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Bürgerentscheid zur dritten Startbahn: Showdown für Münchens Flughafen

DPAMünchen wählt: Eine Million Bürger entscheiden, ob der Flughafen eine dritte Startbahn bekommen soll - obwohl sie nicht direkt betroffen sind. Das Milliardenprojekt ist umstritten, der Ausgang der Wahl vollkommen offen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...839071,00.html
  1. #1

    Was fuer eine Farce!

    ich habe zwischen 1978 und 1980 in unmittelbarer Naehe des jetzigen Flughafen Muenchen II gelebt und gegen den Bau gekaempft. Das Ergebnis kennen wir: ein einmaliges Naturschutzgebiet, das Erdinger Moos, wurde zerstoert. Und jetzt dieser "Entscheid". Wie lachhaft.
  2. #2

    Eine Farce...

    ... ist dieser Bürgerentscheid schon deshalb, weil nur diejenigen abstimmen sollen, die ausschließlich von den Vorteilen aus der Flughafenerweiterung profitieren würden.
    Diejenigen, die die Nachteile haben, wohnen weit draußen und dürfen gar nicht abstimmen.
  3. #3

    Runter kommen Sie alle.

    Genau deshalb brauchen wir aber auch keine neue Landebahn. Wer dem Ausbau hingegen zustimmt, nimmt damit aber auch billigend den weiteren Anstieg an Krebserkrankungen in der Region in Kauf. Leukämie, Lungen- und Prostatakrebs sind schon nach Inbetriebnahme der ersten beiden Bahnen drastisch angestiegen. Auch wird ein Zusammenhang zwischen Kerosinabgasen und Hirntumoren immer wahrscheinlicher. Deshalb NEIN - NEIN - NEIN!
  4. #4

    Unglaublich

    Es ist eigentlich nicht zu fassen:
    Diejenigen Bürger, die von Dreck, Abgasen. Lärm und Umweltzerstörung direkt betroffen sind, dürfen nicht abstimmen.
    Begründung: Ihre Gemeinden sind nicht in der Flughafengesellschaft.

    Leben wir eigentlich in einem Entwicklungsland, ist Demokratie in Bayern ein Fremdwort?
  5. #5

    Die Flughafengesellschaft hat große Angst und das ist ein gutes Zeichen!

    Die FMG hat panische Angst, dass ihre Argumente nicht ziehen und verpulvert im Endspurt Geld ohne Ende, wohlgemerkt Steuergelder: Werbung auf sueddeutsche.de, Werbung auf den Infoscreens in der U-Bahn, die ganze Stadt ist mit Plakaten zugepflastert. In der U-Bahn sind Drückerkolonnen unterwegs, die den Fahrgästen Werbung für die Startbahn aufnötigen. Parkende Autos und Radl werden mit blauen Werbe-Anhängern versehen, auf denen Ude und Seehofer gemeinsam für die 3. Startbahn werben.
    Liebe Startbahn-Lobbyisten, ihr habt zwar sehr viel Geld, aber kein Herz und das spüren die Wähler in München sehr genau.Sonntag Abend ist euer hirnrissiges Projekt (zumindestens für die nächsten zehn Jahre) vom Tisch.
  6. #6

    Ein tolles Geschäft zu Laster Dritter!

    Wenn die Münchner Politiker unbedingt noch eine Startbahn haben wollen, dann sollen sie diese doch bitteschön in der Nähe des eigenen Stadtgebietes bauen. Im Stadtteil Riem wäre immer noch Platz für eine Startbahn von der aus die Flieger genau geradeaus in Richtung Innenstadt und übers Münchner Rathaus fliegen könnten. Aber seltsamerweise erschien den Münchner Politikern in den 1980er Jahren der Flughafen in Riem mit ca. 10 Mio Passagieren pro Jahr schon als unzumutbarer Belastung für die Stadt. Der Region München-Nord sollen nun mehr als 40 Mio Passagieren pro Jahr zugemutet werden und die Starbahn soll unmittelbar neben bewohnten Gebiet verlaufen. Ich finde die Verantwortlichen sollten sich einfach mal an die goldene Regel erinnern: Was Du nicht willst, dass man Dir tu…. und so weiter.
  7. #7

    Ganz klar:

    Her mit der dritten Bahn! Bauen!
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    München wählt: Eine Million Bürger entscheiden, ob der Flughafen eine dritte Startbahn bekommen soll - obwohl sie nicht direkt betroffen sind. Das Milliardenprojekt ist umstritten, der Ausgang der Wahl vollkommen offen.

    Flughafen München: Bürger entscheiden über dritte Startbahn - SPIEGEL ONLINE
    Ich weiß gar nicht, was das ganze Drama soll. Man hat genau aus Gründen der Erweiterbarkeit den Flughafen von Riem in das Erdinger Moos verlegt und die umliegenden Gemeinden haben sich nicht großartig gewehrt - waren scharf auf die Gewerbeeinnahmen und leben seitdem ja auch nicht unbedingt schlecht davon.

    Geplant war die Fläche von anbeginn an für 4 Start- und Landebahnen. Als dann nur zwei gebaut wurden und der Abstand zum Flughafen groß genug war, hatten sich die Anlieger damit arrangiert. Jetzt wo sich abzeichnet, dass 2 Start- und Landebahnen nicht mehr ausreichen beginnt auf einmal das große Geschrei.

    Ich bin Münchner und ich habe bereits per Briefwahl abgestimmt - weil es mir ein wichtiges Anliegen ist ein Zeichen zu setzen. Klar wird es eine Merheit für den Flughafenausbau geben - mit den einkalkulierten Jahren der Gerichtsprozesse wird die dritte Start- und Landebahn genau dann fertig, wenn man sie braucht.

    Ehrlich gesagt gebe ich tausendmal lieber Geld für eine Infrastrukturmaßnahme bei mir vor der Haustür aus, als mein letztes Geld nach Griechenland, Spanien, Portugal, Italien oder in die neuen Bundesländer zu blasen.

    Denn machen wir uns mal nichts vor - mit viel Glück schaffen wir gerade noch die umstrittenen Strukturprojekte der nächsten Jahre - Stuttgarter Bahnhof und Münchner Flughafen, dann wird für sehr lange Zeit Schluß mit lustig sein in Deutschland und Europa.

    Zu den hier angesprochenen angeblichen Steigerungen von Krebserkrankungen im Münchner Norden seit dem da der Flughafen ist kann ich nur sagen: eindeutige Studien vorlegen oder das Lügen einstellen.
  9. #9

    machen wir es doch "einfach".

    Jeder im Umkreis von 5KM um die geplante Landebahn bzw. 1KM Flughöhe bei Landung (ich kenne mich nicht aus, ab wann ist es zumindest nicht mehr hörbar?)

    Zudem muss die Toilette eingestellt bzw. die Ausscheidungen im Flugzeug behalten werden, im Radius von 10Km.

    Wenn eines der Kritierien erfüllt ist, müssen 200% des aktuellen Marktpreises (ohne evlt. bereits gedrückten Wert durch die Planung der Startbahn) an die Eigentümer bezahlt werden. Gemauschelte Wertgutachten gelten nicht. Mieter erhalten entsprechende Entschädigung für einen nötigen Umzug + 300% der verursachten Kosten, alles über Umzugsservice bis hin zu Behördengänge werden erledigt.

    Die Kosten hat der Flughafen GmbH zu tragen.


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