REUTERSPlant der wankende syrische Präsident den Einsatz von Chemiewaffen? Ein abtrünniger Offizier warnt eindringlich davor, dass Assad Massenvernichtungswaffen einsetzen will. Israel bereitet ein militärisches Eingreifen zur Sicherung des Arsenals vor.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...845694,00.html
wollen wir mal hoffen , das es nicht so weit kommt. aber jemand der mit dem rücken zur wand oder sich bedroht fühlt, ist unberrechenbar. ganz abgesehen davon, das das ganze zeug in die falschen hände geraten könnte. oder was noch schlimmer sein kann, irgendein befehlshaber verliert die nerven.
israel sollte mal ganz schnel davon weggehen, da einzugreifen, wenn man nicht das risiko eingehen will, das wankelmütige teile von armee und regime sich wieder hinter assad scharen könnten
Möglich ist alles. Auf der anderen Seite kann die Luftwaffe der Armee gleichen Effekt erzielen ohne Chemiewaffen.
Möglich ist nämlich auch, dass die Opposition jetzt eine andere Strategie fährt. Nachdem man vergeblich auf die libyische Lösung gesetzt hat (Plan-A), nämlich durch Angriffe möglichst viele zivile Opfer zu produzieren, um der NATO einen Kriegseinsatz zu ermöglichen, versucht man jetzt die "Massenvernichtungsstrategie" (Plan B), mit der der Kriegseinsatz der USA gegen den Irak gerechtfertigt wurde. Ein Einsatz von Chemiewaffen, von der UNO nachgewiesen, wäre sich das sichere Ende des Assad-Regimes.
Wie praktisch - sogar das Timing dieser "Erkenntnisse" ist makellos. Schön dass man auch heutzutage militärische Interventionen mit Hörensagen und dem nicht überprüfbaren Statement einer der beteiligten Konfliktparteien legitimieren kann....."Das Regime hat damit begonnen, sein chemisches Arsenal zu verlegen und zu verteilen, um es für einen möglichen Einsatz vorzubereiten", sagte Mustafa Sheikh der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Erkenntnisse der Rebellentruppen
Ich will hoffen die tollste Bundesregierung aller Zeiten hält uns aus diesem rein internen Machtkonflikt heraus!
mit dem Krieg. Die Kriegstreiber kommen immer mehr aus der Deckung.
Chemiewaffen hätten doch auch rebellierende Soldaten mitnehmen können. Davon gab es doch laut Medien Tausende. Auf der Bilderserie sehe ich höchstens 150 Leute die die Syrische Fahne schwenken, keine Tausende. Von einem Land mit ca. 21 Mio Einwohner sind 100.000 über die Grenzen gefüchtet, das sieht nicht "überall gibts Kämpfe" aus. Ich glaube eher die Rebellen sind besser bewaffnet worden, aber die Kämpfer gehen die Organisatoren aus.
...langsam spannend.
Wenn die Berichte über geheime Transporte chemischer Kampfmittel überhaupt zutreffen, dann kann eine Verbringung an sichere Orte ein Grund hierfür sein. Man muss dieses Zeug auf alle Fälle vor dem Zugriff der Fundamentalisten sichern.
Vor diesem Hintergrund sind dann wohl auch die Aktivitäten der Israelis zu verstehen. Interessant jedenfalls die Bemerkung, dass diese sich eher vor einem Sturz Assads ängstigen und deshalb in Alarmstimmung sind.
Den Aussagen dieses Ex-Generals würde ich jedenfalls keinerlei Glauben schenken. Was hat man uns nicht bisher schon für Lügengeschichten aus diesen Ecken vorgesetzt.
Assad wird kein Giftgas einsetzen. Der Mann ist nicht bescheuert. Da hätte er ja gleich alle Rebellenhochburgen durch seine Luftwaffe einäschern lassen können.
Hat nicht auch Saddam Hussein im Irak Giftgas einsetzen wollen? Auf diese Art der billigen Propaganda sollte der Spiegel nicht unbedingt hereinfallen. Sicherlich wird in den nächsten Tagen ein Kinderkrankenhaus oder ein Fabrik für Baby-Milch zerstört.
Vielleicht sollte man sich die Propaganda-Strate4gien aus dem Serbienkrieg anschauen. Immer die gleiche Masche. Auch die Opposition in Syrien - bestens bezahlt aus Saudi-Arabien arbeitet mit den gleichen Mittel. Ok, wir wollen natürlich in Syrien ein Regime, das wie Saudi-Arabien, den Weltfrieden fördert. Förert es auch die Demokratie oder fördert es bestimmte religiöse Gruppen in Syrien?
Unsere Politik scheint zu sein: Hauptsache Assad ist weg und mit ihm die relativ liberalen Alaviten. Alaviten? Was? Noch nie gehört? Dann bitte sofort informieren, bevor die Zeit zu kurz wird.
Die Sorgen Israels kann ich gut verstehen. Dennoch scheint mir ein mögliches Eingreifen Israels in den syrischen Bürgerkrieg noch gefährlicher als eine Hisbollah mit Chemiewaffen. Eine Wehrpflichtigenarmee in ein Chaos zwischen die Fronten zu schicken, wo sie für beide Bürgerkriegsparteien zum Feind würde, ist militärtaktisch gesehen eine aberwitzige Idee.
Auch strategisch wäre es vermutlich sehr unklug. Die Hauptsponsoren der Aufständischen sind arabische Länder, die zwar kaum offen gegen die israelische Armee vorgehen könnten, die aber in der Folge den gegenwärtigen Modus vivendi mit Israel in Frage stellen würden, schon wegen des entstehenden innenpolitischen Drucks.
Russland mit seiner Marinebasis in Tartus würde ebenfalls extrem empfindlich reagieren. Keiner kann vorhersehen, welche Entwicklung sich in diesem Fall in der Türkei ergeben würde.
Ich nehme deshalb an, dass Israel nur droht, um deutlich zu machen, dass seine Interessen empfindlich berührt sind und dass es im Notfall zum Aeussersten entschlossen wäre. Im Grunde ist das eine Aufforderung an den Westen und Russland, die israelischen Interessen im Auge zu behalten.