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Buchrezension: Heinrich Everke "Bauchfrei"

DPAViele Dicke leiden unter dem Druck, abnehmen zu müssen. Warum die Diät-Versuche oft gar nicht nötig sind und sogar Schaden anrichten können, erklärt ein Arzt in seinem neuen Buch "Bauchfrei". Vor allem Dünne sollten es lesen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...828811,00.html
  1. #30

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Die Leute wissen dies alles und aus persönlichen Gründen (und das muss jeder selber mit sich ausmachen) entscheiden sie sich eben fürs dicksein.
    So einfach funktioniert das nicht.
    Schon mal was von den Tests gelesen, wo zB Ratten die Vorliebe für Fett oder Körner "angezüchtet" wurde ?
    Das es für einige schwerer ist entschuldigt natürlich keine Aufgabe. Aber es helfen keine platten Antworten sondern wirksame Hilfen über die Mathematik hinaus.
  2. #31

    Was ist mit denen, die aufgrund von Schilddrüsenüber- oder unterfunktion kein Normalgewicht haben?
    Mit denen, die durch Medikamente wie Cortison oder Psychopharmaka zugenommen haben?
    Mit den Mädchen, die sich durch eine Körperschemastörung in die Magersucht befördern.

    Viel sinnvoller als ein Gewichtsbuch wäre ein Sportbuch!
    Ob "Killerplautze" oder nicht, sportlich trainiert zu sein ist für die Gesundheit viel wichtiger als der Zeiger der Waage.
  3. #32

    Unmöglich...

    ...wie ein Artikel, Buch o.ä. runtergemacht wird, nur weil es gegen den Mainstream der gängigen, modernen Lehrmeinung schwimmt. Das Beispiel von Xircusmaximus (isst wenig, viel Sport, aber hat zugenommen, ohne dass sich ein Arzt das erklären kann) zeigt doch, dass die einfache Rechnung ("gefressene Kalorien minus weggejoggte Kalorien ergibt Dicke der Fettpölsterchen") nicht aufgeht. Ich kenne, wie auch jemand anders hier geschrieben hat, Leute, die nur vom Stück-Torte-ansehen zunehmen, oder die hungern können wie sie wollen und nicht abnehmen, und ich selbst bin jemand, der essen kann, was er will, ich treibe (außer Matratzen-) keinen Sport und nehme trotzdem nicht zu. Also muss es doch einen individuellen Setpoint geben, den der Körper halten will. Also lasst die Dicken dick sein, und die Dünnen sollen sich aufs Dünnsein nix einbilden!
    Kann zwar sein, dass ich dafür jetzt gesteinigt werde, aber das bin ich gewöhnt, auch dass man mich scheel anguckt, weil ich Udo-Pollmer-Fan bin!
  4. #33

    Dann haben Sie doch alles richtig gemacht,...

    Zitat von Xircusmaximus Beitrag anzeigen
    kräftigere und auch optisch schönere Muskeln haben allerdings zur Gewichtszunahme geführt. Was hier gar nicht zur Debatte kommt ist das Alter. Das Jemand mit über 50 einen erheblich langsameren Stoffwechsel als ein 30Jähriger ist offensichtlich den Wenigsten bekannt.
    ...wenn die Muskelzunahme für Ihre Gewichtszunahme die Ursache ist.
    Bei diesem Thema geht es doch um die "Bauchfreiheit" und eine gut ausgeprägte Bauchmuskelatur hat mit einem Wettwanstbauch ganz und gar nichts zu tun. Anzuzweifeln ist allerdings, ob der Stoffwechsel eines agilen Ausdauer- und eines moderaten Kraftsportlers grundsätzlich langsamer vonstatten geht, als der eines tag- und nachtinternetsurfenden behäbigen 30-Jährigen.
  5. #34

    Kalorienverbräuche sind leider schwer genau zu ermitteln, vor allem der individuelle Grundumsatz.
    Davon ab kann man aber die Kalorienaufnahme sehr genau ermitteln bzw. steuern.
    Ich habe ja als Diabetes Typ1-Patient (als nicht der 2er-Typ) seit meiner Jugend ständig mit Nährwerten bzw. Nährwerttabellen zu tun und mag da auch anerzogen pedantisch bzw. penibel zu sein.
    Ich möchte wetten, dass die meisten mit den Nährwerttabellen auf Produkten nahe 0 anfangen können und kaum Vergleiche anstellen können.
    Das ist aber auch nur das eine. Viel wichtiger ist ja nicht die Diät ansich - die meisten mögen funktionieren. Viel wichtiger ist der Lebens"wandel", sprich, dass man die Ernährung Bewegung ... [Stoffwechsel] auch lebt.
    Wenn einige Leute ihren Stoffwechsel wie so wenige Typ1-Diabetiker mal ein paar Wochen selbst regeln müssten, wäre das mitunter schon erhellend. Sicher wäre sowas mehr die Holzhammermethode, aber garantiert brauchbar für eine eher nachhaltigere "Diät", nämlich Lebenswandelumstellung.

    Was helfen 1000 Diäten, wenn danach normal weitergefressen wird? Das ist genau das gleiche mit Sport. Anfangs kommt da auch eher als Frustrationskomponente der Muskelaufbau in die Quere und erst später bei hoffentlich richtigem (fettverbrennendem) Training werden vermutl. die Pfunde schwinden.

    Sicher mag es Veranlagungen geben, dass will denke ich auch keiner wirklich wegdiskutieren (obwohl einige hier ja schon). Aus meiner Sicht des Stoffwechselsteuerers / Diabetiker Typ1: ich schätze schon, dass es mitunter deutliche Unterschiede gibt, dass merkt man allein schon bei Mitleidenden (/Patienten) und deren Einstellungen/Werten.
    Jedoch ist die Rechnung Kalorienverbrauch und -aufnahme eben auch nicht weg zu diskutieren.
    Man braucht sicher keinen BMI von 20 oder noch niedriger, mitunter ist das sogar schlechter, weil einfach weniger Reserven für "schlechte Zeiten" wie Krankheiten da sind. Aber ein gesundes Mittelmaß & gutes Körpergefühl ist doch auf alle Fälle keine schlechte Sache zuzüglich der Auslastung bei Sport & Co, wenn man nur einen Bürojob hat.
  6. #35

    Asien

    ich ..mitte 40...habe seit meiner Pubertät das gleiche Gewicht.
    Nein, stimmt nicht, Anfang 20 habe ich Kraftsport gemacht und ein paar Kilo an Muskelmasse zugenommen. Die habe ich immre noch und das Gewicht ist immer noch das gleiche.
    Ich habe keinen besonderen Hunger, immer nur soviel das es passt. Mein Körper sagt mir wenns genug ist und dann bin ich oft schlagartig satt und kann nichts mehr essen.

    Das hat bei mir sicher genetische Gründe.

    Trotzdem denke ich das der Hauptgrund für die Fettleibigkeit in den westl. Industrieländern schlichtweg am Essen liegt.

    Wer einmal in asiatischen Ländern war, fällt auf das man dort dicke Menschen regelrecht suchen kann.
    Auch in relativ wohlhabenden Städten.

    Nur die Asiaten die sich in westlichen Ländern aufhalten, haben oftmals Gewichtsprobleme. In Asien habe ich so etwas nie beobachtet, bzw. wenn...dann sehr reiche Asiaten die sich westlich ernährten.
  7. #36

    Zitat von Centurio X Beitrag anzeigen
    ...die Fettverbrennungsöfen, die sich in der Muskelatur befinden. Deshalb ist moderates Krafttraining im Fitness-Studio neben dem Joggen zum Erlangen eines gesunden Körpergewichts sehr zu empfehlen!
    Nein, jede Zelle hat Mitochondrien. Hier läuft die Atmungskette ab, hier wird das ATP produziert das jede lebende Zelle auf diesem Planeten frisst.
    Interessant ist, dass sie ähnlich einer Batterie bei überladung anfangen Schaden zu verursachen.
    Manche behaupten, die Insulinresistenz bei Typ2 Diabetikern ist eine physiologische Antwort darauf. Das Gewebe sagt: Wir können keinen Zucker mehr brauchen! Die Speicher platzen schon, die Batterien gasen!
    Deshalb ist Bewegung auch so gut für Diabetiker im Anfangsstadium! Die Energie muss verbraucht werden!
  8. #37

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    PS: Und nein, ich als sportlicher Mensch bin nicht arrogant. Ich achte auf mich. Selbstredend mache ich persönlich keine Vorschriften, wie er sich um seinen Körper kümmern muss. Aber es ist ja peinlich, wie gerade dicke Menschen immer wieder versuchen, allen andern die Schuld für ihr persönliches Versagen zu geben.
    @Herr Holgerson: bitte verzeihen Sie mir mein getrolle. Das Wort Versagen zu verwenden finde ich doch etwas arrogant. Es ist viel Willen und Wissen nötig um 'dünn' zu werden und noch viel mehr um 'dünn' zu bleiben und vielleicht muskulös und sportlich zu werden. Ich würde 'Versagen' durch 'Aufgeben' ersetzen - Versagen hat so etwas endgültiges an sich. Deal?

    @All: Ich denke, zuerst muss das Wissen kommen, danach der Wille. Es ist unmöglich etwas zu erreichen, wenn das Tool, dass einem zur Verfügung steht, nicht funktioniert. Viele Bücher, Ratgeber und Websites informieren einen über die 'richtige' Diät oder engl. Diet (=Ernährung). Ich denke, ein Merkmal der 'guten' ist, dass sie den Prozess des Abnehmens immer im Kontext Bewegung und Ernährung darstellen und als langfristige Lebensumstellung schildern.

    Gut's Nächtle, mm!

    p.s. vielleicht helfen folgende Bücher meinen 'Ex-Leidensgenossen' mehr als "Bauchfrei":

    - Mark Lauren, "Your Body is your Own Gym" - hier wird kein Merchandising betrieben, keine Supplemente empfohlen, man benötigt keine Geräte, kein Fitnesstudio, etc.
    - Brendan Braziers "Thrive Diet" Programm - sehr gute Ansätze bzgl. Sport und veganer(!) Ernährung, enhält Werbung für seine Nahrungsergänzungsmittel; diese kann man aber überlesen und trotzdem noch was lernt
    - Tony Horton, "Bring It" - viele Infos zur Ernährung und zur Fitness

    Ich glaube mit einer Schnittmenge der Informationen aus diesen Büchern hat man schon mal einen guten Start. Mir haben Sie nach mehrmaligem 'Aufgeben' geholfen wieder weiterzumachen: 30kg leichter, Kletterer und Veganer
  9. #38

    selfish brain

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viele Dicke leiden unter dem Druck, abnehmen zu müssen. Warum die Diät-Versuche oft gar nicht nötig sind und sogar Schaden anrichten können, erklärt ein Arzt in seinem neuen Buch "Bauchfrei". Vor allem Dünne sollten es lesen.

    Diät-Ratgeber "Bauchfrei": Nicht jeder muss abnehmen - SPIEGEL ONLINE
    Wer zu Dick ist und das schon seit längerer Zeit hat wenig Chancen auf Veränderung.

    Leere Fettzellen verursachen drastische Depressionen - Selbstmordraten steigen um mehrere 100% etc... Diäten sind Mist.

    Beim Fett werden sind psychosoziale Gründe die Nummer eins (Selfish Brain etc...) Industriefutter und Bewegungsmangel die Nummer 2.

    Wenn Sie zu dick sind und über 40 gehen Sie auf keinen Fall einfach Joggen wie hier mehrfach geschrieben wurde - Patella Bandscheibe und co sind evtl. recht bald dauerhaft geschädigt.

    Und lesen Sie die Kommentare hier nicht weiter - das meiste ist wie immer dummes Zeug.

    Bewegung - Stressreduktion - etwas für sich tun - sich vor allem klar machen, dass Dick schick ist etc. das führt zu einem Lebensstil, der dauerhaft etwas verschlankt.
  10. #39

    Es liegt an jedem selbst

    Zitat von MissMoney Beitrag anzeigen
    Wenn ich übergewichtig bin und mit meinem Körper unzufrieden bin, steht es mir doch zu, mich mittels Ernährungsumstellung in den normalen Rahmen zurückzubewegen...
    Natürlich scheitern 90% aller Abnehmversuche, bei den vorgeschlagenen Torturen aus diversen Zeitschriften kein Wunder. Wer wochenlang nur Kohlsuppe isst oder auf Kohlenhydrate verzichtet, kein Fett isst etc, ist vermutlich auch dazu verdammt, wieder zuzunehmen.

    Aber beim besten Willen kann ich nicht verstehen, wieso eine langsame Ernährungsumstellung nicht bei jedem (ausgenommen bei Krankheiten, die Übergewicht verursachen) helfen soll...
    Wer übergewichtig ist und damit Probleme hat, der hat es dann aber auch in der Hand was zu verändern.
    Man brauch dabei absolut nicht die viel zu überteuerten Produkte aus der Wunderküche einige Unternehmen, sondern man muss sich nur einfach ganz normal ernähren und darf die Bewegung nicht vernachlässigen.
    Ich selbts hatte mal vor langen Jahren einen viel zu übergewichtigen Body, aber als ich mir darüber klar wurde so nicht mehr weiterzumachen, da habe ich mein Leben von einer Stunde auf die nächste umgestellt.
    Ich hatte mit 40 Jahren über 105 kg auf die Waage gebracht und das mit einer Größe von 1,72m, heute wieder ich so um die 68 Kg und fühle mich damit sehr wohl.

    Mit der Zeit bekam ich wieder eine sehr sportliche Figur und selbst einen Waschbrettbauch hatte ich mich antrainiert.
    Wer sich ausreichend ernährt und sich sportlich betätigt der kann es schaffen, wobei man nicht unbedingt einen Waschbrettbauch braucht und auch nicht unbedingt das Idealgewicht erreichen muss, sondern es kommt nur auf das Wohlfühlgwicht an und so das man sich in seiner Haut wohlfühlt.
    Und was ich geschaffen habe das können auch andere schaffen.








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