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Bublath geht in Rente: Abschied eines Allwissenden

Wenn er zum Feuerzeug griff, zitterten die Fernsehchefs um ihre Studios: Joachim Bublath war mehr als 22 Jahre lang der Top-Wissenschaftler und Extrem-Experimentator unter Deutschlands TV-Moderatoren. Jetzt ist er abgetreten - ohne jeden Knalleffekt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...539582,00.html
  1. #1

    Wirklich schade ...

    ich gönn' dem Dr. Bublath wirklich seine wohlverdiente Rente,
    find's aber trotzdem schade, dass er geht. Ohne ihn wird's wirklich ganz schön lau in Sachen Bildungsfernsehen.
    Aber ich freu' mich schon auf die neuen Folgen von "Abenteuer Forschung" mit Harald Lesch. Ich hoffe nur, das die Sendung dann zumindest auf dem Niveau von "Alpha Centauri" bleibt, und nicht auf ein Galileo-Niveau absackt.
  2. #2

    ein Titel

    Früher war Knoff-Hoff die einzige Sendung, die wir als Kinder sehen durfte: Ein Höhepunkt der ganzen Woche !
    Der feine Herr Bublath mit wechselnden attraktiven Assistentinnen: Zuerst die braunhaarige, dauergewellte Ramona Leiss, danach wurde sie gegen eine Blonde ausgetauscht. Fachlich war sie allerdings nicht so gut drauf, hatte ich immer den Eindruck.
    Weitere wichtige Elemente der sendung: der verrückte Professor mit seinen gefährlichen Elementen: Mehr als einmal wurden seine Augenbrauen und auch die wirren Haare abgefackelt, dann das blöde KnoffHoff-orchester und natürliche die vielen, vielen Experimente zum Lernen und Staunen !
  3. #3

    Guter Mann zur falschen Zeit

    Der Autor hat es schon perfekt formuliert:

    "Wer sich jemals auch nur ein wenig mit der Himmelsforschung beschäftigt hat, dürfte schnell gelangweilt abgeschaltet haben. Wer sich dagegen so wenig für Wissenschaft interessiert, dass er in solchen Beiträgen noch etwas Neues findet, dürfte sich kaum zu fortgeschrittener Stunde in eine Wissenschaftssendung verirren."

    Seit Jahrzehnten langweilen mich die ZDF-Wissenschaftssendungen mit dem Konzept der hübschen Computeranimation statt fundierter Information.
    Zu späterer Stunde wünsche ich mir detailiertere, ausführlichere Konzepte(s.u.)

    Großes aaaaber:
    Es ist ungemein wichtig für deren Fortbestand, das Wissenschaft populär gemacht wird. Darum gehören solche Sendungen in die Hauptsendezeit! Herrn Bublaths Verdienst in dieser Sache ist nicht hoch genug zu bewerten!

    Auf Herrn Prof. Lessch freue ich mich nur bedingt, das ZDF wird es wohl wieder "versauen".
    Was der Mann früher zu später Stunde drauf hatte, kann man hier erfahren:
    http://www.br-online.de/alpha/centauri/archiv.shtml

    Schade, dass diese Sendung vom BR gekippt wurde, ich hätte sie mir im Gegenteil lieber mit noch viel mehr Sendezeit gewünscht.

    Hoffen kann man ja mal

    Grüße

    Koder
  4. #4

    alternativen

    ``Der Wissenschaftsjournalismus, den er gern einfordert - keine Sendung mit der Maus für Erwachsene, sondern das kritische Hinterfragen der Forschung - ist in Deutschland seit Jahren auf dem Vormarsch. Allerdings eher in Print- und Onlinemedien und nicht im Fernsehen, auch nicht im öffentlich-rechtlichen.''

    ganz so negativ sieht es jawohl nicht aus, oder dem autor ist die oeffentlich-rechtliche wissenschaftssendung ``nano'' nicht bekannt.
  5. #5

    hoffen wir auf den Nachfolger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn er zum Feuerzeug griff, zitterten die Fernsehchefs um ihre Studios: Joachim Bublath war mehr als 22 Jahre lang der Top-Wissenschaftler und Extrem-Experimentator unter Deutschlands TV-Moderatoren. Jetzt ist er abgetreten - ohne jeden Knalleffekt.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...539582,00.html
    Ich fand Bublaths Moderationsstil immer sterbenslangweilig und besserwisserisch - er hätte schon längst einem anderen Platz machen sollen. Selbst unkaputtbare Formate wie die vom Ansatz her wirklich geniale Knoff-Hoff-Show konnte Bublath mit Leichtigkeit kaputt machen.
    Wie im Spiegel-Artikel angedeutet: Bublath vergraulte die Wissenschaftsinterssierten und schaffte es nicht, das Interesse der Uninteressierten zu wecken. Für Wissenschaft braucht man Leidenschaft und Begeisterung, und beides verstand Bublath meisterhaft zu verbergen.
  6. #6

    Gewusst, wie

    ganz so negativ sieht es jawohl nicht aus, oder dem autor ist die oeffentlich-rechtliche wissenschaftssendung ``nano'' nicht bekannt.

    Schon richtig. "nano" hätte das zeug all die Lücken zu füllen, die "Abenteuer Wissen" mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Bublath nicht hinterlässt. Dem steht nur leider der doch eher stiefkindliche Sendeplatz entgegen, der in keinem Verhältnis zum intellektuellen und informativen Anspruch der Sendung steht. Kurz vor 19 Uhr schaue ich, wenn überhaupt, allenfalls mit meinem Kindern das Sandmännchen. Für die Kinder zu sehr Wissenschaft, für mich zu früh am Abend, da bleibt als Bildungsfernsehen eben doch nur die ARD, am Sonntag, um 11.30 Uhr.
    Oder aber ein charismatischer Moderator legt die "know-how" Sendung von Joachim Bublath noch einmal neu auf, mit Band aber ohne Dixieland, und platziert sie an einem Sendeplatz der zum modernen Lagerfeuer taugt. Vielleicht schmeiss ich meine Glotze dann doch nicht weg.

    Grumpf,

    busta


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