wieder ein Buch, das Menschen die mit ihrer Figur unzufrieden sind, das Geld aus der Tasche ziehen soll.
DPAViele Dicke leiden unter dem Druck, abnehmen zu müssen. Warum die Diät-Versuche oft gar nicht nötig sind und sogar Schaden anrichten können, erklärt ein Arzt in seinem neuen Buch "Bauchfrei". Vor allem Dünne sollten es lesen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...828811,00.html
wieder ein Buch, das Menschen die mit ihrer Figur unzufrieden sind, das Geld aus der Tasche ziehen soll.
Bzw. in der Gausschen Glockenkurve: nehmt eine zufällige Anzahl von (gleich großen) Probanden und gebt ihnen allen gleich viel Nahrung (die sie auch komplett essen müssen) und sorgt dafür, dass sie sich im Untersuchungszeitraum alle genau gleich viel bewegen. Ergebnis dürfte sein: eine Normalverteilungskurve beim Körpergewicht! Jedenfalls würde mich alles andere sehr überraschen!
Warum wohl liest man nie konkrete Zahlen zu erblich bedingter Fettleibigkeit? Da wird gerne eine seltene Stoffwechselstörung, die 0,0001% betrifft, begeistert als Ausrede von Millionen Menschen aufgegriffen, die einfach nur zu bequem für einen disziplinierten Lebenswandel sind. Was ich auch liebe sind Einwände, wonach die BMI-Tabellen auf Extremsportler gar nicht anwendbar seien. Dieses Argument kommt typischerweise von Couchpotatoes, von einer Bodybuilderstatur nicht einmal träumen können.
Eine "Diät" im Sinne von "Ich fress mich das Jahr voll und komme in 2 Wochen wieder auf eine Super-Figur" ist selbstredend zum Scheitern verurteilt. Eine "Diet" im Sinne von "Ich ernähre mich langfristig maßvoll und gesund in Verbindung mit ausreichend Sport" ist dagegen ein sicherer Weg zum Erfolg.
Übergewicht bedeutet im Übrigen eine bedeutsame (!) Gewichtsüberschreitung. Normalgewichtige ohne Waschbrettbauch sind völlig im Rahmen. Es geht also nicht um den Gegensatz Topmodel-Normalo, sondern Gesund-Ungesund.
Wenn ich übergewichtig bin und mit meinem Körper unzufrieden bin, steht es mir doch zu, mich mittels Ernährungsumstellung in den normalen Rahmen zurückzubewegen...
Natürlich scheitern 90% aller Abnehmversuche, bei den vorgeschlagenen Torturen aus diversen Zeitschriften kein Wunder. Wer wochenlang nur Kohlsuppe isst oder auf Kohlenhydrate verzichtet, kein Fett isst etc, ist vermutlich auch dazu verdammt, wieder zuzunehmen.
Aber beim besten Willen kann ich nicht verstehen, wieso eine langsame Ernährungsumstellung nicht bei jedem (ausgenommen bei Krankheiten, die Übergewicht verursachen) helfen soll...
Stimmt, viel besser helfen würde dicken Leuten ein Buch oder gleich direkt ein Coaching mit einem erfahrenen Motivationscoach. Z.B. "Beweg dein Arsch!" von Frank Wilde.
Da ich selbst betroffener bin/war, wenn auch geringem Maße kann ich da nur rechtgeben. Alle "dicken" die ich persönlich aus näherem Umfeld kenne sind zu 100% selbst schuld an ihrem Zustand.
Immer nur fettig und ungesund essen, abends Chips, bloss nie bewegen. Reine Faulheit, Trägheit und Bequemlichkeit. Wenn ich dann sage ich gehe joggen oder den Leuten sogar anbiete mal mitzukommen oder Abends anbiete einen Chicken Salad anstatt Schnitzel mit Pommes essen zu gehen werde ich ausgelacht und für bescheuert erklärt.
Soviel zum Thema "die armen Dicken".
Joggen ist in der Tat der Schlüssel zum Erlangen einer ansehnlichen Figur und kann dazu das Selbstwertgefühl enorm steigern.
Die passende Motivationsliteratur ist Bernhard Sesterheims Laufseiten
Zugegeben, das Buch habe ich nicht gelesen, aber wenn man dem Artikel glauben kann, sind die dort vertretenen Ansichten wohl doch etwas veraltet. Ich empfehle jedem, der über ausreichende Englischkenntnisse verfügt, mal die beiden folgenden Artikel zu lesen. Auch und insbesondere allen Schlanken.
http://www.nytimes.com/2012/01/01/magazine/tara-parker-pope-fat-trap.html?_r=1&pagewanted=all
http://www.nytimes.com/2012/04/17/opinion/bruni-and-love-handles-for-all.html?_r=1&src=tp&smid=fb-share
Beide beziehen sich zwar auf die USA, sind aber m.E. auf deutsche Verhältnisse weitgehend übertragbar.