit 16 jahren in den tiefsten suedstaaten. bin uebrigens verheiratet mit kleinen kindern.
    komischerweise habe ich noch nie einen brief im namen meines mannes erhalten und die meisten frauen die ich kenne haben familie und job ... und ihr eigenes konto. wir wohen uebrigens sehr laendlich, mindestens 4 stunden entfernt von der naechsten metropole.
    vielleicht liegt ihre erfahrung an ihnen und ihrem ausgewaelten umgang, frau journalistin?
  6. #15

    Zitat von Sique Beitrag anzeigen
    2. Sie stellt die gleichen Fragen, die er ihr stellt, nachdem sie seine Frage korrekt und höflich beantwortet hat. Was daran patzig sein soll, wissen wohl nur Sie.
    Ob die Fragen höflich beantwortet wurden, können Sie nicht beurteilen. Der Ton macht die Musik.
  7. #16

    Heirat als Leistung

    Ich kann Sie gut verstehen. Ich habe von konservativen Freunden auch schon Einladungen an "Frau Vorname Nachname meines Mannes" erhalten. Dabei habe ich meinen Namen behalten, ohne Doppelnamen. Ich finde das eine Frechheit.

    Früher bin ich öfters Männern begegnet, die mir sagten, ein Name sei doch nicht so wichtig, ich solle den meines zukünftigen Mannes annehmen, man müsse sich sonst zwei Nachnamen merken, das sei zu kompliziert. Auf die Frage, ob sie auch Schwierigkeiten hätten sich zwei Vornamen zu merken und ob Paare ihrer Meinung nach besser auch nur einen Vornamen tragen sollten - Schweigen. Auch auf meine Antwort, wenn ein Name nicht so wichtig sei, könne mein Mann ja meinen annehmen, war die Reaktion stets Schweigen. Frauen mit Doppelnamen fanden sie natürlich auch ganz schrecklich.

    Lustigerweise haben mehrere dieser Männer später in Unternehmerfamilien eingeheiratet, deren Firmen nach der Familie benannt waren. Die Männer mussten den Namen der Frau annehmen, da sie das Unternehmen später leiten sollten. Das wurde dann in Hochzeitsreden stets thematisiert. Da wurde sich gewunden und herumgedruckst. ALLE diese Männer haben heute Doppelnamen. Scheint also doch nicht so unwichtig zu sein.

    Viele Frauen sind stolz darauf, verheiratet zu sein und möchten auf äußere Merkmale, die dies anzeigen ungern verzichten. Ich leben in GB und nenne mich stets Ms xy, das ist aber im Privaten sehr ungewöhnlich (geschäftlich hat es sich durchgesetzt). Ich finde es traurig, dass viele Frauen sich weiterhin über den Status ihres Mannes definieren und meinen, durch eine Hochzeit "etwas erreicht" zu haben. Ich bin gern verheiratet, sehe das aber als meine Privatangelegeneheit.
  8. #17

    wow, warum so negativ?

    Ich frage mich warum so viele Kommentatoren hier so negativ und giftig zu der Autorin sind. Ich fand den Artikel lustig und informativ. Ich kenne mich mit den USA nur aus der Ferne (Foren, Chats, Filme, Serien etc.) aus und habe wohl auch eher mit der liberalen Sorte zu tun. Daher war mir diese Konsequenz der Heirat im Süden nicht bewusst. Danke für die Aufklärung und alles Gute an Sie (und Ihn ;))!
  9. #18

    Wenn Frau Ridderbusch-Bausers Kinder, dann mal heiraten und sich einen Leutheuser-Schnarrenberger aussuchcen.
    Heißen dann die neuen Eheleute Ridderbusch-Bauser-Leutheuser-Schnarrenberger.
  10. #19

    ...

    Zitat von Der Hofnarr Beitrag anzeigen

    Zitat von wolltsnursagen
    sie wussten worauf Sie sich einlassen. Deal with it.
    Yepp, da ziehen die wegen dem Speziellen Charme der Südstaaten nach Georgia und schon wollen sie diesen Charm kaputtjammern.

    Mrs. James J. Bauser, take it or leave it. Sie sind ja nicht in Atlanta angekettet.
    Ich wusste gar nicht, dass die Südstaaten sich wieder von den Nordstaaten getrennt haben. Die Problematiken die Frau Ridderbush-Bauser anprangert sind ernst zu nehmen und in einem Land, dass sich selbst als aufgeklärt, modern und vor allem frei bezeichnet nicht zu tolerieren.








TOP



TOP