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Bürgermeister in Spanien: Hungern gegen den Sparkurs

Angelika StuckeEs ist ein Akt der Verzweiflung: Angel Vadillo, Bürgermeister einer spanischen Kleinstadt, ist seit zwei Monaten im Hungerstreik. Er protestiert so gegen den Sparkurs der Regierung, direkt vor dem Büro des zuständigen Ministers.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,849754,00.html
  1. #1

    das ist der fehler "dieses" europas!

    >Auch Bürgermeister Vadillo räumt ein, dass die Solarförderung bislang ziemlich üppig ausfiel. "Vielleicht hätte man manche Projekte genauer prüfen müssen, ehe man Gelder vergibt", sagt er.<

    egoismus pur - mitnehmen, was geht - taschen mit fremdem geld vollmachen - nachdenken und einlenken erst unter starkem druck von aussen...
  2. #2

    Was ist sein Lösungsvorschlag?

    Ich vermisse bei dem Bericht den Lösungsvorschlag dieses spanischen Bürgermeisters, wenn er meint, es müsse so weitergehen wie bisher. Wer ist verantwortlich für die innerspanischen Probleme?

    Er wird doch nicht meinen, der deutsche Steuerzahler solle Spanien helfen z. B. als Ausgleich für die Schäden auf Guernica, als Franco in den 30er Jahren seine deutschen Freunde um Hilfe rief.

    Ich befürchte aber, das wird er und Spaniens Regierung aber meinen.

    Damit gewönnen sie aber nur ein paar Monate Zeit, weil Deutschland den gleichen Weg gehen wird.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Akt der Verzweiflung: Angel Vadillo, Bürgermeister eine
    Über die Verhältnisse gelebt, großzügige Wahlgeschenke verteilt - und jetzt ist das Geld alle und es muss gespart werden. Das ist das Natürlichste der Welt. Wofür demonstrieren? Um die Party noch ein paar Jahre fortzusetzen und das Aufräumen komplett den Kindern zu überlassen?? Solche "Demokraten" hab' ich gern...
  4. #4

    Ein Held

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Akt der Verzweiflung: Angel Vadillo, Bürgermeister eine
    Zitat SPON:Und so ist der Bürgermeister einer kleinen Provinzgemeinde zu einem Symbol geworden für die verzweifelte Entschlossenheit, mit der die Spanier gegen Folgen von Wirtschaftskrise und Sparkurs kämpfen.
    Wie gerne würde ich manche Minister gegen solche Persönlichkeiten wie Angel Vadillo austauschen.

    Der Bürgermeister hat das Zeug dazu, ein spanischer Lech Walesa zu werden. Ich wünsche ihm viel Glück und Erfolg.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Akt der Verzweiflung: Angel Vadillo, Bürgermeister einer spanischen Kleinstadt, ist seit zwei Monaten im Hungerstreik. Er protestiert so gegen den Sparkurs der Regierung, direkt vor dem Büro des zuständigen Ministers.
    Es ist eine Frechheit, einer demokratisch gewählten Regierung nicht zuzugestehen, dass sie die Politik macht.
    Hungerstreik - ist das ein demokratisches Mittel?
    Darf nun eine Landesregierung nur noch Politik machen, die allen Bürgermeistern des Landes zusagt?
    Gibt es nun einen Wettlauf der Streiks, und wer am meisten streikt, bekommt die meisten Subventionen?

    Es ist wichtig, dass diesem Mann gezeigt wird, dass seine Einzelmeinung, nicht die Geschicke eines ganzen Landes bestimmen kann.
  6. #6

    Zitat von wwwwebman Beitrag anzeigen
    egoismus pur - mitnehmen, was geht - taschen mit fremdem geld vollmachen - nachdenken und einlenken erst unter starkem druck von aussen...

    Es gab die Solarförderung und die wurde in Anspruch genommen. Die ist dafür gedacht, dass man sie "mitnimmt". Eine Förderung auszuschreiben, die dann nicht in Anspruch genommen wird, wäre demnach also aus Ihrer Sicht moralisch richtig?

    Diese moralischen Urteile machen meist keinen Sinn. Die Menschen verhalten sich selbstverständlich vorteilssuchend innerhalb des vorgegebenen Rahmens .Genauso funktioniert die Marktwirtschaft - oder eben manchmal auch nicht, weil die Rahmenbedingungen falsch sind.
  7. #7

    Europa, die Menschen und die Länder werden dem Euro angepasst!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Akt der Verzweiflung: Angel Vadillo, Bürgermeister eine
    Die europäische Strategie lautet wohl: Europa, seine Bewohner, die Länder und die Volkswirtschaften werden alternativlos dem Euro angepasst. Die damit verbundenen Folgen werden peu à peu sicherbar und treten von Tag zu Tag deutlicher hervor.

    Banken werden in Spanien alle als systemrelevant angesehen. Dies mag vielleicht auf die Bank Santander zutreffen, auf eine Vielzahl von anderen spanischen Banken jedoch nicht. Gerade diese Bankenrekapitalisierung hat zu einer enormen Belastung der spanischen öffentlichen Haushalte geführt. Unterstützt wurde diese Bankenstabilisierung von der EZB über LTRO und über die Festsetzung eines sehr niedrigen Zentralbankzinssatzes. Der Aufkauf von spanischen Staatsanleihen hat nur zu einer kurzfristigen Entspannung auf dem Anleihemarkt geführt, der negative Target 2 Saldo wächst von Tag zu Tag. Leider haben diese Maßnahmen kaum zu erwünschten Erfolg geführt. Spanien leidet wie Griechenland und auch Italien unter erheblichen Kapitalabflüssen. Dies trifft wiederum die spanischen Banken in einem erheblichen Ausmaß.

    Die Defizite steigen, die Verschuldungen und die Arbeitslosigkeiten ebenso. Binnenkonjunkturelle Wachstumsimpulse können nicht mehr durch die Abwertung einer eigenen Währung erfolgen.

    Schuldenkrise: Die Trickkiste der Gelddrucker - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Euro-Rettung: EFSF soll spanische Anleihen kaufen - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Schuldenkrise: Spaniens Banken ächzen unter Rekordlast an faulen Krediten - Banken - Unternehmen - Handelsblatt
  8. #8

    Zitat von stupp Beitrag anzeigen
    Über die Verhältnisse gelebt, großzügige Wahlgeschenke verteilt - und jetzt ist das Geld alle und es muss gespart werden. Das ist das Natürlichste der Welt. Wofür demonstrieren? Um die Party noch ein paar Jahre fortzusetzen und das Aufräumen komplett den Kindern zu überlassen?? Solche "Demokraten" hab' ich gern...
    Die einen (meist jene, die nicht betroffen sind) nennen es "sparen", die anderen nennen es radikale Kürzungsprogramme bzw. Einschnitte in die gesellschaftliche Infrastruktur. Und die eigentliche Party haben ganz andere gefeiert als "die Bürger". Un feiern sie immernoch. Dafür dürfen "die Bürger" jetzt aufräumen.

    Aber was schreibe ich. Solange die Deutschen artig weiter daran glauben, dass "die Spanier oder "die Griechen" tatsächlich die Ursache der Finanzkrise (nein, nicht Schuldenkrise) sind und sich einem nationalen Chauvinismus hingeben, solange werden sich die Zustände in Europa weiter verschlechtern.
  9. #9

    Zitat von stupp Beitrag anzeigen
    Über die Verhältnisse gelebt, großzügige Wahlgeschenke verteilt - und jetzt ist das Geld alle und es muss gespart werden. Das ist das Natürlichste der Welt. Wofür demonstrieren? Um die Party noch ein paar Jahre fortzusetzen und das Aufräumen komplett den Kindern zu überlassen?? Solche "Demokraten" hab' ich gern...
    Ich finde es affig wenn man das Geschwafel der Medien vom Gut-Deutschland auch noch hier in den Kommentaren wiederholt, ohne sich einmal klar zu machen wo Deutschland schuldentechnisch und arbeitlosenmäßig steht. (mal Wiki oder Google bemühen)
    Deutschland hat eine ähnliche Prokopfverschuldung wie Spanien.
    Die Arbeitslosenzahlen von unter 3 Millionen ist man von keiner Ministerbank müde immer zu wiederholen, wobei die 7 Millionen Hartz 4-Empfänger konsequent ausgeblendet werden. Warum ist die Zahl der Millionäre in Deutschland während der letzten 10 Jahre um 15% gestiegen? Die Leiharbeit, die 400,-€ Jobs, die 1,-€ Jobs haben den Arbeitsmarkt in Deutschland zu einem Billigmarkt gemacht. Die rund 2% Inflation tun den Rest, um die Verarmung voranzutreiben.
    Also bitte nicht über andere Länder lästern wenn man im selben Sumpf steckt!








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