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Britischer Zinsskandal: Finanzwächter sollen Kontrollen vernachlässigt haben
Getty ImagesDie britische Finanzmarktaufsicht FSA gerät in die Kritik: Laut "Wall Street Journal" bekam sie schon vor Jahren Hinweise, dass Banken den zentralen Zinssatz manipulieren, zu dem sich Institute untereinander Billionen von Dollar leihen. Doch erst 2010 ging die Behörde den Spuren nach.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...842893,00.html
- #1 06.07.2012 08:10 von
- #2 06.07.2012 08:20 von
Losgelöst
Es ist nicht einfach nur ein Versagen der Finanzaufsicht, es geht viel weiter, denn die Finanzwelt hat sich völlig losgelöst von der gesellschaftlichen Entwicklung.
London hat sich zu einer reinen Banken und Spekulationsstadt entwickelt, man hat sich die Zustimmung von der Politik regelrecht erkauft.
Es ist schon völlig egal welche Partei am Ruder ist, denn sie haben der Zepter des Handelns aus ihren Händen gegeben.
Aber das ist nur die Entwicklung die uns die Philosophen prophezeit hatten, es ist alles ganz genau so eingetroffen.
Wer da was aufhalten will, der muss grundsätzliches am System des Kapitalismus verändern, sonst geht alles bald sehr schnell den Bach hinunter.
Aber den Aufschrei der Bürger hält man nicht ewig mit der Polizei auf, es entwickelt sich zu einem Pulverfass und die Lunte legen die zur Zeit an der Macht sitzende Politiker mit der Finanzwelt selbst.
HR - #3 06.07.2012 08:26 von
Nicht nachgekommen
Wenn ich hier im Artikel zu lesen bekomme, dass die Finanzwächter ihre Aufgaben nicht nachgekommen sind, so kann man das bei uns in Deutschland mit dem Versagen des Verfassungsschutz vergleichen, denn sie sind ihrer Tätigkeit das Grundgesetz und die Bürger zu schützen auch nicht nachgekommen.
Woran mag das wohl liegen, es liegt man System, man ist mit anderen Dingen beschäftigt, aber die vom Gesetzgeber aufgetragenen Aufgaben werden nicht mehr beachtet.
Es ist das Problem dieses System, wer nichts grundsätzliches verändern will, der wird zwangmäßig in die Katastrophe laufen.
HR - #4 06.07.2012 08:26 von
Sicher dass es sich hier nicht evtl. um "nur" 1/1000 von 350 Billionen Doller handelt?! Nämlich 350 Mrd. Dollar. 350 Billionen wäre wirklich ein wenig viel.
- #5 06.07.2012 08:33 von
Nöö,
ich schon mal nicht!
Und darüber hinaus: Gibt es hier irgendjemanden, der auch nur annähernd plausibel erklären kann, wie eine solche Kontrolle in der Praxis erfolgreich(!) und lückenlos durchgeführt werden hätte können? Dieser Fall ist ja wohl im Handbuch für Kontrolleure nach wie vor eher theoretischer Natur und nur dazu da, um sich aus der Haftung zu winden. - #6 06.07.2012 08:41 von
Die Spur des Geldes und der Kumpanei
Das Menschliche allzu Menschliche, wir sind getröstet, da hat einer etwas übersehen. Das muss und kann jeder verstehen.
So ist es nicht. Hinweise aus den Niederungen der Behörde wird es früh gegeben haben. Aber über die Naivität der Presse ist man doch immer wieder erstaunt, wo die Journalisten doch selber so arbeiten, ein Anruf genügt. Wo das Geschrieben nur die Oberfläche ist, das Wichtige darunter passiert. Denn bei den Medien aber auch bei dem Zusammenspiel der Banken, den dort verantwortlichen Personen, mit den sie überwachenden Behörden, dort reicht in der Regel ein längerer Anruf, ein Treffen im Club, um dem auf der anderen Seite an seine Sünden zu erinnern, aus alten wie aus neuen Tagen. Oder hält er die Schnauze, übersieht er den Betrug mit Absicht, dann winkt ihm reiche Beute. Ob er nun sein Amt verliert oder nicht, der hat ausgesorgt.
Alte Freundschaften in England, die aus Cambridge oder Oxford, die halten ewig, denn man kennt sich, man kommt aus der selben Kaste.
witwe bolte - #7 06.07.2012 08:42 von
Wen wundert's ?
Hier in Großbritannien gibt es unverändert eine festgefügte Klassengesellschaft und ein spezieller Teil der Upper Class ist die Geld- und Bankenkaste. Diese Kaste besetzt sowohl bei der heutigen wie bei der Vorgängerregierung die Ministerämter und die Schlüsselpositionen der jeweiligen "Opposition", die Topjobs bei Bankenaufsicht wie auch bei den Banken und hat kein größeres Interesse als die vielfältigen Einnahmentöpfe primär in die eigene Geldbörse umzuleiten. Im Übrigen ist es dieselbe Kaste, die so heftig am Pfund festhält und auf allen Ebenen - sogar der angeblichen Wirtschaftswissenschaft (siehe Meldung von gestern) - gegen den Euro kämpft und spekuliert. Der entscheidende Fehler, den diese Damen und Herren gemacht haben, ist, dass sie in ihrer Gier und Selbstüberschätzung US-amerikanische Aufsichtsbehörden aufgeschreckt haben, die nun in ihrer bekannten Schärfe die Ermittlungen voran treiben. Ansonsten wäre auch dieser Bankenskandal in London unter den Teppich gekehrt worden. Zudem erkennt man in diesen Vorgängen den wahren Grund für den heftigen Widerstand der britischen Regierung gegen Bankenunion und straffe europäische Bankenaufsicht: die Millionäre im Kabinett wollen und müssen ihre befreundeten Millionäre im Finanzsektor beschützen.
- #8 06.07.2012 08:44 von
Was für eine verkommene Drecksbande!!
Ein Bankeninteressensverband, der seine Banken von einem Anfangsverdacht reinwäscht und dann auch noch dafür sorgt, daß einer der größten betrüber auch noch befördert wird.
Warum wandern die nicht einfach in ein Loch bei Wasser und Brot?
Warum können die stattdessen bei Kaviar, Hummer und Champagner ihre fetten Abfindungen verfressen?? - #9 06.07.2012 08:48 von
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