REUTERSIn Großbritannien kocht die Wut auf den Internet-Konzern Facebook hoch. Experten und Politiker werfen dem Unternehmen vor, einen Teil seiner Umsätze nach Irland zu verlagern - und so dem britischen Fiskus mehrere Millionen Pfund vorzuenthalten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-860836.html
Immerhin: Die Mitarbeiter scheinen etwas von den gesparten Steuern zu haben: Laut den Berichten verdienten die 90 Facebook-Beschäftigten in Großbritannien im vergangenen Jahr insgesamt 7,9 Millionen Pfund. Das entspricht im 275.000 Pfund pro Kopf.
So läuft das allerdings nicht. Die Leitung bekommt ca. 6 Millionen, und die 70 Mitarbeiter den Rest. Macht pro Kopf dann 27.142 Pfund.
Grad die Briten jammern wegen Steuerflucht. Stämmen sich seit Jahren gegen Steuern auf Transaktionen etc. um den eigenen Bankenstandort London nicht zu gefährden. Pff...
Dann müssen halt die Steuergesetze geändert werden.
Aber die Konsequenz, gemeinsam mit den anderen EU-Staaten die Tricks zu blockieren, wollen die Regierungen nicht zeigen. Nicht nur die im UK legt die Hände in den Schoss, nein auch unsere Regierung traut sich nicht, dieses unselige Verschieben der Verluste und der Gewinne anzugehen.
Die arbeiten lieber an den falschen Themen, als die Grundlagen zu begradigen.
Die Unternehmen setzen hoch bezahlte Experten darauf an, alle Schwachstellen eines Steuersystems optimal zu nutzen. Ideal ist der positive Saldo, also mehr Subventionen als Steuern. Muss man das akzeptieren und gar unterstützen? Ich hoffe nicht, aber die Praxis spricht offensichtlich gegen mich. Irgendeine Steueroase findet sich anscheinend immer und wenn dadurch die Verbraucherpreise sinken, hat das in DE voll Steuern zahlende Unternehmen doppelt das Nachsehen: Höhere Steuern und gleichzeitig Marktanteilsverluste durch höhere Preise für das gleiche Produkt. Ein Teufelskreis, den sich Amazon z. B. erspart.
"Das Vereinigte Königreich wird verschaukelt", nein alle werden verschaukelt und machen fleißig mit!