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Bürgerkrieg in Syrien: Assads flüchtiger Premier will nach Katar

AFPSyriens Ministerpräsident Hidschab hat sich über die grüne Grenze nach Jordanien abgesetzt, jetzt will er weiter nach Katar. In einem Appell fordert er alle Staatsdiener auf, dem Assad-Regime den Rücken zu kehren.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...848528,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Syriens Ministerpräsident Hidschab hat sich über die grüne Grenze nach Jordanien abgesetzt, jetzt will er weiter nach Katar. In einem Appell fordert er alle Staatsdiener auf, dem Assad-Regime den Rücken zu kehren.

    Syrien: Assads flüchtiger Premier Hidschab will nach Katar - SPIEGEL ONLINE
    Nun. Ist es nicht eigentlich von Vorteil für Assad, wenn jemand, der seit Monaten geheime Informationen weitergeleitet hat und Terroristen unterstützt, abhaut?! Jetzt kann man sich auf die Rebellen konzentrieren und muss nicht erst noch weitere fanatische Sunniten aus der Regierung werfen.
  2. #2

    Nachrichten und Wahrheiten

    Zitat von Rodri Beitrag anzeigen
    Nun. Ist es nicht eigentlich von Vorteil für Assad, wenn jemand, der seit Monaten geheime Informationen weitergeleitet hat und Terroristen unterstützt, abhaut?! Jetzt kann man sich auf die Rebellen konzentrieren und muss nicht erst noch weitere fanatische Sunniten aus der Regierung werfen.
    Wer in den letzten Monaten den Nachrichten aus dem Bürgerkrieg in Syrien einigermaßen gefolgt ist, weiß, dass der Versuch Assads, Hidschadb's Flucht und Seitenwechel als 'Entlassung des Miniters' darzustellen mehr als lachhaft ist. Wer in Syrien die Seiten wechseln will, begibt sich in unmittelbare Lebensgefahr. Ein solcher Seitenwechsel ist nicht von einem auf den anderen Tag machbar, schon garnicht für hochrangige Politiker, Militärs oder Wirtschaftsfiguren. Und in der Situation, in der Assad und sein Clan sich befinden, entlässt er nicht von einem auf den anderen Tag den PM, der dann wenige Stunden später mal eben so mit seiner gesamten Familie, seinem Sprecher und weiteren Mitarbeitern über die Grenze spaziert oder geschmuggelt oder wird. Wäre er entlassen, worden, so wäre er mindestens unter Hausarest gesedtzt worden wie vorher General Tlas. Die Flucht und Defection Hidschab's ist seit langer Zeit geplant gewesen und dieser Vorgang belegt nach dem erfolgreichen Anschlag der Rebellen auf das Meeting der höchsten Sicherheitsgremiums Assads erneut, dass im Zentrum des Clans, in Assads unmittelbarer Nähe Unterstützer der Rebellen agieren, die offenbar sehr genau wissen, wie sie vorgehen müssen, um erfolgreich zu sein. Es kann sehr gut sein, dass diese quasi 'geheime Front' des Bürgerkriegs in Syrien diesen letztlich entscheiden wird. Die Flucht und der Seitenwechsel des PM und anderer wird noch lange nicht ausreichen, um den Sturz des Diktators einzuläuten, dafür ist Assads Clan militärisch noch immer zu stark; aber wirtschaftlich und moralisch ist er angeschlagen und schwach wie nie. Ich wünsche den Menschen in Syrien, dass der Sturz des Assad'schen Schlachtereibetriebes nicht mehr allzu lang dauern möge.
  3. #3

    Sehr glaubwürdig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Syriens Ministerpräsident Hidschab hat sich über die grüne Grenze nach Jordanien abgesetzt, jetzt will er weiter nach Katar. In einem Appell fordert er alle Staatsdiener auf, dem Assad-Regime den Rücken zu kehren.

    Syrien: Assads flüchtiger Premier Hidschab will nach Katar - SPIEGEL ONLINE
    Seine Gegnerschaft zu Assad hat er erst jetzt erkannt? Warum hat er sich zum MP ernennen lassen? Ich glaube kaum, daß er zu diesem Amt gezwungen wurde.
  4. #4

    Rummel

    Soviel Rummel um einen Überläufer,der vielleicht gekauft wurde.
    In Libyen gab es auch einige.Die meisten leben nicht mehr oder sind vermisst.
    Und den Ölminister Libyens hat man aus dem Fluss gefischt, angeblich bei Spaziergang ertrunken.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Syriens Ministerpräsident Hidschab hat sich über die grüne Grenze nach Jordanien abgesetzt, jetzt will er weiter nach Katar. In einem Appell fordert er alle Staatsdiener auf, dem Assad-Regime den Rücken zu kehren.

    Syrien: Assads flüchtiger Premier Hidschab will nach Katar - SPIEGEL ONLINE

    Naja man muss trotzdem bedenken, dass Hidschab erst vor kurzem zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Auch nur deshalb, weil bei einem Anschlag der frühere Ministerpräsident getötet wurde
  6. #6

    Zitat von caty24 Beitrag anzeigen
    Soviel Rummel um einen Überläufer,der vielleicht gekauft wurde.
    In Libyen gab es auch einige.Die meisten leben nicht mehr oder sind vermisst.
    Und den Ölminister Libyens hat man aus dem Fluss gefischt, angeblich bei Spaziergang ertrunken.
    Genau. Und es gab seitens der Medien keine weiteren Informationen darüber.

    Ich vermisse auch bis heute ein Interview von Melinda Taylor der Pflichtverteidigerin Saif Al Islams. Diese wie auch weitere ISTgH Mitarbeiter wurden mehrere Wochen in Libyen festgehalten. Weshalb jetzt nach immer noch nicht mehr Informationen seitens der Presse kommt wundert mich bis heute. Anscheinend besteht kein Interesse, da die Pflichtverteidigerin nichts gutes über die neuen Machthaber in Libyen zu berichten hat. Vielleicht weiß dieser Mann einfach zu viel und er soll einfach zum Tode verurteilt werden. Heute bettelt Saif um eine Auslieferung nach Den Haag. Welch eine Ironie der Geschichte...
  7. #7

    Zitat von cap87 Beitrag anzeigen
    Genau. Und es gab seitens der Medien keine weiteren Informationen darüber.
    Komisch. Woher wissen Sie es dann, wenn es nirgendwo zu lesen war? Ist Ihnen so zugeflogen, oder?

    Zitat von cap87 Beitrag anzeigen
    Ich vermisse auch bis heute ein Interview von Melinda Taylor der Pflichtverteidigerin Saif Al Islams. Diese wie auch weitere ISTgH Mitarbeiter wurden mehrere Wochen in Libyen festgehalten. Weshalb jetzt nach immer noch nicht mehr Informationen seitens der Presse kommt wundert mich bis heute.
    Könnte vielleicht daran liegen, dass die meisten Journalisten sich derzeit auf aktuelle Krisenherde konzentrieren. Wieso führen Sie dieses Interview nicht und veröffentlichen es dann? Ist doch kein Problem, oder?
  8. #8

    Zitat von Ameisenbauer Beitrag anzeigen
    Komisch. Woher wissen Sie es dann, wenn es nirgendwo zu lesen war? Ist Ihnen so zugeflogen, oder?




    Könnte vielleicht daran liegen, dass die meisten Journalisten sich derzeit auf aktuelle Krisenherde konzentrieren. Wieso führen Sie dieses Interview nicht und veröffentlichen es dann? Ist doch kein Problem, oder?
    Was nützt es mir zu wissen, wieso dieser Mann gestorben ist? Mich interessieren die Gründe dahinter. Welche Motive könnten seine Mörder haben? War es wirklich ein natürlicher Tot? Die Wahrscheinlichkeit ist so gering, dass ein Mensch im Fluss ertrinkt. Aber anscheinend will dies keiner hinterfragen, weil es nicht gewollt ist? Fragen über Fragen....Ansonsten ist die Presse doch auch willig jedes Detail zu veröffentlichen. Ich errinere an die E-Mails von Assad und die angeblichen Einkäufe seiner Frau in Europa. Wen interessiert so ein Müll?

    Libyen ist also nach ihrer Meinung nach kein aktueller Krisenherd? Da gibt es täglich übergriffe und nicht nur auf "westliche institutionen" in Bengasi. Diese erfahre ich leider in nicht deutschen Portalen.

    Wie bitte soll ich ein Interview mit Medina Taylor führen? Wer bin ich überhaupt ein Interview führen zu können. Dafür ist die Presse zuständig und anscheinend hat sie keinerlei Interesse daran.
  9. #9

    Zitat von cap87 Beitrag anzeigen
    Was nützt es mir zu wissen, wieso dieser Mann gestorben ist? Mich interessieren die Gründe dahinter.
    Ja und, ich interessiere mich auch dafür, was der Dalai Lama dazu zu sagen hat. Trotzdem interviewt ihn keiner, um mein Wissensbedürfnis zu stillen. Soll heißen, wenn es nicht genug andere Leute gibt, die sich für irgendwas interessieren, wird auch kein Journalist in der Richtung recherchieren, wenn er sich nicht selbst zufällig grad für das Thema interessiert.

    Zitat von cap87 Beitrag anzeigen
    Welche Motive könnten seine Mörder haben? War es wirklich ein natürlicher Tot? Die Wahrscheinlichkeit ist so gering, dass ein Mensch im Fluss ertrinkt. Aber anscheinend will dies keiner hinterfragen, weil es nicht gewollt ist?
    Was soll denn daran nicht gewollt sein? Glauben Sie im ernst, die Journalistenpolizei kommt dann und verhaftet alle Journalisten, die da recherchieren? Es ist viel profaner. Es interessiert sich einfach in nennenswerter Zahl keiner mehr für das Thema (weder in der Bevölkerung, noch in den Medien) und es bringt keine Auflage. Noch dazu gibt's zur Zeit jede Menge spannendere Themen.

    Zitat von cap87 Beitrag anzeigen
    Libyen ist also nach ihrer Meinung nach kein aktueller Krisenherd?
    Was hat meine Meinung damit zu tun? Ich mach doch die Nachrichten nicht.


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