DPAKristina Schröder hat ein Buch über Frauen in Deutschland geschrieben - sie klagt darin über starre Rollenbilder, vor allem aber rechnet sie mit dem Feminismus ab. Was die Familienministerin als Liberalität tarnt, ist in Wahrheit der Abschied von der Politik.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825967,00.html
Es gab nicht mal in meinem letzten frauendominierten Unternehmen einen männlichen Gleichstellungsbeauftragten...einen weiblichen dagegen schon. Oh Pardon: eine weibliche Gleichstellungsbeauftragte.
Ich versuche meine Freundin seit Jahren dazu zu überreden, Ihren Doktor zu machen, sich dann einen super bezahlten Beruf auszusuchen und mich mit zu finanzieren. Ich melde mich auch freiwillig, mich dann um die Kinder zu kümmern. Aber: ich solle gefälligst selber arbeiten und mein Geld verdienen, sagt sie. Da will man mal die Frauen unterstützen und dann sowas. :(
So ganz versteh ich die Diskussion nicht um das Betreuungsgeld, aber mir ist klar, daß ohne Kitas nicht genügend Frauen mehr Kinder haben werden. Es ist eben nicht so, daß die Frauen daheim bleiben wollen obwohl sie häufiger die besseren Bidungssabschlüsse haben in der Generation um die Dreissig als die Männer.
Diese Frau Schröder ist nur der sichtbare Teil des Eisbergs, der sich hier verbirgt und verlangt, daß doch alles so bleiben soll wie es mal war. Und auch schon da nicht mehr funktioniert hat.
Und dann haben wir immer weniger Kinder. Und da hat die Autorin auf jeden Fall Recht, dass das eine der grossen sozielane Fragen unserer Zeit ist.
In der veröffentlichten Meinung gibt es seit vielen Jahren kaum noch Gegner des Feminismus. Überall gibt es Gleichstellungsbeauftragte. Trotzdem sind die Erfolge der Gleichstellung so gering. Woran liegt das? Ich denke es liegt daran, dass nicht alle Frauen, sondern die Mütter benachteiligt sind. Eine Frau, die zugunsten einer Karriere auf Kinder verzichtet, ist in vielen Bereichen sogar privilegiert. Aber das deutsche Karrieremodell und Mutterschaft passen einfach schlecht zusammen. Wer Karriere machen will muss räumlich mobil sein und 50 Stunden in der Woche arbeiten. Wenige Männer sind bereit, zugunsten der Kindererziehung auf Karrieremöglichkeiten zu verzichten. Man kann sie auch nicht dazu zwingen. Dadurch wird feministische Politik familienfeindlich. Aber anscheinend folgt nur ein Teil der Frauen diesem Anreiz zur Kinderlosigkeit.
Guter Beitrag! Aber verlangen Sie von Fr. Reimann u. Co. nicht zu viel. Das würde ja Rercherhieren, Ursachenforschung etc. bedeuten...da macht es doch viel mehr Freude einfach mal (bewusst?) Behauptungen aufzustellen (wir kennen es ja...gläserne Decke, 23%Entgeltunterschied bla bla bla) weil sie halt so schön ins Weltbild passen.
Von Spon etc. sollte man eigentlich mehr erwarten können, aber die Einseitigkeit (und fehlende Qualität) der Berichterstattung wird immer erschreckender...
Das ist insofern Unsinn, als die überhaupt nicht gekämpft hat - somit also auch nicht kapitulieren kann. Wer wegen seines Aussehens überall mit durchgeschleppt wurde, kann sich in andere, die nicht davon profitieren können, einfach nicht hinein versetzen. In ihren Augen ist die "Quote" doch längst erfüllt, schließlich hat sie selbst keinerlei Qualifikationen für ihr Amt - und hat es trotzdem erhalten. Sie hat damit sogar mehrere Quoten erfüllt.
Kristina Schröder hat, was der Autorin dieses Artikels fehlt: sie hat Mut. Sie hat den Mut, den Feminismus zu kritisieren, in einem Land, das dabei ist, Tabus für alles und jeden zu errichten und sich auf diesem Wege wieder vom Liberalismus und Aufklärung zu verabschieden. Wie Frau Schröder in ihrem Buch Titel schon sagt: Die Frauen in Deustchland sind emanzipiert. Was aber leider in dieser Gesellschaft, die die Schattenseiten der alt68er nie überwinden konnte, zum Tabu hochstilisiert wurde: Die Feministinnen haben in diesem Land Schaden angerichtet. Vom Männerhass über die Diskrimminierung der Männer im eherecht oder die Diskrimminierung von Buben in der Schule gibt es eine Reihe von fehlleistungen, die auf die dogmaitsichen Idiotien der Feministinnen zurück zu führen sind.
Letztlich ist auch klar: Quoten sind immer Problematisch. Eine Frauenquote wäre eine Katastrophe - vor allem für die Frauen, die aus eigenen Fähigkeiten eine gute Position erreichen können. Norwegen ist da ja ein trauriges Beispiel. Egal, für die Feministinnen geht es nicht um ökonomische Fakten sondern nur um die blinde Ideologie.