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Buchmarkt: Papierliebe*ist lebensgefährlich

Die Buchverlage sind*dabei, die*Fehler*der Musik- und Filmbranche zu wiederholen: Sie machen ihren Kunden wenig befriedigende elektronische Angebote - und werben damit indirekt für illegale Alternativen. Doch Datenträgernostalgie ist lebensgefährlich. Und Papier nicht unsterblich.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...791158,00.html
  1. #1

    Nerd Attack

    durch die Werbung im Spiegel habe ich mich leider auch dazu hinreißen lassen, dieses langweilige ebook bei Amazon zu kaufen. Eine kurze Zusammenfassung wäre mit Sicherheit prickelnder.
  2. #2

    Wer nicht hören will....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Buchverlage sind*dabei, die*Fehler*der Musik- und Filmbranche zu wiederholen: Sie machen ihren Kunden wenig befriedigende elektronische Angebote - und werben damit indirekt für illegale Alternativen. Doch Datenträgernostalgie ist lebensgefährlich. Und Papier nicht unsterblich.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...791158,00.html
    Vielen, vielen Dank für diesen Artikel.
    Denn auch wenn ich die Freude am Papier nachvollziehen kann, so warte ich doch auch schon sehnsüchtig nach einem wirklich guten, bezahlbaren Angebot von E-Books.
    Und es kann nicht sein, dass ein E-Book fast soviel kostet wie die gebundene Ausgabe des Buches.
  3. #3

    Denkfehler

    Dieser Artikel präsentiert einen entscheidenden Denkfehler. Die Medien Film, Musik und Papier. Letzteres dazu noch im beruflichen und privaten Umfeld, sind nicht einfach so locker gleichzusetzen. Das könnte ich jetzt weiter ausführen, sehe aber nicht ein, Journalisten umsonst Nachhilfe zu geben.
  4. #4

    Nerd Attack ist ein gutes Buch ...

    Zitat von spon-1277755831106 Beitrag anzeigen
    durch die Werbung im Spiegel habe ich mich leider auch dazu hinreißen lassen, dieses langweilige ebook bei Amazon zu kaufen. Eine kurze Zusammenfassung wäre mit Sicherheit prickelnder.
    Auch ich habe das eBook gekauft. Das Buch ist sehr authentisch und ich fand es nicht langweilig. Dass es authentisch ist, kann ich beurteilen, da ich auch mit einem VC 64 aufgewachsen bin und ähnlich wie der Autor dadurch viel Gespür für die digitale Welt bekommen habe. Es fehlte zwar die Geschichte des Hackers TRON, dafür wurden sehr detailreich die Anfänge der Internetcommunity auch in Deutschland geschildert. Das nötige Interesse oder Hintergrundwissen vorausgesetzt ist das Buch sehr lesenswert.
  5. #5

    .

    diese erkenntniss sollte sich der spiegel mal selbst reflektieren und ihr lobbyismus zum leistungsschutzrecht endlich einstellen !
  6. #6

    Nachhilfe

    Zitat von bienchen-maja Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel präsentiert einen entscheidenden Denkfehler. Die Medien Film, Musik und Papier. Letzteres dazu noch im beruflichen und privaten Umfeld, sind nicht einfach so locker gleichzusetzen. Das könnte ich jetzt weiter ausführen, sehe aber nicht ein, Journalisten umsonst Nachhilfe zu geben.
    Die sollten Sie sich auch zuerst einmal nehmen, denn Kunden reagieren evident genauso!
    Bücher sind nun digital verfügbar und die entsprechenden Geräte erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
    Man hat als Kunde nun die Möglichkeit, das gebundene Buch zu kaufen für einen Preis bei ca. 40-50€, das Taschenbuch für vielleicht 15-20€, die (legale) eBook-Variante für 30-40€ und die (illegale) eBook-Variante für 0€.
    Sicher werden auch privat noch Bücher gekauft in allen drei kostenpflichtigen Formaten!
    Die Musikindustrie hat seinerzeit verschlafen, den in der Produktion und Verteilung drastisch billigeren Vertriebsweg für sich zu erschließen.

    Also wird nun so lange schwarz geladen bis jemand anders diese Lücke schließt, wie z.B. Apple das mit iTunes getan hat! Der CDU-Wähler muss aber keine Angst haben, dass sein gewohntes Papierbuch verschwindet. Das wird so schnell nicht passieren.
  7. #7

    Vollste Zustimmung!

    Ich musste gestern, als über den Wunsch des Buchhandels berichtet wurde, dass man sich eine Bürgervollüberwachung im Internet wünschte, damit man "Sperrschilder" wie Zensursula dazwischen schalten könne, auch an Steve Jobs denken.
    Ich finde das Modell von Apple verbesserungsfähig, aber der große Verdienst von Jobs ist, dass er mit seiner Hartnäckigkeit, Sturheit und Ekelhaftigkeit gezeigt hat, dass man mit Musik im Internet Geld verdienen kann.

    Wenn dann die Buchhändler zu dumm sind für die Marktwirtschaft und nun ständig nach dem Staat rufen (er solle das Internet vollständig überwachen und den Verwertungsgesellschaft bei der Erlöserzielung mit der Staatsanwaltschaft helfen, dann taucht bei mir die Frage auf, ob es nicht demokratischer und kostengünstiger wäre, die Buchindustrie zu verstaatlichen.
    Mit anderen Branchen, die nicht zu Marktwirtschaft passen sind wir auch nicht zimperlich. Die Atomindustrie, die partout keine sicheren Kraftwerke bauen wollte, haben wir abgeschafft. Die Banken, die zu dumm sind, Kredite so auszugeben, dass sie auch zurückgezahlt werden und dabei noch mit billigem Geld vom Staat versorgt werden (10 Euro billiger Kredit von der Zentralbank für 1 Euro Eigenkapital), werden in allen hochkapitalistischen Staaten ruckzuck verstaatlicht, wenn sie zu blöd fürs Geschäft sind.

    Dem Buchhandel wird es ebenso gehen, wenn nicht endlich marktgängige Angebote kommen und die Papierindustrie nicht endlich sich klar äußert, wie sie zur Wissensgesellschaft beitragen will, statt sie ständig zu behindern und das Bildungsniveau unnötig trotz besserer technischer Möglichkeiten dauerhaft zu schädigen.

    Eine Vollüberwachung des Internet zur Erlöserzielung des Buchhandels, wie es der Buchhandel auf der Frankfurter Buchmesse vorgeschlagen hat, wird es in Deutschland nur in einem Comeback einer faschistischen Diktatur geben. Das ist eher unwahrscheinlich. Eher verschwindet der private Buchhandel, wenn die es nicht wie Apple gebacken bekommen.

    Kuckst Du auch hier:
    http://www.heise.de/newsticker/meldu...n-1359470.html
  8. #8

    xxx

    Ich bin noch nichtmal 30, mache eigendlich jeglichen neumodischen Technologiequatsch mit, aber gegen Kindle und Co. verweigere ich mich allemal. Niemals werd ich sowas kaufen. Quasi. Dafür lese ich zu wenig und wenn doch, habe ichs einfach lieber ein Buch im Bett zu lesen. Man stelle sich mal vor, man schläft mit einem Kindle in der Hand ein. Am morgen hat man dan Glassplitter im Rücken. Neenee. Außerdem sieht ein Regal voller Bücher doch auch viel Schicker aus?
  9. #9

    Es gibt Qualitätsunterschiede

    MP3s mögen vielen CDs gleichwertig sein, aber beide haben in den meisten Fällen hörbare (für mich jedenfalls) akustische Mängel. FLACs sind schon besser, wenn das Ausgangsmaterial stimmt, aber auch nur dann. Besser als klassische Vinyls, die anständig gemastert wurden sind sie nicht. Für Kinderhörspiele und volkstümelnde Musik reicht das, aber für klassische Musik, Jazz und andere nuancenreiche Titel ist mehr notwendig.

    Das gleiche beim Film, die mangelnde Rechentiefe fast aller Flachbild-TVs, BluRay/DVD-Player und vergleichbarer Technik auf dem PC lässt einem mit Fraktalen in bewegten Abschnitten, Farbabstufungen in flächigen Bereichen und bei TV-Übertragungen zusätzlich mit asynchronem Ton leben. Das gleiche bei der digitalen Fotografie, auch hier nähern sich erst professionelle Aufnahmesysteme im höheren fünfstelligen Preisbereich der Auflösung und Qualität an, die man vor 50 Jahren mit einem 25er Diafilm erreichen konnte und das mit einer Standard-SLR-Kamera.

    Und Bücher sind ein ganz anderes Thema, da gibt es Sachbücher in denen man markiert, PostIts reinklebt und manchmal auf mehreren Seiten gleichzeitig liest, Teile herauskopieren möchte und hier ist der eReader noch unterlegen. Auch bei Belletristik kann es störend sein nicht so einfach zwischen markierten Kapiteln hin und her zu blättern. Zeitungen, Magazine und Trivialliteratur, die man nach dem Lesen entsorgt, sind dagegen prädestiniert für den eReader.








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