Die FDP will die Bürger mit Steuersenkungen beglücken, die Union zieht mit - trotz Euro-Krise und gigantischer Schulden. Was halten die Deutschen davon? Antworten aus einem Hamburger Stadtteil.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...771087,00.html
Es geht doch überhaupt nicht darum, die komplette Staatsschuld zu tilgen. Es geht nur darum, die Staatsschuld bei maximal 60% des BIP zu begrenzen. Demnach müssen in Deutschland etwa 300 Mrd. Schulden weg. Das ist machbar, zumal zukünftiges Wirtschaftswachstum dazu beiträgt, die 60% zu erreichen. Man darf ja auch nicht vergessen, dass ein Staat immer auch Vermögen besitzt und durch die Steuereinnahmen nachhaltig Erträge hat. Die Schulden sind also handhabbar und tragbar, solange sie ein bestimmtes Level nicht übersteigen. Den großen Sündenfall hat hier rot-grün begangen, weil die den Stabilitätspakt (60%-Grenze) aufgehoben und zudem Griechenland in den Euro gelassen haben. Das geschah alles trotz der massiven Warnungen aus den Reihen der CDU.
Und wieso gerade 60%?
Wenn die 60% Das Ziel sein sollen und dieses Ziel heute erreicht sein soll, dann ja (wobei es glaube ich dann eher 500 Mrd. Euro sind). Oder aber man erhöht die Schulden tendenziell weniger als das nominale BIP steigt und senkt die Schuldenquote so kontinuierlich ab, aber bei steigendem Schuldenniveau.Demnach müssen in Deutschland etwa 300 Mrd. Schulden weg.
Exakt. Wenn man heute aber kürzt, wächst nichts mehr. Die Ausgaben des Einen sind die Einnahmen eines anderen.Das ist machbar, zumal zukünftiges Wirtschaftswachstum dazu beiträgt, die 60% zu erreichen.
"Antworten aus einem Hamburger Stadteil" - HafenCity? Ernsthaft? Die sind entweder reich, arbeiten dort oder sind Touristen.
Da gäbe es wirklich interessantere Stadtteile.
Zum Thema - an irgendeinen Nutzen der vermeintlichen Steuersenkung glaubt doch eh kein Bürger. Schulden abbauen, Staatsfinanzen stabilisieren... die nächste Krise kommt bestimmt.
...kommen die Schulden denn? Schuldenabbau ist doch gar nicht möglich! Der Normalo zahlt weiter Steuern, damit alle anderen, die laut genug schreien, subventioniert werden können!
Ich könnte wetten, dass die Mehreinnahmen eben nicht zum Schuldenabbau verwendet werden. Aber leider auch nicht zurückgegeben werden!
Mein Bürgerentlastungsvorschlag: Wir Bürger, in Form der Zentralbank, leihen das Geld nicht mehr den Geschäftsbanken um es uns teuer zurück zu leihen als Staatsschuldner, sondern wir leihen es uns dann lieber gleich zinslos selbst.....
Entlastung 80 Milliarden Zinsen pro Jahr...
und dann leihen wir uns selbst das Geld und kaufen die ganzen privatisierten Staatseigentümer zurück, die wir jetzt teuer zurückmieten und leasen...
Ersparung noch einaml 60 Milliarden Euro...
und dann leihen werden alle Kredite der Bürger für Immobilien,
Ersparung für die Bürger ca 10.000 Euro je Familie und Jahr
und dann
für die heimische Wirtschaft ebenfalls selbst und zinslos über die eigene Zentralbank beliehen....
Ersparung für die Bürger ca 40 - 60 % aller Produktpreise...
Wenn es nach den Schulden geht wird es nie mehr eine Steuersenkung geben. Bei meiner Umfrage im Bekanntenkreis - nicht repräsentativ wie die SPON-Umfrage - waren 100% für eine Steuersenkung. Merkwürdig.
Grundsätzlich JA, wenn es denn den Familien mit geringem Einkommen zu gute kommt.
Die Wirklichkeit wird bei Biene Majas Politik eine andere sein. Es werden wieder die begünstigt die schon satt sind.
Richtig, Banken leben immer am Existenzminimum. Manager und Banker oder Börsianer sterben jeden Tag den Hungertod.
Wenn Merkel und Friends etwas sinnvolles machen wollen, dann die Steuerlast der Geringverdiener senken und Versagen als Manager strafbar machen. Meine Versagt ein Manager, Banker oder Börsenheini muss er mit seinem gesamten privaten Vermögen haften.
Philipp Rößler:
"Glaubwürdigkeit gewinnt man nicht dadurch zurück, dass man alte, bekannte Forderungen ständig wiederholt, möglichst noch etwas lauter als bisher.
der zeitpunkt für eine wiederholung der Steuerdebatte hätte angesichts der zuspitzung der griechischen Schuldenkrise nicht unpassender gewählt werden können. ganz deutschland zittert mit dem griechischen parlament und die FDP kommt mit steuersenkungen daher. unfassbar strategisch dilletant. eine verbesserung zu westerwelle ist nicht erkennbar.
herr rößler und herr lindner sollten sich erfahrene, externe, neutrale berater suchen, damit die permanente unfähigkeit der FDP ein ende hat.
was muss das für ein bedrückendes gefühl sein: FDP wähler sind meistens freiberufler, selbstständig und souverän. deren politsche repräsentanten sind die schlechtesten aller parteien. da ist selbst gregor gysi ein fähigerer repräsentant als jeder FDP politiker.
das ist der grund, warum man sich aktuell für die fdp schämt.