Bürgerkrieg in Syrien: Opposition präsentiert Plan für die Ära nach Assad

Sechs Monate lang haben Regimegegner unter strengster Geheimhaltung in Berlin an einem Grundriss für ein neues Syrien gearbeitet. Nun wollen sie den Bericht mit dem Titel "The Day After" vorstellen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...852401,00.html
  1. #1

    demokratischer Ansatz?

    Im Ausland sitzen 45 Feinde des syrischen Präsidenten und erarbeiten einen Plan für ein neues Syrien nach dem gewaltsamen, von aussen erzwungenen Sturz der Regierung. Die Bevölkerung Syriens einschließlich der in Syrien ansässigen Opposition hat bei der Planung keine Mitsprache. Schon dieser Ansatz ist sehr demokratisch, oder?
  2. #2

    Solange Rohstoff- und ideologische Stellvertreterkriege zw. den USA und Russland/China auf fremden Territorien toben, sterben Menschen in Ländern mit attraktiven Rohstoffen beliebig im Kugelhagel gekaufter Milizen. Außerdem sind solche Regionen die lukrativsten Absatzmärkte für Waffen, Miltär- und Wiederaufbau-Technologie! Außer ein oaar aufgergten Menschnrechtsfreunden interessiert sich NIEMAND wirklich für das Schicksal der zurückbleibenden Angehörigen oder politisch Inhaftierten! Es bleiben NAchrichten-Zweizeiler, selbst in den öff.rechtl. Medien werden die Nachrichten über die katastrophalen Zustände dort nur noch mangelhaft transportiert.

    Russland legt in der UN ein Veto nach dem anderen ein, die USA befinden selbstherrlich, dass erst eingegriffen würde, wenn chemische Waffen eingesetzt würden. Andere Mord-Praktiken (auf beiden Seiten) sind also ok???!!!

    Und in Deutschland wird über Benzinpreise, das Wetter und Fußballtrainer diskutiert. Verkommen wir immer mehr zu einem Land unfassbarer Ignoranz?
  3. #3

    Treffen in Berlin???

    Och, nee. Sagt bloss, wir haben wieder Blut an unseren Händen und Mitschuld am Bürgerkrieg.
  4. #4

    Ich lach mich gerade schlapp ...

    ... "The Day After", es wird immer absurder, wenn's nicht so traurig wäre. Und Spiegel Online mischt ganz vorne mit, bei den Terrorrebellen Sympathiebekundungen.
  5. #5

    Handeln

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sechs Monate lang haben Regimegegner unter strengster Geheimhaltung in Berlin an einem Grundriss für ein neues Syrien gearbeitet. Nun wollen sie den Bericht mit dem Titel "The Day After" vorstellen.

    Syrische Opposition präsentiert Plan für die Ära nach Assad - SPIEGEL ONLINE
    "...Wichtig sei es, nach einem Sturz Assads schnell alle Gruppen an einen Tisch zu bringen..."
    Nach einem Sturz - da ist wohl das Problem zu suchen. Etwas weiter ist von einem Patt zwischen den bewaffneten Oppositionskräften und der syrischen Armee die Rede.
    Es scheint langsam wirklich klar zu werden, dass die Auseindersetzung kriegerisch ohne ein Eingreifen der (West-)Mächte nicht zu entscheiden ist. Also kann der Weg nur sein, v o r einem Sturz Assads alle Gegner u n d Vertreter des alten Regimes (möglicherweise ohne Assad) an einen Tisch zu bringen und zu v e r h a n d e l n. Bomben und Granaten werden das Elend nur verschlimmern, egal, wer sie wirft.
  6. #6

    Typisch

    die Leute, die überhauptnix dafür machen, dass ihr "Feind" gestürzt wird, die handeln einen Plan für die Zeit danach aus. Die Leute die an der "Front" sitzen, bekommen dann das nächste irgendwas aufgezwungen...
  7. #7

    SWP-Papierchen völlig irrelevant

    Es ist gerade umgekehrt: Die SWP und Außenministerium sind die Akteure und die "syrischen Oppositionellen" nur Stafage. Mit dem "day after" legen sie sich aber etwas weit aus dem Fenster, denn Assads Tage scheinen doch nicht "gezählt", wie Westerwelle und BND meinten.
    In Teheran findet gerade das Treffen der Blockfreien Länder statt unter Teilnahme von über 100 Ländern. Was dort in den kommenden Tagen zu Syrien verabschiedet wird, hat wirkliche Relevanz. Das SWP-Papierchen aus Berlin kann in den Papierkorb.
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sechs Monate lang haben Regimegegner unter strengster Geheimhaltung in Berlin an einem Grundriss für ein neues Syrien gearbeitet. Nun wollen sie den Bericht mit dem Titel "The Day After" vorstellen.

    Syrische Opposition präsentiert Plan für die Ära nach Assad - SPIEGEL ONLINE
    45!!! Personen präsentieren in Berlin einen Plan für die Ära nach Assad.

    Ob sich die kämpfenden "Aktivisten" in Syrien (auch) daran halten werden.... wohl eher nicht.

    Interessant. Die USA und Frankreich scheinen uneinig über die weitere Vorgehensweise in Syrien.....

    "Die USA sprechen sich gegen die vom französischen Präsidenten Hollande geforderte Bildung einer Übergangsregierung in Syrien aus. Angesichts der zersplitterten Opposition des Landes sei das verfrüht."

    Syrien: USA lehnen rasche Übergangsregierung ab | Revolution in Arabien*- Frankfurter Rundschau
  9. #9

    wurde auch zeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sechs Monate lang haben Regimegegner unter strengster Geheimhaltung in Berlin an einem Grundriss für ein neues Syrien gearbeitet. Nun wollen sie den Bericht mit dem Titel "The Day After" vorstellen.

    Syrische Opposition präsentiert Plan für die Ära nach Assad - SPIEGEL ONLINE
    wurde auch zeit.

    meiner meinung nach hat man damit viel zu lange gewartet, der westen muss wissen wen er im fall der fälle unterstützt.

    die unterstützung des westens war auf grund des nicht vorhandenen ansprechpartners und der dezentralisierten führung des aufstandes bisher eher mau, das aufmunternde verbale getöse des westens sollte nicht darüberhinwegtäuschen.