Wer hat die Studie gemacht?
Oft von Lobbyisten beeinflusst.
CorbisMediziner setzen bei der Früherkennung von Brustkrebs zunehmend auf die digitale Mammografie. Doch ist die Methode wirklich besser als die herkömmliche? Eine niederländische Studie zeigt: Mit digitalen Aufnahmen erkennen Ärzte mehr aggressive Brustkrebsvorstufen.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-858956.html
Wer hat die Studie gemacht?
Oft von Lobbyisten beeinflusst.
Das ist ja echt irre, was digitale Bildverarbeitung so alles kann. Highttech überall! Da machen die Mammographen jetzt tatsächlich digitale Bilder der weiblichen Brust?
Im Ernst: Die Meldung ist doch Verarsche,oder?
Man kann mir doch nicht erzählen, das bei der Mommographie jetzt endlich solche Techniken genutzt werden, und man vorher immer noch mit Röntgenfilmen hantiert hat. abei typisch deutsch: das ist natürlich teurer als das alte, analoge Verfahren.
Der Artikel ist nicht stimmig.
1. Digitale Mammographien sind in Deutschland in den Screeningzentren und Brustzentren Standard und nicht die Ausnahme.
2. Frauen haben nur im Rahmen des Screening ein "Recht" auf die Mammographie zwischen 50-69, wenn Sie teilnehmen. Eine Mammographie per Überweisung ist in diesem Zeitraum nur bei konkretem Verdacht Kassenleistung.
3. Frauen zahlen dann auch keinen "Digitalaufschlag", da de Radiologe überhaupt kein anderes Gerät hat!
4. Dass DCIS in der DM besser entdeckt werden ist bekannt, dass die Holländer sich aber soweit aus dem Fenster lehnen, dass Sie per DM sogar schon eine Tumorprogression ableiten können - Hut ab. Habe ich von den Brustzentren in Deutschland noch nicht.
Vergessen sollte man bei der Lobhudelei nicht, dass es auch erhebliche Zweifel an dem Screening gibt.
...die, wie gerade auch im Forum deutlich zu besichtigen ist, jeglichen medizinischen Fortschritt reflexartig relativiert und sofort böswilligen Lobbyismus unterstellt, muss schon wirklich sehr übersättigt sein, um sich so viel Mangel an Dankbarkeit angesichts kontinuierlich verbesserter Gesundheitsleistungen leisten zu können...
Die zynischen Kommentare hier kann ich nur als Inkompetenz werten. Wegen der Schilderung einer Sekretion aus der Brust bei der Kommentatorin, habe ich mich extra angemeldet. Wenn die Sekretion blutig ist, ist das meist krankhaft und muß weiter abgeklärt werden. Hierfür ist wegen der Untersuchungsmöglichkeiten fast immer ein Radiologe, der galaktographieren kann, erforderlich. Wenn Sie übermäßige Schmerzen bei der Mammogr. haben (das gibt es ja), dann am besten in eine erfahrene Screeningpraxis gehen, die Assistentin hat dort mehr Übung. Und die Brust vorher (60-90') mit einem rezeptfreien Lidocain-Gel einreiben. Mit der Mammographie finden wir jeden 2. Tag einen unentdeckten Brustkrebs, die Heilungschancen liegen früh entdeckt bei > 90%, meist ohne Amputation. Die Leute hier vergessen, daß man als Arzt an seine Patienten meist mit einer beruflichen Leidenschaft herangeht, und seine Tätigkeit nicht als Job betrachtet. So ein Berufsethos ist den Spiegellesern leider meist fremd.
Liebe Kommentatorin, gehen Sie der Sekretion unbedingt nach! Glauben sie mir, in 50% findet man eine Ursache, die durchaus üble Folgen haben kann, aber nur, wenn man nicht behandelt.
...für die kompetente Aufklärung! Hoffen wir, dass die Kommentatorin auch die entsprechenden Schlüsse zieht. Ich finde wirklich, dass ein Großteil der "aufgeklärten" Bevölkerung durch eine überkritische Haltung angesichts hierzulande selbstverständlich gewordenem medizinischem und pharmakologischem Fortschritt viel Achtung gegenüber diesen Errungenschaften verlorengegangen ist...
Durch die frühe Entdeckung des Krebses steigt die statistische Überlebenszeit von der Entdeckung bis zum Tode scheinbar stark an. Prof. Dr. Dr. Ulrich Abel vom Deutschen Tumorzentrum der Uni Heidelberg führt aus:
„..Je früher die Diagnose der Krankheit oder der Metastasen gelingt, um so länger wird die statistische Überlebenszeit ab dem Diagnosezeitpunkt mit oder ohne Behandlung sein.“
Wenn der Krebs im Endstadium entdeckt wird, fällt die statistische Überlebenszeit durch die späte Entdeckung bis zum Tode scheinbar stark ab. Die statistische wirkliche Lebenszeit von der Geburt bis zum Tode bleibt in beiden Fällen gleich. Wenn wir an scheinbar längeren Überlebenszeiten und den damit verbundenen immensen Kosten interessiert sind, müssen wir nur die Analyseverfahren für eine noch frühere Entdeckung schaffen, um statistisch längere Überlebenszeit zu erhalten. So einfach geht es! Nur die Gesamtüberlebenszeit von der Geburt bis zum Tode ändert sich dabei überhaupt nicht. Es wird z.B. die Response bei der Chemotherapie mit einer Verlängerung der Überlebenszeit gleichgesetzt. Dies ist sachlich und logisch falsch.
Seit 1930 gibt es in den USA Statistiken über die Mortalität bei Brustkrebs. Die Mortalität hat sich signifikant bis zum heutigen Tage nicht verändert! Wo ist denn dann der Behandlungserfolg?