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Bücher-Entführer an der Uni: Kleptomanische Juristen, eifersüchtige Theologen

Wo ist nur das verflixte Buch?*Studenten suchen oft verzweifelt wichtige Literatur, die*in der Bibliothek nicht dort steht,*wo sie hingehört.*Tausende Bände verschwinden, weil Mitstudenten sie verstecken und verschlampen.*Für einen kleinen Vorteil macht mancher selbst vor Gewalt nicht halt.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...792521,00.html
  1. #20

    Spießbürger

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    mit der qualifikation hats nix zum tun, sondern mit moral und anstand. ok, juristen brauchen das heut nimmer, nicht mal wenn sie notar werden, aber von teologen würd ich wenigstends ein fünkchen anstand noch erwarten wollen, ich als utopist. natürlich weiß ich aber auch, dass man zu viel erwartet, wenn man sich wünscht, dass ausgerechneet teologen keine kinder schänden, keine bücher klauen oder verstecken, nicht lügen, nicht ehebrechen usw. wie gesagt: moral ist eine utopie.
    Sehr geehrter Herr Gebetsmühle. Sie sind kein Utopist, nicht einmal ein Moralist, sondern ein saurer, selbstgerechter, in die Jahre gekommener Spießbürger. Ich gehe fest davon aus, daß allein der Umstand, nicht auf der Uni gewesen zu sein, Sie davor bewahrt hat, die eine oder andere studentische Unsitte zu entwickeln, dafür haben Sie in ferner Jugend oder auch in Ihrem Berufsleben mit Sicherheit auch das eine oder andere gemacht, dessen Sie sich heute schämen müßten, würden Sie sich darauf einlassen, Ihre bezüglich der Studenten aufgestellten Maßstäbe daran anzulegen.
  2. #21

    Spießbürger

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    mit der qualifikation hats nix zum tun, sondern mit moral und anstand. ok, juristen brauchen das heut nimmer, nicht mal wenn sie notar werden, aber von teologen würd ich wenigstends ein fünkchen anstand noch erwarten wollen, ich als utopist. natürlich weiß ich aber auch, dass man zu viel erwartet, wenn man sich wünscht, dass ausgerechneet teologen keine kinder schänden, keine bücher klauen oder verstecken, nicht lügen, nicht ehebrechen usw. wie gesagt: moral ist eine utopie.
    Sehr geehrter Herr Gebetsmühle. Sie sind kein Utopist, nicht einmal ein Moralist, sondern ein saurer, selbstgerechter, in die Jahre gekommener Spießbürger. Ich gehe fest davon aus, daß allein der Umstand, nicht auf der Uni gewesen zu sein, Sie davor bewahrt hat, die eine oder andere studentische Unsitte zu entwickeln, dafür haben Sie in ferner Jugend oder auch in Ihrem Berufsleben mit Sicherheit auch das eine oder andere gemacht, dessen Sie sich heute schämen müßten, würden Sie sich darauf einlassen, Ihre bezüglich der Studenten aufgestellten Maßstäbe daran anzulegen.
  3. #22

    gemach

    Zitat von mats123 Beitrag anzeigen
    Unter Studenten gibt es genauso einen Sittenverfall wie in der Unterschicht und andernorts auch. Das ist traurig, denn eigentlich sollte man von Studenten, der angeblichen akademischen Elite, erwarten, dass......
    der geistig moralische Verfall der "Jugend" wurde schon in der Antike beklagt, und demnach müßte sie heute etwa auf dem der Amöbe angekommen sein. Naja, vielleicht war sie das ja auch schon immer ;-)

    Glauben Sie mir (und anderen bemoosten Semestern), die Unis wurden bereits vor Jahrzehnten von den Studenten nicht pfleglicher behandelt, als dies heute der Fall ist. Klos waren auch vor 20, 30 Jahren von tapferer aber mangelhaft begabter Narrenhand verziert (ich habe unlängst die Uni-Bib meiner alten Alma Mater aufgesucht und zu meinem Erstaunen auf den inzwischen modernisierten Toiletten genau die gleichen dämlichen Sprüche und geschmacklose Kritzeleien gefunden wie vor Jahren - auch an dieser Stelle kein Fortschritt), überall lag Müll herum, Kaffeetassen fanden sich an den erstaunlichsten Orten, Studentenwohnheime waren Orte allgemeinen Siffs, und die Hauptbeschäftigung vieler Studis waren die zahlreichen Parties. Es wurde gekifft, und gesoffen haben vor allem die linken mindestens so viel wie die vielgeschmähten Korporierten. Ganz zu schweigen natürlich von den Räume des AStA, deren natürlicher Zustand Sperrgutmöbel in unterschiedlichstem Verfallszustand, überquellende Aschenbecher und Mülleimer, und Kisten voller Leergut waren, und die dicke Tapeten angeklebter, angezwickter und halb abgerissene Aushänge linker Hochschulaktivisten der letzten Jahre zierten... und Bilder aus den frühen 70ern lassen erahnen, daß es schon zu dieser Zeit nicht anders war.
  4. #23

    Als...

    ...Jurastudent (heute heißt das ja -"studierender", warum auch immer) in Hamburg in den achtziger Jahren wußte ich beim Werkeln an einer großen Hausarbeit, daß ich auf dem Weg zur Lösung auf der richtigen Spur war, wenn aus der NJW, NVwZ, StV oder einer anderen Fachzeitschrift ein Aufsatz oder eine Gerichtsentscheidung mit Rasierklinge o. ä. sauber herausgeschnitten war und fehlte.
    Wer immer es war, der/ die so etwas gemacht hat - es steht zu vermuten, daß solche Sch...Typen heute nach entsprechender Karriere irgendwo "ganz vorne" zugange sind.
    Und ein wenig sieht diese Welt heute dann auch aus.
  5. #24

    Das klingt...

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    nun, das funktioniert, so lange sich alle, auch die Profs, daran halten. Und sie auch stimmen. Einem Buch resp. dessen Aufenthaltsort bin ich beispielsweise nur auf die Spur gekommen, weil ich irgendwann herausfand, daß eine Sekretärin unter der Hand die von Profs entnommenen Bücher notierte. Dem Übeltäter konnte ich es dann nach Wochen zähen Ringens und auf die Nerven Fallens entreißen.

    Und dem Öffnen des Grabes von Tut-Anch-Amun durch Howard Carter glichen die Gefühle von Kommilitonen, die als Hiwis das Büro eines ur-ur-alten Emeritus räumten und ganz unglaubliche Schätze jahrzehntelanger Sammel- und Hortungtätigkeit ans Tageslicht beförderten.

    wenigstens etwas, was an der Uni Passau lobensert ist ;-)
    ...ja fast romantisch, ein wenig nach der Feuerzangenbowle. ;-)
    Wenn es auch nervig gewesen sein mag, es war wohl ein gutes Gefühl beim Ausgraben und fündig werden.
  6. #25

    ..

    Zitat von pterois Beitrag anzeigen
    Stimmt, wer sich erwischen lässt, scheint nicht das notwendige Potential zum erfolgreichen Juristen mitzubringen.

    Denn, zynisch betrachtet, sind es doch die Bereitschaft zu asozialem Verhalten und das Talent, ungeschoren davonzukommen, welche die sogenannte "Elite" von Juristen und Betriebswirtlern ("Manager") mitbringen muss...

    Solch Verhalten wird vermutlich auch von Vorbildern geprägt. Hab selbst bis vor kurzem BWL studiert und immer in der Bibliothek gelernt. Es hat nie (!) auch nur ein Buch gefehlt. Einmal hab ich einen Aufsatz aus einer Fachzeitschrift aus den 80er Jahren vermisst. Die Ausstattung der Fachbibliothek (getrennt von anderen, daher nichts mit in Literaturwissenschaft verstecken) war aber auch sehr gut ausgestattet, mit mehreren Exemplaren von den jeweils benutzten Lehrbüchern.

    Von den Juristen hab ich allerdings bisher auch die Horrorgeschichten gehört, weil die alle dieselbe Hausarbeit schreiben. Das Problem lässt sich wohl nur durch mehr Arbeitseinsatz der betreuenden Profs / Mitarbeiter lösen, also vollkommen illusorisch.








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