Broncos-Quarterback Tebow: Gott steht ihm bei

Die USA sind*dem Tim-Tebow-Hype verfallen. Der Footballspieler*der Denver Broncos galt bisher als mittelmäßiger Quarterback, berühmt wurde er durch spontane Gebete auf dem Platz.*Seine Pose ist inzwischen Kult, im Internet wimmelt es vor Nachahmern. Auch Präsident Obama und Lady Gaga sind Fans.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,808466,00.html
  1. #20

    Cam - Tebow

    Zitat von stephen48 Beitrag anzeigen
    Cam Newton kann aus mehreren Gründen nicht die Popularität eine T.T. erreichen: Er ist schwarz, er ist nicht christlich-fundamentalistisch und er benötigt nicht die Hilfe eines imaginären Wesens, um Spiele im 4. Quarter zu drehen. Cam Newton taugt nicht als "Messias" für die amerikanische Masse.
    Die popularitätsunterschiede haben nichts mit Glaube oder Hautfarbe zu tun. Tebow steht für das geliebte Saubermannimage im US-Football. Gegen Newton gab es bereits vor dem Draft heftige Anschuldigungen, bzw. gegen seinen Vater, welche nie wiederlegt wurden. Hier ist immernoch ein Ermittlungsverfahren der NCAA anhänig. Ähnliches sah man von Tebow zu seiner College Zeit nie!
  2. #21

    Christlich!

    Zitat von Lekcad Beitrag anzeigen
    Schon mal mit offenen Augen die Bibel gelesen:

    „Tochter Babel, du Zerstörerin!
    Wohl dem, der dir heimzahlt, was du uns getan hast!
    Wohl dem, der deine Kinder packt
    und sie am Felsen zerschmettert!“ Ps 137,8-9

    "Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden." – Hosea 14,1
    Na und? Was hat das mit der Diskussion zu tun?

    Ich schrieb von Christen und ihren Gebeten. Sie zitieren das Alte Testament und reißen die Textstellen komplett aus ihrem jahrtausendealten Zusammenhang. Wie simpel.

    Die maßgeblichen Schriften für Christen sind jedoch im Neuen Testament zusammengefaßt, welches Leben und Leiden Jesu, die Apostelgeschichte etc. umfaßt.
  3. #22

    Fundamentalistisch?

    Zitat von stephen48 Beitrag anzeigen
    Cam Newton kann aus mehreren Gründen nicht die Popularität eine T.T. erreichen: Er ist schwarz, er ist nicht christlich-fundamentalistisch und er benötigt nicht die Hilfe eines imaginären Wesens, um Spiele im 4. Quarter zu drehen. Cam Newton taugt nicht als "Messias" für die amerikanische Masse.

    Anhand solcher Kommentare wird deutlich, wie wenig sich viele Leute mit dem Thema beschäftigen. Wenn ich nur "fundamentalistisch" höre... Ist es mit der Religionsfreiheit soweit gekommen dass man nicht mal mehr seinen Glauben öffentlich ausdrücken kann? Ist man dann gleich ein Fundamentalist? Nach der Logik sind ja auch alle Muslime Terroristen (wobei ich die gar nicht in die Diskussion bringen möchte, weil es NICHTS mit der Sache zu tun hat.
    Und auch die Notion dass TRT "mit Gottes Hilfe" Spiele gewinnt, wurde nur von den Medien erschaffen und von dir hier blind übernommen. Tebow, als vernünftiger Mensch hat dazu gesagt dass Gott sicherlich bessere Dinge zu tun hat als Footballspiele zu entscheiden.
    Er kann ja nicht dafür wenn er von rechtskonservativen Republikanern so gefeiert wird. Ist ja nicht so dass er mit Dick Cheney jagen geht und. Ich habe ihn sich noch nie politisch äußern hören.
    Dass hier jemand, der öffentlich christlich ist, sofort (natürlich nicht wörtlich) in eine Ecke mit den rechtskonservativen, immigrantenfeindlichen Republikanern geschoben wird, zeugt zum einen vom uninformierten Antiamerikanismus, den viele hier in Deutschland zur Schau tragen und zum anderen von einer Engstirnigkeit, die doch so gerne den "fundamentalistischen Christen" zugeschoben wird. Bloß weil du Gott als "imaginäres Wesen" ansiehst (daraus schließe ich mal dass du Atheist bist) komme ich doch auch nicht zu dem Schluss dass du ein gottloser, liberaler, vegetarischer Deutschlandhasser bist der in die Hölle kommt. Du solltest Tim Tebow als MENSCHEN betrachten, der viele Leute inspiriert und unglaublich viel Gutes tut, und nicht als das Symbol, als dass manche ihn gerne hätten. Und wenn ein Mensch sich tadellos und uneigennützig verhält, sollte es einen dann interessieren ob der das nun macht weil es in der Bibel steht oder weil er es bei Harry Potter gelernt hat? Oder sollte man einfach froh sein dass es da ein wirkliches Vorbild gibt zu dem man aufschauen kann und von dem man lernen kann?

    Ich finde dass es sich lohnt, darüber mal nachzudenken.
  4. #23

    Mutmaßung!

    Zitat von andynm Beitrag anzeigen
    Sie sollten mal lieber mit Muslimen über ihre Gebete sprechen, anstatt so einen Unsinn zu reden.
    Der Inhalt der Gebete ist in den allermeisten Fällen persönlicher Natur. Egal welche Konfession die Betenden haben.
    Das vermuten Sie vielleicht - leider jedoch falsch, zumindest was das rituelle Gebet betrifft. Da ist der Ablauf folgender:

    1.) Eingangsformel: Lob Allahs. Dort u.a.: "Leite uns den rechten Pfad, den Pfad derer, denen du gnädig bist, nicht derer, denen Du zürnst und nicht derer, die in die Irre gehen." (Also nicht den Pfad der Christen, Juden und anderen Ungläubigen.)

    2.) Individuell ausgesuchte Rezitation eines Stückes des Korans

    (einfach mal selber lesen - das erhellt das Weltbild ungemein, denn das gibt Aufschluß über islamisches Denken.)

    3.) Beim Verbeugen, Aufrichten und Niederwerfen: Lob und Preis.


    4.) Im Sitzen u.a.: "Oh Allah, erweise Dich Muhammad und den Seinen gnädig, wie Du Dich Abraham und den Seinen gnädig erwiesen hast. Du bist der Gepriesene, Ruhmreiche. Oh Allah, segne Muhammad und die Seinen, wie Du Abraham und die Seinen gesegnet hast. Du bist der Gepriesene, Ruhmreiche."

    (Immer nur "die Seinen" - nie alle Menschen)


    5.) Zum Ende: Friede sei mit euch (Glaubensbrüdern) und die Barmherzigkeit Allahs.


    Im individuellen Gebet ist Freistil erlaubt. Man braucht aber nicht viel Phantasie, um die grundlegende Ausrichtung darin zu erraten.
  5. #24

    glauben

    Zitat von Nemo Niemander Beitrag anzeigen
    Das vermuten Sie vielleicht - leider jedoch falsch, zumindest was das rituelle Gebet betrifft. Da ist der Ablauf folgender:

    ...

    Im individuellen Gebet ist Freistil erlaubt. Man braucht aber nicht viel Phantasie, um die grundlegende Ausrichtung darin zu erraten.
    Sie haben die einschlägigen rechtspopulistischen und "islamkritischen" Seiten offenbar aufmerksam gelesen. Ich erspare mir nun die Belehrung, dass dort nur ein Zerrbild ("Islam/alle Muslime ist/sind böse") präsentiert wird und wiederhole meinen Ratschlag, dass Sie sich mehr mit Muslimen beschäftigen sollten, anstatt hier selbst nur Mutmaßungen aufzustellen, was ein Muslim in seinem Gebet einschließt.
  6. #25

    ...

    ich teile seinen glauben nicht aber im endeffekt ist mir persönlich wurscht was jeder glaubt... ich möchte davon nur nicht belästigt werden...
    da ich aber ein relativ toleranter und offener mensch bin empfinde ich öffentliche gebete nicht als belästigung... gut die ausnahme sind die fronleichnamsprozessionen die jedes jahr an meinem haus vorbeiführen und mit verstärker durch die straßen hallen... aber das liegt auch nur an der lautstärke...
    und dass manche jetzt auch schon wieder pauschal über die amis herziehen...
    guckt doch mal in die bundesliga... da gibt es auch genügend spieler die sich beim betreten des platzes bekreuzigen oder andere religiöse gesten machen wenn sie ein tor erzielt haben...
    wenn einem ein niederknie schon zu viel ist... der sollte auch beim fußball nicht davor halt machen öffentliche glaubensbekundigungen zu verbieten...
  7. #26

    Ein gut werfender Running-Back

    Tebow ist ein gut werfender Runningback, und kein guter Quarterback, der von seiner guten Verteidigung lebt. Wenn man sich seine (glücklichen)Siege über die ganze Saison ansieht, muss man auch den Kicker der Broncos herausstellen der mit vielen Winning- Kicks in Over Time (Mia, SD, Chi) nicht unwesentlich zur Teilnahme an den Play-Offs beigetragen hat! Viele Teams unterschätzen auch die Höhe in Denver (1600 ü.d. M.) Als Quarterback wird er total überschätzt (zurzeit), vielleicht kann er in den Play-Offs den nächsten Schritt machen. Gegen PIT sah es gut aus aber er wird nie in der Liga von Rodger, Brees, Brady spielen können. Quarterbacks die laufen setzt sich ein hohes Verletztungs risiko aus, (siehe Vick). Das mit Gott und der Bibel ist für die meisten Amis wie eine Droge! (Lenin) Religion ist Opium fürs Volk.
  8. #27

    Talent ist nicht unbedingt das entscheidende

    Das ist im American Sports schon immer so gewesen.

    Viel wichtiger war immer das Publikum mitreissen zu können und eine Projektionsfläche zu bieten.

    Genau das macht dieser Typ excellent.

    Und ich glaube auch kaum das die Fans es als todes Gottes interpretieren wenn die Broncos beim nächsten Spiel vernichtend geschlagen werden. grins
  9. #28

    Johnson Channels Tebow Video - NHL VideoCenter

    Orr's Tebow-like celebration Video - NHL VideoCenter

    Das ist der hype. Niemand interssiert sich für den Glauben dabei.
    Es geht um seine eindeutig zu identifizierende Pose.
  10. #29

    Religionsfreiheit

    Die im Forum vorgebrachte Religionsfreiheit hat - wie alle demokratisch kontrollierten Freiheiten - ihre Grenze dort, wo ihre (massive) Ausübung die Rechte anderer einschränkt.
    Die massive öffentliche Darstellung von Religiösität (natürlich nicht nur einer Einzelperson) kann durchaus die Rechte derer einschränken, die nicht Glauben wollen (=negative Religionsfreiheit). Sport ist m.E. auch kein "natürliches" Umfeld für religiöse Darstellung, sondern eher eine Art religiöser "out of area" Einsatz.

    Der interessanteste Aspekt ist der Umgang der US-Gesellschaft mit dem Thema. Ich kann nicht beurteilen, ob die USA qualitativ religiöser sind als Deutschland, die öffentliche und mediale Darstellung/Bekenntnis ist dort wesentlich ausgeprägter als bei uns. Bei Politikern halte ich deren offen erklärte Religiösität eher für eine Anpassung an eine relevante gesellschaftliche Strömung.

    In Deutschland gibt es auch Fußballer, die religiöse Gesten auf dem Platz zelebrieren, aber dies wird nicht sonderlich thematisiert. Kann sich jemand vorstellen, dass die Kanzlerin einem solchen Spieler zu seinen - auf Glaubensfestigkeit basierenden - charakterlichen Qualitäten garantiert. Auch ein Konstrukt wie Scientology wäre in D so nicht zu etablieren.