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Buch "Allererste Liebe": Es sind nicht die Gene
CorbisWie gut Menschen in der Welt zurechtkommen, hängt vor allem von den Bindungserfahrungen in den ersten drei Lebensjahren ab. Die zentrale These des neuen Buches "Allererste Liebe" hat das Zeug, Eltern zu verunsichern. Leider werden sie mit diesem Gefühl allein gelassen.
http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...-a-860041.html
- #30 09.10.2012 08:44 von
...
Rundlichkeit in Grenzen läßt durchaus auf innere Ausgeglichenheit schließen - bilden Sie sich also lieber nichts auf Ihre Model-Maße ein.
Im Übrigen reden wir über Kinder unter 3 Jahren. Die Quengelei wegen Süßigkeiten beginnt erst später - aber das weiss man natürlich nicht, wenn man nie mit einkaufen geht. - #31 09.10.2012 09:16 von
Nein
die Quengeleien beginnen früher. Gerade im sozialen Umfeld sehen sie ja einen unreflextierten Umgang mit Leckereien und im Supermarkt können Kinder mit 2 Jahren sich schon sehr gut selber bedienen.
Rundlichkeit in Grenzen läßt nicht auf innere Ausgeglichenheit schließen sonder eher auch mit Diabetespatienten überfüllte Arztpraxen in der Zukunft.... - #32 09.10.2012 09:18 von
Vergleiche schaden
Ich kann diese ewige "die Kriegsgeneration hatte es wesentlich schlechter und das sind wenigstens noch Menschen mit einer gesunden Härte"-Diskussion nicht mehr hören, noch lesen! Was soll ein solcher Vergleich? Letztlich fühlen sich manche Angehörigen der "Kriegsgeneration" mit dieser Heriosierung wohler. Gleichsam unterstellen sie der "anderen" Generation Verweichlichung und Simulantentum. Dabei lassen sie sich durch gleich welch guten Argumente nicht beeinflussen. Dieser Starrsinn führt immer noch zu einer gewissen Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, was für diese zu einem weiteren Stressfaktor wird, weil sie sich immer noch verstecken müssen oder andernfalls als "Leistungsverweigerer oder Simulanten" abgestempelt werden. Dabei sind unter diesen so einige dabei, die gern Leistung bringen würden, wegen ihrer Erkrankung aber daran gehindert werden. Stattdessen wäre gesellschaftlich wesentlich gesünder, wenn offen über diese Erkrankungen gesprochen werden würde, denn dann könnte man auch an Lösungen arbeiten. Denn erst, wenn ein Problem nicht mehr negiert, sonder als solches anerkannt wird, lässt sich an Lösungen arbeiten. Und auch wenn es Einige gibt, die es nicht gerne hören, die Härten und Entbehrungen der Kriegsgeneration hat Auswirkungen - nur hat dieser Generation gelernt und eisern verinnerlicht, dass man darüber nicht spricht. Diese Auswirkungen haben dann aber oft die Kinder zu spüren bekommen und vielleicht führt ja genau das, zu einem Teil der Erkrankungen. Darüber sollten Sie vielleicht mal nachdenken. Nur davon, dass man Dinge verdrängt, verschwinden sie nicht, sie leben im Unbewußten sehr wohl weiter und beeinflussen alle emotional motivierten Handlungen. Also denken Sie erst, bevor sie mal wieder postulieren, die Menschen früher waren "härter". Und nicht zuletzt gibt es auch in dieser Zeit traumatische Erlebnisse und ungünstige gesellschaftliche Voraussetzungen gerade im Arbeitsalltag, die die Kriegsgeneration meist nicht mehr kennt und auch meist nicht mehr beurteilen kann. Also Vorsicht bei solchen Aussagen. Die Gesellschaft wird für alle ein besserer "Ort", wenn die Generationen ein größeres Verständnis für die jeweils anderen Generationen haben. Toleranz wirkt hier heilsam!
- #33 09.10.2012 10:03 von
Ob es so erstrebenswert ist eine dicke Haut zu haben?
Sind es nicht vielmehr jene, die empfindlich sind die die Welt zum Besseren bewegen? Nur denen Fallen Probleme auf. Bei den Anderen heißt es doch immer, wird schon und wir sind die Besten.
Und was ist schon normal? Da hat wohl wieder jemand mit viel Gelaber Geld verdienen wollen und der Spiegel muss denen noch eine Plattform bieten, damit wir unsere kostbare Zeit damit vertrödeln. Lieber Spiegel, warum gibt es nicht einmal einen Artikel von Manfred Lütz? Der ist Psychiater und der kennt sich gut aus.
Das Buch finde ich gut: http://www.amazon.de/Irre-behandeln-Falschen-Problem-Normalen/dp/3442156793/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1349772839&sr=1-1
Das Problem der Helden unser Tage ist doch ihr Individualismus, die Unfähigkeit mit einem Anderen zu kommunizieren und den zu verstehen. Aber diese Menschen gelten doch bei uns als erfolgreich. Wohin man sieht, nur Promis mit gescheiterten Ehen.
Aber schwebt nicht die gesamte Gesellschaft am Abgrund der Krise. Wenn wir nach Griechenland schauen. Heißt da nicht das Problem mangelnde Solidarität und mangelndes Problembewusstsein? - #34 09.10.2012 10:16 von
- #35 09.10.2012 10:36 von
Ratschläge sind auch Schläge...
Gleich zu Beginn meiner ersten Schwangerschaft bin ich an genau den richtigen Ratgeber für werdende Mütter und Babymütter geraten: als die Verfasserin, eine Hebamme, davon schwafelte, dass das Auswaschen vollgekackter Bio-Öko-Baumwollwindeln, das Aufhängen und Bügeln (!!) derselben dem "Alltag entschleunigte Momente schenke" und "Zeit zum Nachdenken bei der manuellen Tätigkeit" verschaffe, flog nicht nur das Buch in die Ecke, sondern auch die lange Liste sämtlicher Erziehungsbücher, die ich mir schon aufgestellt hatte....
Mein Rat an alle Mütter: intuitiv macht bzw spürt ihr fast immer das Richtige. Keine Mutter kann mir erzählen, dass sie sich gut dabei fühlt, ein quengelndes Kind wie im Beispiel ins Bett zu stecken, ohne zumindest zu versuchen zu ergründen, warum es quengelt... Dass sie es tut (weil es manchmal vielleicht nervlich einfach nicht mehr anders geht) steht auf einem anderen Blatt.
[br]
Andererseits können gestörte Bindungen bei Eltern auch genau das Gegenteil bewirken: der Vater meines Mannes war immer verantwortungsvoll und gerecht, aber sehr lieblos - so sagt mein Mann, der Vater habe ihn in seiner Erinnerung niemals berührt. Statt es mit seinen Kindern - auch mit dem mittlerweile schon 10-jährigen Sohn- genauso zu machen, tut er das Gegenteil: heute als Papa ist er immer zum Kuscheln bereit.... - #36 09.10.2012 12:36 von
- #37 12.10.2012 13:21 von
die Autorin hat recht. die psychologische Analyse unserer
Lebensbedingungen ist ein Hauptanliegen für unsere hochkultur.ich kann mich im übrigen bis zu meinem zweiten LebensMonat zurück entsinnen allerdings habe ich wie John Lennon eine urschrei Therapie bei a janov gemacht.die frühen Momente waren mit größtem Glück verbunden und mit einer geistigen Klarheit die ich nie mehr erreichte.die erwachsenen wissen gar nicht was ein Kind ist.als ich13 Monate alt war gingen wir zum Fotografen.meine Mutter sagte:schau da kommt ein voegelchen raus.ich wusste was das ist.stattdessen ein greller blitz.wegen des schocks über die kognitive Differenz wurde ich später wenn jemand ein foto machte ohnmächtig und kann es bis heute nicht ertragen wenn jemand eine kamera auf mich richtet. der Nobelpreis Träger kandel spricht seinem Buch"auf der suche nach dem Gedächtnis "davon dass durch Erlebnisse Gene geschädigt werden können .beweis erbracht!!
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