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Bürgerkrieg in Syrien: Uno schickt Arabische Liga vor

AFPDer Uno-Sicherheitsrat hat sich erneut nicht über die Syrien-Krise einigen können. Nun haben die Vereinten Nationen der Arabischen Liga eine wichtigere Rolle bei den Konflikten der Region zugeteilt. Aus Syrien melden Aktivisten den Tag mit den höchsten Todeszahlen seit Ausbruch des Konflikts.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-858249.html
  1. #1

    nichts neues

    Blockaden im Sicherheitsrat sind doch nichts neues. Russland und China blockieren heute Resolutionen gegen Syrien; genau so wie die USA stets Resolutionen gegen Israel blockieren. Das ist es wohl auch, was die Arabische Liga mit "doppelten Standards" meint.

    Die Möglichkeit der Blockade ist auch in Ordnung, denn nach dem Völkerrecht müssen gewaltsame Eingriffe in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten die absolute Ausnahme bleiben. Solche Ausnahmen darf es nur geben, wenn sich alle wichtigen Staaten der Welt einig sind.
  2. #2

    Schande!

    Rußland und China gefallen sich in der Rolle der Massaker-Helfeshelfer und legen die Uno als Friedenskraft lahm.
    Schlimm, daß man sich aus solchen Fallen bislang - und leider auch auf Dauer - nicht befreien kann. Die Bevölkerung leidet. Bis zum Tod. Einfach furchtbar.
    Es ist dennoch folgerichtig, daß die Regionalstaaten Verantwortung übernehmen (müssen). Es geht nicht an, daß sie sich - wie bisher - zurücklehnen, und nach Gutdünken Schwarze Peter verteilen, vorzugsweise an den Westen.
  3. #3

    Zu Syrien und weit darüber hinaus

    was würde ich mir wünschen, wenn solche Informationen von SPON einem breitem Publikum nicht vorenthalten....

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Zu Syrien und weit darüber hinaus

    In einem breit angelegten Interview erkundet Nahost-Experte Günter Meyer die mannigfachen Dimensionen des syrischen Bürgerkriegs und seine Folgen – ökonomische und geostrategische – für andere Länder in der Region. Er ist der Überzeugung, dass die USA und Israel bislang den meisten Nutzen aus der Situation gezogen haben.

    Einer der herausragenden Experten in Europa zum Nahen Osten, Professor Günter Meyer, befasst sich in diesem ausführlichen Exklusiv-Interview, das in Englisch für Asia Times Online geführt wurde, den syrischen Bürgerkrieg und seinen internationalen Dimensionen. Das Original wurde hier veröffentlicht und am 26. September aktualisiert.

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=14560#more-14560

    MfG
  4. #4

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    ...Russland und China blockieren heute Resolutionen gegen Syrien; genau so wie die USA stets Resolutionen gegen Israel blockieren. Das ist es wohl auch, was die Arabische Liga mit "doppelten Standards" meint...
    Quark. Mit "doppelten Standards" meint der Generalsekretär der Arabischen Liga, dass der Weltsicherheitsrat zu Gaddafi eine andere Haltung einnahm als zu Assad und mit dem "Kern des Problems" meint er eben Assad.
    Es gibt nämlich außer China, Russland und Iran niemanden, der an eine Zukunft Assads glaubt. Auch die gesprächsbereite Oppositionsgruppe NCC hält seinen Rücktritt für unverzichtbar.
  5. #5

    Sie

    Zitat von denkdochmal Beitrag anzeigen
    Rußland und China gefallen sich in der Rolle der Massaker-Helfeshelfer und legen die Uno als Friedenskraft lahm.
    Schlimm, daß man sich aus solchen Fallen bislang - und leider auch auf Dauer - nicht befreien kann. Die Bevölkerung leidet. Bis zum Tod. Einfach furchtbar.
    Es ist dennoch folgerichtig, daß die Regionalstaaten Verantwortung übernehmen (müssen). Es geht nicht an, daß sie sich - wie bisher - zurücklehnen, und nach Gutdünken Schwarze Peter verteilen, vorzugsweise an den Westen.
    sollten Ihrem Namen mal Ehre machen und wirklich mal darüber nachdenken, wer den Krieg in dieses geschundene Land gebracht hat. Ganz bestimmt aber nicht China und Rußland....
  6. #6

    Blockade

    Erstaunlich, dass sich SPON noch traut, diesen Rami aus London noch immer als ernsthafte Quelle zu präsentieren. Ich dachte eigentlich, der Typ wäre für seriösen Journalismus längst verbrannt.
    Ja, am Mittwoch gab es wieder hohe Menschenverluste. Vor allem in Hama und Homs konnte eine große Zahl von Terroristen eliminiert werden. Dabei kommen leider auch regelmäßig Angehörige der regulären Truppen und auch Unbeteiligte ums Leben, weil sich die Dschihadisten nach Art der Hamas in Wohngebieten verschanzen und menschliche Schutzschilde verwenden.
    Neben dem Attentat in Damaskus haben die Rebellen auch eine Ölpipeline in Haska gesprengt und den leitenden Ingenieur der Ölstation entführt. Das verstehen diese Typen und ihre Hintermänner offenbar unter "Freiheitskampf".
    Wenn sich der UNSR dazu durchringen könnte, seine politische Blockade zu beenden und endlich die Beschlüsse der Genfer Konferenz umzusetzen, wäre der Bürgerkrieg in relativ kurzer Zeit vorbei.
    Aber leider wollen das drei der fünf Vetomächte nicht.
    Also muss Assad die Verschwörung blutig und langsam niederkämpfen. Das ist eine Tragödie für Syrien und eine Schande für den Westen.
  7. #7

    Mehr Wissen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Uno-Sicherheitsrat hat sich erneut nicht über die Syrien-Krise einigen können. Nun haben die Vereinten Nationen der Arabischen Liga eine wichtigere Rolle bei den Konflikten der Region zugeteilt. Aus Syrien melden Aktivisten den Tag mit den höchsten Todeszahlen seit Ausbruch des Konflikts.

    Uno wertet Rolle der Arabischen Liga auf - SPIEGEL ONLINE
    Wer etwas tiefgründiger Erkenntnisse der Vorgänge in Syrien erlangen möchte, der sollte hier mal nachlesen.

    Zu Syrien und weit darüber hinaus*|*NachDenkSeiten – Die kritische Website

    Die einseitge Berichterstattung der Medien allgemein dient nicht der Objektivität!
  8. #8

    Ignorierte demokratisch, friedliche syrische Opposition fördert Assad und islamistische Extremisten

    1. Warum setzt der Westen auf militärisches Eingreifen und auf indirekte Intervention via Ausbildung und Waffenlieferung (Golfstaaten) und stehen in intensivem Austausch mit der syrische Opposition "Syrischen Nationalrat", der militärischem Eingreifen fordert?
    2. Kann man dem Westen seine hehren Ziele von Demokratietransfer und Verletzung der Menschenrechten glauben, wenn die zivilgesellschaftliche innnersyrische Opposition des "Nationalen Komitees für demokratischen Wandel", die seit Beginn durch Dialog den Konflikt zu lösen sucht, weitestgehend medial und politisch ignoriert bleibt?
    Hierzu interessanter Link eines Oppositionellen des NCC im Interview
    http://www.dw.de/dw/article/0,,16250785,00.html
  9. #9

    Zitat von niktim Beitrag anzeigen
    Die einseitge Berichterstattung der Medien allgemein dient nicht der Objektivität!
    Wollen nun Sie bestimmen, was objektiv ist? Syrien war schon vor dem Bürgerkrieg ein Unrechtsstaat. Man kann aber international nicht gegen eine Regierung vorgehen, solange das Volk selber keinen Widerstand leistet. Wenn aber Teile des Volkes gegen ein offensichtliches Unrechtsregime vorgehen, dann darf es unterstützt werden. Selbstverständlich ist hier immer die Gefahr der Willkür gegeben, deshalb muss ein internationaler Konsens angestrebt werden über die Vorgehensweise. Außerdem dürfen Menschenrechte nicht verletzt werden unter dem Vorwand, Menschenrechte schützen zu wollen. Aber das Recht auf Notwehr steht jedem Menschen zu, auch einem Islamisten!

    Es steht uns nicht zu, darüber zu urteilen, was für uns das kleinere Übel ist. Entscheidend ist allein die Zukunft und Selbstbestimmung des syrischen Volkes. Wenn die Großmächte nicht eingreifen, dann müssen sie damit rechnen, dass andere es tun, zu deren eigenem Vorteil. Es ist offensichtlich, dass die materielle Unterstützung des Westens für die FSA nicht nennenswert ist.


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