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Bürgerkrieg in Syrien: Plan B für Assads Entmachtung

AFPDer Friedensplan für Syrien ist gescheitert, die Kämpfe im Land sind brutaler denn je. Assad soll weg, darin ist sich der Westen einig - nur wie? Ein Lösungsansatz, den Guido Westerwelle vorgeschlagen hatte, wird nun wieder diskutiert. Sogar Russland zeigt sich gesprächsbereit.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...835594,00.html
  1. #1

    optional

    Das könnte funktionieren, wenn man davon ausgeht, dass Assad diese Angriffe alle geplant hat und sein Ausscheiden zu einer Verbesserung führt.

    Was aber, wenn er die Armee gar nicht mehr unter Kontrolle hat? Wenn Baschar al-Assad nur noch das Etikett ist, aber in Wahrheit längst andere das Sagen haben? Dann wird sich nach einem Rückzug Assads nichts ändern. Und es spricht einiges dafür, dass die Massaker nicht ausschließlich auf Assad zurückzuführen sind und damit eine Wachablösung nur an der Spitze am Ende auch nicht viel bringen wird.

    Man wird sehen, was passiert...
  2. #2

    Die Rebellen brauchen Krieg

    für das syrische Volk wäre es sich gut, wenn Frieden ist. Aber nur mit dem Abgang Assads ist das kaum zu erwarten.
    Die Waffenhändler wollen Umsatz und werden alles tun, damit der Bürgerkrieg weitergeht. Die Söldner wollen Sold, ohne Krieg gibts den nicht.
    Und was sollen all die jungen Männer machen, die jetzt ein Gewehr bekommen haben und sich zum ersten Mal im Leben wichtig fühlen?
    Wenn die internationale Gemeinschaft es ernst meinte, dann würde sie konsequent jede Waffenlieferung und jeden Waffenschmuggel nach Syrien unterbinden. Irgendwann sind die Patronen alle.
    Ich traue aber weder den Amerikanern noch den Russen eine ehrliche Politik im Interesse der Menschen in Syrien zu.
  3. #3

    Mhhh..

    Was soll man davon halten?

    Ist man bestrebt, Assad durch eine Marionette auszutauschen?

    Will man einfach nur vergangene Ereignisse, die der westlichen Wirtschaft schaden, rückgängig machen?

    Oder will man tatsächlich eine friedliche Lösung mit friedlichen Mitteln erreichen?

    Es interessiert mich viel mehr, inwieweit der Einfluss der USA sich bei der Auswahl des Kandidaten bemerkbar macht.

    Wird etwa wieder eine Regierung unterstützt, die sich extrem konservativ und schon gar degenerativ verhält, um die Ausbeutung und Bestimmung der Rohstoffreserven sowie militärische Vorposten(im Hinblick auf Iranpläne) zu ermöglichen? Wie sieht es nun mit der geplanten Pipeline aus, die durch Syrien verlaufen sollte, wogegen Assad jedoch Protest eingelegt hatte und diese nicht zuließ?

    Frieden spielt nie eine Rolle. Es geht immer nur um Macht und wirtschaftliche Stärke. Dies zeigt jedenfalls die vergangene Geschichte.
  4. #4

    Weiter geht ´s mit Plan C!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Friedensplan für Syrien ist gescheitert, die Kämpfe im Land sind brutaler denn je.
    Wenn der Westen eingreift, macht er sich zur Zielscheibe. Und danach kommen ohnehin Islamisten oder Militärs oder Nachfolger der alten "Stabilisatoren" an die Macht. Also: Friedensaufrufe und Resolutionen, die scheitern.
    Die, die nun "Zynismus!" rufen angesichts der unschuldigen Toten, müssen lediglich die Waffen austauschen - die oben genannte Zielscheibe bleibt.
  5. #5

    Fragezeichen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Friedensplan für Syrien ist gescheitert, die Kämpfe im Land sind brutaler denn je. Assad soll weg, darin ist sich der Westen einig - nur wie? Ein Lösungsansatz, den Guido Westerwelle vorgeschlagen hatte, wird nun wieder diskutiert. Sogar Russland zeigt sich gesprächsbereit.

    Assad soll Macht in Syrien nach Muster des Jemen abgeben - SPIEGEL ONLINE
    Viele Fragezeichen! Aber es erscheint mir im Augenblick als der einzig gangbare Weg, vor allem, weil (oder wenn!) man alle beteiligten Kräfte ins Boot holt.
    Ich habe nur aber die Ahnung, dass verschiedene Rebellgruppen sich um ihren ganz persönlichen Sieg betrogen fühlen könnten. Und was werden die Saudis tun? Wie gesagt: viele Fragezeichen! Doch ein Schritt in die richtige Richtung!
  6. #6

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Friedensplan für Syrien ist gescheitert, die Kämpfe im Land sind brutaler denn je. Assad soll weg, darin ist sich der Westen einig - nur wie? Ein Lösungsansatz, den Guido Westerwelle vorgeschlagen hatte, wird nun wieder diskutiert. Sogar Russland zeigt sich gesprächsbereit.

    Assad soll Macht in Syrien nach Muster des Jemen abgeben - SPIEGEL ONLINE
    Das nenne ich mal Qualitätsjournalismus pur. Da heißt es "auch Russland und China verabschiedeten eine Resolution mit in der die Vorgänge in Hula verurteilt werden". Zugleich wird der Eindruck erweckt diese Resolution würde das syrische Regime verurteilen, tut es aber in Wahrheit garnicht. In der Russenpresse interpretiert man den Text wahrscheinlich genau andersrum das "auch der Westen die FSA verurteilt".

    Dann heißt es noch "auch Russland zeigt sich einem Vorschlag von Westerwelle gegenüber offen der einen schrittweise Übergang ermöglichen soll". Das ist doch schon vor Wochen und Monaten von Assad selbst so vorgeschlagen worden. Aber eben kein bedingungsloses Abdanken und aus dem Amt gejagt werden. Sondern ein schrittweiser Übergang zur Demokratie.

    Warum dann so viele Menschen sterben musste bei diesen sinnlosen Kämpfen ist die andere Frage. Außerdem sollte sich jeder von uns mal überlegen wer hier eigentlich die Betonköpfe und Kriegshetzer waren. Das war alles mal wieder völlig unnötig, aber Hauptsache der Rüstungsindustrie gehts gut dabei.
  7. #7

    Helfen würde es, die momentane Schwäche Assads auszunutzen um ihn zu echten Reformen zu bewegen.
    Die Zeit dazu ist günstig wie nie.

    Alle arabischen Staaten denen der Westen von außen Demokratie gebracht hat sind in einer katastrophalen Verfassung (Irak, Libyen, Afghanistan).

    In Syrien finden zum Beispiel hunderttausende Christen die von den Zuständen nach der Demokratisierung in Irak flüchten, eine sichere Zuflucht.

    Daraus sollte man lernen.
  8. #8

    Lösung? Ganz einfach.

    Wenn man wirklich will, dann Ist es doch ganz einfach. Drohne, Lenkflugkörper, fertig. Schaffen die USA ja auch bei irgend welchen Terroristen mitten im Nichts.

    Die Frage die man sich vorher aber stellen muß: Was kommt dann nach? Wie man in Ägypten und Libyen sieht muß das was dann kommt nicht immer besser sein. Lieber einen halbwegs säkularen Diktator, als einen "demokratisch" gewählten Islamisten...
  9. #9

    Kriegstreiber

    Warum soll Assad weg? Sollte man diese Entscheidung nicht dem syrischen Volk überlassen? Und das hat kürzlich gewählt. Trotz massiver Terrordrohungen sind mehr als 50% der Bevölkerung zur Wahl gegangen, eine Tatsache, über welche unsere gleichgeschalteten Medien tunlichst nichts berichten. Dabei wurde deutlich: die vom Westen so gelobten ‚Rebellen‘ haben in der Bevölkerung keinen Rückhalt. Die meisten Stimmen hat die amtierende Regierung erhalten. Das dürfte ein Grund sein, warum die Kampagne unserer Medien jetzt schriller wird. Ich wünsche dem syrischen Volk, dass die Kriegstreiber ihr Ziel nicht erreichen werden. Denn was dies für die Bevölkerung bedeutet, haben uns die verbrecherischen Kriege in Afghanistan, Irak und Libyen deutlich gezeigt.








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