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Broders Bücher: Milchschaum für Millionen
Alle reden vom "schlanken Staat", doch das Monster breitet sich immer mehr aus. Ein neues Buch begutachtet die "Behördenflut in Deutschland" und kommt zum Schluss: Ämter und Institutionen mit Namenskürzeln wie ADS, Nada oder BuJazzO dürfte niemand vermissen.
http://www.spiegel.de/kultur/literat...716783,00.html
- #1 24.09.2010 15:54 von peeka
Und eine...
...Bundesbank mit 10.000 Mitarbeitern und einem Vorstandsmitglied, welches mal locker neben der Arbeitszeit ein 450-seitiges Buch schreibt, brauchen wir mit Sicherheit in der Größe auch nicht.
- #2 24.09.2010 16:17 von emma
Wenn die Leute arbeiten, muss ich wenigstens kein Hartz4 für sie finanzieren. Sie konsumieren und ermöglichen ihren Kindern hoffentlich eine qualifizierte Ausbildung, damit meine Rente sicher ist...
Und wenn ich so die nervigen Warte- und Öffnungszeiten bei manchen Behörden bedenke, dann wäre es mir fast lieber, man würde noch Personal einstellen. Da sind meine Steuern jedenfalls besser investiert, als bei der HRE, nicht wahr? - #3 24.09.2010 16:23 von
- #4 24.09.2010 16:25 von
Verteilung
Vielleicht sitzen allzuviele staatsbedienstete an den falschen Stellen.
Immerhin fehlt es an Polizisten, an Steuerfahnder, Lehrern oder aucuh eben Beschäftigte in so mancherlei stark frequentierten Behörde.
Auf der anderen Seite gibt es gewiss eine Menge unterbeschäftigte Sesselfurzer, gerade in den höheren Ebenen. - #5 24.09.2010 16:45 von
Mehr noch
In Waldeck-Frankenberg gibt es jetzt sogar eine Klimabeauftragte!!!
- #6 24.09.2010 16:46 von
ja ja
Der Staatsdienst mit seinen besserwissenden und tollpatschigen Bediensteten,ist wie eine Jeanshosen,an den wichtigen Stellen sitzt eine Niete.Aber eines muss man diesem Klientel lassen,sie können Sätze bilden die länger sind als ein Schnürrsenkel an einem Springerstiefel.Ob es dafür eigens ein Referat gibt ,weis ich nicht,aber sehrwarscheinlich schon,denn mit der Muttermilch bekommt diese Gabe nicht mit.
- #7 24.09.2010 16:53 von
Erforderliche Schwerpunkte!
Das sehe ich ähnlich.
Zweifellos gibt es, wie Broder richtig feststellt unsinnige, überzählige, überbesetzte Behörden/Ämter, deren Existenzberechtigung schwer zu verstehen ist.
Auch die große Mitarbeiterzahl der Ministerien auf Bundes- u. Landesebene kann man mit Recht hinterfragen.
Ganz sicher sollte jedoch die Zahl der Polizisten, Zollbeamten, Richter u. Lehrer erhöht werden, hier gibt es Defizite, die mit mehr Leuten besser bewältigt werden könnte.
Auch die geplante Reduzierung der Bundeswehr ist für mich fragwürdig. Kann es sich unser Land in diesen unsicheren Zeiten wirklich erlauben, seine Streitkräfte auf das Niveau eines Drittweltlandes wie z.B.Venezuela zu verkleinern? - #8 24.09.2010 16:54 von
Bitte kein Vergleich von Äpfel mit Birnen
Es wäre wünschenswert, wenn Untersuchungen, die von Lobby-Vereinigungen erstellt werden (in diesem Falle einer arbeitgebernahen Organisation) kritisch diskutiert werden. So handelt es sich bei dem im Bericht dargestellten "BuJazzO" um ein Förderprojekt zur Förderung des Jazz-Musiker-Nachwuchses. Nun kann man lang und breit darüber diskutieren, ob Deutschland Steuergelder für die Ausbildung von Jazz-Musikern ausgeben möchte. Aber dann muss man genauso darüber diskutieren, ob in Deutschland Germanisten, Historiker, Neurologen, Betriebswirte ... ausgebildet/gefördert werden sollen. In der Studie werden also leider Äpfel mit Birnen verglichen - Staatsweingüter (= staatliche Betriebe) mit Kontrollorganen (Landesmedienanstalten) und Fördereinrichtungen aus dem Bildungs-/Kulturbereich (BuJazzO). Selbstverständlich kann man jede dieser Institutionen hinterfragen - dann sollte man aber auch Steuervergünstigungen für einzelne Branchen etc. in die Diskussion mit einbeziehen. In dieser Form ist die Diskussion für mich einseitig und allein aus Arbeitgeberinteresse heraus geprägt (Landesmedienanstalten stören, da dort privatwirtschaftlich betriebene Sender kontrolliert/kritisiert/reglementiert werden, Staatsweingüter stören, da sie in Konkurrenz zu privaten Weingütern stehen, etc.).
- #9 24.09.2010 17:21 von Shimodax
*stöhn*
Zitat aus dem Artikel: "Wer jemals ein Einwohnermeldeamt aufgesucht oder nur versucht hat, sein Auto umzumelden, der geht auch barfuß über glühende Kohlen, ohne dabei das Gesicht zu verziehen."
Da versucht sich wohl wieder jemand an billigem Populismus. Ich hab's nur bis an diese Stelle im Artikel geschafft, der Rest ist vorhersehbar und damit irrelevant ... ist schade um den Klick.
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