Buchmesse: Warum es "Jim Knopf" nicht als E-Book gibt

Der digitale Wandel*ist auf der Frankfurter Buchmesse allgegenwärtig - als Hoffnung und Schreckgespenst. Überall wird über E-Books gesprochen, wenn auch oft widerwillig. Denn verdient wird mit digitalen Buchausgaben bislang wenig. Das Geschäft birgt neue Hürden. Und Möglichkeiten, sich zu blamieren.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...791813,00.html
  1. #1

    Amazon

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der digitale Wandel*ist auf der Frankfurter Buchmesse allgegenwärtig - als Hoffnung und Schreckgespenst. Überall wird über E-Books gesprochen, wenn auch oft widerwillig. Denn verdient wird mit digitalen Buchausgaben bislang wenig. Das Geschäft birgt neue Hürden. Und Möglichkeiten, sich zu blamieren.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...791813,00.html
    Komisch nur, daß Amazon Milliardenumsatz mit ebooks macht, obwohl ja alle nur bei Filesharern runterladen. Na, dann kriegen die halt mein Geld statt die deutschen Schlafmützen.
  2. #2

    Umbruch?

    "Das Buch muss neu umbrochen werden, man braucht einen neuen Satz, es muss noch einmal korrekturgelesen werden, um Umbruchsfehler auszuschließen."

    Hm. Ich denke ein Reader bricht selber um?

    Die genannten Absatzzahlen sind tatsächlich mau, 2-3 stelliger Bereich. Aber dann liest man anderswo:

    "Den Analysten zufolge wird Amazon 2011 rund 310 Millionen Kindle-Bücher und 17,5 Millionen Kindles absetzen - eine Million mehr, als sie ursprünglich prognostiziert hatten. Bis 2012 sollen die Verkäufe auf 26 Millionen steigen."
  3. #3

    ...

    Es gibt gute Gründe, diese Studie und ihre Datenbasis in Zweifel zu ziehen.
    Die da wären?
    Illegale dls von ebooks sind weit verbreitet...das lässt sich, wie schon seinerezeit bei der Musik, nicht verhindern. Hoffentlich hat die ebook branche aus dem Audio-desaster gelernt...
  4. #4

    Sowohl als auch

    Als ausgesprochener Bücherfreund habe ich tatsächlich viel Freude an der "Hardware" Buch - ein schön gedrucktes und gebundenes Buch bereitet mir durchaus besonderes Vergnügen.

    Trotzdem habe ich bisher auch immer mal wieder gerne zu Taschenbüchern gegriffen - eine Frage des Preis-/Leistungsverhältnisses.

    Und seit den Sommerferien bin auch stolzer Besitzer eines Kindle von Amazon. Die Möglichkeit, viele Bücher sehr platzsparend zu transportieren, möchte ich nicht mehr missen. Und auch die Möglichkeit, Bücher immer und überall mittels der eingebauten UMTS-Karte kaufen zu können, finde ich sehr angenehm.

    Und trotzdem werde ich auch weiterhin Bücher, die mir persönlich wichtig sind, in gebundener Form im Buchladen kaufen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es anderen ähnlich geht.

    Warum nicht (wie bisher Taschenbücher) E-Books zu einem attraktiven Preis anbieten und für Nicht-Technik-Affine oder Buchliebhaber auch weiterhin gebundene Bücher vorhalten?

    Wer auf Dauer keine e-Books anbietet, wird sich meiner Meinung nach zwangsläufig zum Nischenanbieter entwickeln. Der Trend zum e-Book (über Kindle, iPad usw.) wird sich auf Dauer nicht aufhalten lassen.
  5. #5

    Das ist doch kein Wunder

    Die gedruckten Bücher sind genauso teuer wie die elektronische Ausführung. Ob es die E-Variante zum Erscheinen eines Buches gibt, steht auch auf einem anderem Blatt. DRM trägt dann auch noch einiges zum Abschrecken der Kundschaft bei.... wenn ich ein E-Book kaufe, will ich mich nicht auch noch mit dem DRM-Kram rumärgern und es nach lesen vielleicht auch an einem Kumpel weitergeben, was mit der gedruckten Ausgabe ohne Probleme ginge.

    Bücher sind mit der Euro-Umstellung doppelt so teuer gewurden, da überlegt man es sich zweimal, ob man ein Buch kauft.... bei Fachbüchern ist es noch extremer.

    Also faire Preise und Optionen anbieten, eine größere Auswahl zur Verfügung stellen, das ganze ohne DRM... dann werden auch viele bereit sein, für E-Books zu bezahlen.
  6. #6

    ...

    die sammelwut der leecher ist nicht zu unterschaetzen.

    inwieweit die rechnung, 1xruntergeladen = 1x entgangener verkauf, aufgeht, steht tatsaechlich auf einem anderen blatt.
  7. #7

    Audio-Desaster

    Zitat von asmcoder Beitrag anzeigen
    Die da wären?
    Illegale dls von ebooks sind weit verbreitet...das lässt sich, wie schon seinerezeit bei der Musik, nicht verhindern. Hoffentlich hat die ebook branche aus dem Audio-desaster gelernt...
    Die Frage ist ganz einfach, wieviele der pickeligen Teens das Buch oder die Musik tatsächlich gekauft hätten, wenn sie sie nicht heruntergeladen hätten.
    Wenn man halt pickelige Teens zu seiner Zielgruppe macht, statt finanzkräftiger Schichten. Diese fängt man übrigens mit Convenience. Wie es z.B. der Kindle vormacht. Per Whispernet Bücher überall, jederzeit kaufen. Warum soll ich mir dann die Mühe machen, das Buch auf irgendwelchen russischen Servern zu finden, mir noch ein paar Trojaner einfangen und das dann mühevoll per Kabel auf meinen Reader aufspielen, wenn es so einfach sein kann.
  8. #8

    Probleme, die nirgends vereinbart sind

    "Zudem gibt es Probleme mit den Rechten: Verträge von vor 20 oder 30 Jahren beinhalten keine Vereinbarungen über elektronische Nutzung. Die müssten jetzt nachverhandelt werden, mit den Autoren selbst oder mit deren Erben. Dafür aber bräuchte man Personal."

    Die müssten was? Vielleicht waren die Autoren nicht klug genug, so weit in die Zukunft zu blicken.
    Und wer sagt denn, dass von einem Buch gleich Generationen von Autoren-Nachkommen leben sollen?
  9. #9

    Fehlende Kenntnis? Ignoranz? Panik? Geiz?

    Der Börsenverein muss wohl in Panik erstarrt sein. Ein Mitglied des nämlichen konvertiert schon längst (seit 10 Jahren) Bücher in ein standardisiertes internationles elektronisches Format und vertreibt nämliche mit großem Erfolg. Apps gibt's dazu auch schon längst. Es steht dem kopiergeschützten Vertrieb nichts im Wege, außer dem Börsenverein, der dies mit sich selbst tut.