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Buddha, Jesus & Co.: Thailand will religiöse Tattoos verbieten
Buddha auf dem Bauch, Jesus auf dem Bizeps: Einem thailändischen Minister wird das zu bunt. Er ruft Tätowierstudios dazu auf, Touristen keinen religiösen Körperschmuck mehr zu verpassen - das sei anstößig und respektlos.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...766390,00.html
- #1 03.06.2011 12:09 von
Nicht die ganze Geschichte!
Ja, hat er gesagt - er hat aber auch gesagt, dass die Vorlagen erst gar nicht mehr verwendet werden dürften - und dies schließt thailändische Kunden dann ebenfalls aus.
Ganz abgesehen davon, dass thailändische Kunden nicht auf die Idee kämen, sich Buddha, Vishnu oder Jesus tätowieren zu lassen!
Die, die´s tun, die die´s kaufen sind nunmal "Die Touristen".
In der Tat kann man das als Respektlosigkeit werten, wenn man bedenkt, dass die Abbildung Buddhas als heilig angesehen wird!
Im originalen Interview in der Bangkok Post von heute
Buddha curbs 'stifle expression' geht es allgemein noch viel weiter; nämlich um den Einsatz von "Zensur" im Kontext zu Filmen über Religion! Das spezielle Beispiel betraf "witzelnde buddhistische Mönche" (was denen nur in begrenztem Rahmen gestattet ist). Dazu ist wichtig mit zu bewerten, dass in Thailand die Mehrheitsreligion (Buddhismus) noch fest im gesellschaftlichen Miteinander verankert ist - und somit auch das gesellschaftliche Gleichgewicht nachhaltig beeinflussen kann. Dies zu schützen ist nichts "typisch thailändisches", sonder war und ist Kulturübergreifen immer wieder vollzogen worden - und wird vollzogen!
Im Vatikan ebenso wie in Jerusalem, Moskau, Tokio oder London!
Mir ist aus dem Artikel daher einmal mehr nicht klar: "Was wird hier warum berichtet?"
Traut sich der Spiegel jetzt nicht mehr an politische Berichterstattung aus Thailand, nachdem man sich "ne blutige Nase" geholt beim letzten Mal?
In Thailand stehen Wahlen kurz bevor - es sind wieder Granten explodiert, Thaksin hat sich einmal mehr gemeldet...
Das sind interessante Nachrichten aus Thailand, die viele interessieren dürften!
Mir ist schleierhaft, wie das mit den SPON Korrespondenten in SEA bestellt ist - das richtige Gespür für Land, Leute, Gesellschaft und Politik in Thailand gehört aber offenbar weniger dazu!
Traurig... - #2 03.06.2011 12:13 von
Na, also! Geht doch!
Der thailändische Minister hat recht. Wenn man jetzt auch noch die Religionsuniformen verbietet, hat unsere Entwicklung zu zivilen und zivilisierten Menschen echt eine Chance.
- #3 03.06.2011 12:58 von
Ich denke ...
Es geht dem Minister mehr um buddhistische Tatoos als um christliche. Aber um keinen zu beachteiligen oder zu bevorzugen will er alle Symbole verbieten.
Was auch richtig ist. Was würden wohl Muslime, Christen oder Juden sagen, wenn sich ein Thai ein Kreuz, Davidsstern oder Halbmond auf die fette Plautze tätovieren liesse?
Oder noch viel lustiger das Hakenkreuz? Dies ist ein fernöstliches Symbol. Damit sollte dann ein Inder oder Thai mal durch 'Schlands Strassen laufen. Polizei, Nazis und Politiker würden den armen Kerl bis in den Hardes verfolgen. - #4 03.06.2011 14:27 von
Titelfrei- und Spaß dabei!
Thailand hat wahrlich größere Probleme als ein paar Tattoos, die außer ihnen kaum jemand ernst- oder wahrnimmt.
Vielleicht fährt die Regierung jetzt verstärkt die Religionsschiene, um die klaffenden Risse in der Gesellschaft zu übertünchen, bevor die nächsten Großproteste anstehen.
Es ist immer ein Zeichen von Unsicherheit, wenn auf Äußerlichkeiten derart Wert gelegt wird, niemanden in einer offenen Gesellschaft wie der unseren interessierte das. - #5 03.06.2011 22:34 von
...
Religion - und der Buddhismus im Speziellen hat aber nunmal in Thailand einen ganz anderen Stellenwert.
Es steht ihnen natürlich frei, diese ganze Tattoo-Geschichte als reine Äußerlichkeit abzutun (was im Grunde ja auch nichts anderes ist, als es diese Meldung von dem thailändischen Minister vermuten lässt... nur dass seiner Meinung nach eben Religion nicht nur äußerlicher Schmuck sein sollte)
Whatever... Wahlkampfmanöver, heiße Luft um Nichts... oder ernsthaftes Anliegen im Namen der religiösen Bevölkerung.
Es ist DEREN Land, und wenn ihnen so etwas wichtig ist, so hat die Thailändische Bevölkerung natürlich auch alles Recht dazu, dementsprechende Reglementierungen einzuführen.
Ob sie der Meinung sind, dass Thailand wichtigere Probleme hat, ist diesbezüglich eher irrelevant. - #6 04.06.2011 06:12 von
.
Was Juden sagen würden weiß ich nicht, bei den Moselms habe ich einen Verdacht, was die Christen angeht, die würden wohl nur müde darüber lächeln.
Immerhin habe ich schon viele Menschen gesehen die ein (christliches) Kreuz auf dem Oberarm hatten.
Verbrannt wurden diese noch nicht!
Oder noch viel lustiger das Hakenkreuz? Dies ist ein fernöstliches Symbol. Damit sollte dann ein Inder oder Thai mal durch 'Schlands Strassen laufen. Polizei, Nazis und Politiker würden den armen Kerl bis in den Hardes verfolgen.[/QUOTE]
Und?
In Saudi Arabien darf ich auch nicht mit der Bibel einreisen. Wenn man sich in fremde Länder begibt muss man halt aufpassen nicht anzuecken.
In Indiien wäre so ein Tattoo wohl kein Problem
Wober das Hakenkreuz in Deutschland aus guten Gründen eine Sonderstellung einnimmt. - #7 04.06.2011 09:27 von
Ausländer sind ...
"Ausländer verstehen ... " aha.
Der Herr Minister weiss also ganz genau, wie religiös, nicht religiös oder welches glaubens- oder symbole-verständnis "Ausländer" haben.
Seine vermutung mag zwar naheliegend sein, ist aber reiner populismus.
Und das unabhängig von der frage nach sinn oder unsinn von religion/en oder den ästhetischen aspekten ihrer symbole. - #8 05.06.2011 10:06 von
Die Sache mit Verallgemeinerungen ist,...
...das diese oft nicht fair sind.
Wenn ein Thai an Touristen denkt, dann denkt er sicher nicht an die, die ihm nicht auffallen (da diese sich ein Mindestmaß an Kultur und Religion "angepasst" haben) sondern es an die Mehrheit der Touristen, die vor und während ihres Aufenthaltes (auch, wenn der schon Jahre dauert!) sich buchstäblich verhält wie der sprichwörtliche Elephant im Porzellanladen!
Es ist für mich ein Fakt, dass die Mehrheit der Touristen (vor allem die der nicht Asiaten) bereits kurz nach verlassen ihres Flugzeuges ihr Gesicht verlieren!
Wer sich z.B. einen Buddha auf den Bauch tätowieren lässt, der kann nicht ernsthaft von sich behaupten, dass er sich mit Buddhismus auch nur ansatzweise beschäftigt hat!
Das ist in etwa so, als würde man sich in Arabien einen Mohammed stechen lassen (bildliche Abbildungen sind im Islam verpönt!)!
Hier zu Lande sind religiöse christliche Dogmen bereits so weit aufgeweicht, dass es keinen mehr schert, wenn jemand mit nach christlichen Werten anstößigen Tatoos rumläuft.
Toleranz ggü. anderen hört bekanntlich immer da auf, wo die Rechte und Glaubenswelten der Mehrheiten beschädigt werden! - #9 05.06.2011 14:00 von
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