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Britischer Haushalt: Der lange Schatten der Eisernen Lady

REUTERSMassive Steuersenkungen für Wohlhabende und eine Privatisierungswelle: Die konservative Cameron-Regierung wandelt auf den Spuren von Margaret Thatcher. Die Opposition wettert gegen die Geschenke für Millionäre.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...822883,00.html
  1. #10

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    Ja, dieses "Jeder kann Spitzenmanager werden" Gerede. Es gibt Leute, die glauben das wirklich. Es ist unglaublich. Erst einmal kann das nicht jeder und auch der "dumme" hat ein Recht auf ein vernünftiges Leben aber vor allem mag es ja sein, dass ganz viele das werden könnten aber es können halt nicht alle auf einmal ... Dieses "Argument" (man mag es kaum so nennen) ist so abgedroschen und so weg von dieser Welt, dass einem irgendwie wie die Worte fehlen.

    Na ja, wie auch immer, das führt jetzt vielleicht ein bisschen zu weit vom eigentlichen Thema dieses Threads weg.
    Nunja, die wenigsten Konservativen behaupten, sie wollten in einer Welt ohne (relative) Verlierer leben, und Chancengleichheit ist eben nicht Ergebnisgleichheit. Nur KANN in Großbritannien nicht jeder Spitzenmanager werden, oder überhaupt irgendetwas das die meisten Leute gern wären. Da würde ich auch eher das Problem sehen, als beim im europäischen Vergleich gar nicht so furchtbar spartanischen britischen Sozialsystem.
  2. #11

    Steuersenkung gilt nur für die Upperclas

    Cameron braucht halt auch Freunde. Leistung muß sich wieder lohnen.
    Leistung erbringen nur die Reichen und die Upperclas.
    Die anderen sind die Malocher.
    Tolles Weltbild haben die Torries.
  3. #12

    na ja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Massive Steuersenkungen für Wohlhabende und eine Privatisierungswelle: Die konservative Cameron-Regierung wandelt auf den Spuren von Margaret Thatcher. Die Opposition wettert gegen die Geschenke für Millionäre.

    Britischer Haushalt: Der lange Schatten der Eisernen Lady - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die dringendste was GB derzeit braucht, ist Realwirtschaft und Wachstum. Der beste Wachstumsmotor sind reinvestierte Gewinne.
    Der Steuersatz für Einkommensmillionäre dagegen hat keinen Einfluss aufs Wachstum.
    So gesehen verhält sich Cameron richtig. Alles abgeguckt bei der
    Rotgrün-Regierung von Schröder. Hierzulande hat es schließlich funktioniert. Das sog. deutsche Jobwunder ist eine Spätfolge der
    Schröder-Wirtschaftspolitik. Engelchen Murksel und Wohl-Locker Schräuble verdaddeln gerade die Ergebnisse daraus.
  4. #13

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Massive Steuersenkungen für Wohlhabende und eine Privatisierungswelle: Die konservative Cameron-Regierung wandelt auf den Spuren von Margaret Thatcher. Die Opposition wettert gegen die Geschenke für Millionäre.

    Britischer Haushalt: Der lange Schatten der Eisernen Lady - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    da zeigen konservative mal wieder ihr wahres gesicht.... unglaublich...
    aber man kennt es ja nicht anders.
    da kann man von glück sprechen das die vorsitzende des deutschen pendants der tories so machtbesessen ist... dadurch besteht wenigstens nicht die gefahr, dass sie das konservative standard programm gegen die mehrheit der bevölkerung abspult. mit einem schwarzen basta-politiker an der spitze würde das ganz anders aussehen...
    enttäuscht bin ich nur ein wenig von den libdems, dass sie sich gegen so eine schwachsinnige umverteilung von unten nach oben nicht zur wehr setzen. eigentlich habe ich sie immer für ein gutes beispiel einer progressiven liberalen partei gehalten - im gegensatz zu unseren schnäppchenjäger liberalen. aber offensichtlich ist es mit der progressivität da doch nicht so weit her...
  5. #14

    England und Chancengleichheit sind zwei Begriffe, die nicht miteinander harmonieren.

    Wenn man nicht auf dem richtigen Privatgymnasium war und später nicht über " Oxbridge " Connections verfügt, wird es aber schwer mit einem Managerposten.

    Obwohl ich auch zugeben muß, das ich dieses typisch Britisch snobistische Gehabe in Cambridge immer ganz lustig fand.
  6. #15

    Ein typisches Beispiel

    Ein typisches Beispiel dafür, dass die Politik für sich selbst respektive den Machterhalt sorgt.
    Die Probleme eines Staates lassen sich nicht durch Steuersenkungen für wen auch immer und Privatisierungen lösen. Vor allem, weil letztere darauf hinauslaufen, dass der Staat weiterhin Geld an die nicht rentablen Unternehmen zahlt, dafür aber keine Einnahmen bekommt. Die bleiben Privat.
    Ich wünschte, die Politik würde sich darauf besinnen, dass sie dafür da ist den Wohlstand und den Fortbestand des Staates nachhaltig und langfristig zu sichern.
    Im Moment sieht es leider so aus, als wären die Einflussreichen und Mächtigen darauf bedacht ihre Schärflein ins Trockene zu bringen; vor der Rezession.
    Einfluss und Macht könnte man auch einsetzen, um die Rezession abzuwenden und genau das wäre die Aufgabe der Politik als Volksvertretung. Aber das war wohl einmal.

    peace
  7. #16

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Nunja, die wenigsten Konservativen behaupten, sie wollten in einer Welt ohne (relative) Verlierer leben, und Chancengleichheit ist eben nicht Ergebnisgleichheit. Nur KANN in Großbritannien nicht jeder Spitzenmanager werden, oder überhaupt irgendetwas das die meisten Leute gern wären. Da würde ich auch eher das Problem sehen, als beim im europäischen Vergleich gar nicht so furchtbar spartanischen britischen Sozialsystem.
    eins der vielen paradoxa konservativer politik: betonen ständig die chancengleichheit gegenüber der ergebnisgleichheit und gleichzeitig torpedieren sie alle maßnahmen du zu wirklicher chancengleichheit führen würden.
  8. #17

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Nunja, die wenigsten Konservativen behaupten, sie wollten in einer Welt ohne (relative) Verlierer leben, und Chancengleichheit ist eben nicht Ergebnisgleichheit.
    Das behaupten ja nicht einmal die Linken. Es geht ja letztendlich immer nur um das Verhältnis von Oben und Unten.

    Aber wie schon (kurz) gesagt, es kann halt nicht jeder. Schon die Grundanahme ist falsch. Es gibt einfach Menschen, die sind entweder von ihrem Intellekt oder auch von ihrer Persönlichkeitsstruktur überhaupt nicht geeignet irgendeine Form von wirklicher Verantwortung zu übernehmen. Es gibt unglaublich viele Menschen, denen muss man wirklich sagen was zu tun ist. Ansonsten funktioniert/passiert nichts. Schon die Annahme, dass jeder z.B. Spitzenmanager werden könnte wenn Er/Sie nur genug lernt und sich anstrengt ist einfach falsch.

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Nur KANN in Großbritannien nicht jeder Spitzenmanager werden, oder überhaupt irgendetwas das die meisten Leute gern wären. Da würde ich auch eher das Problem sehen, als beim im europäischen Vergleich gar nicht so furchtbar spartanischen britischen Sozialsystem.
    Über das britische Sozialsystem erlaube ich mir jetzt kein Urteil. Dafür bin ich einfach in der Beziehung zu schlecht informiert aber es kann selbstverständlich gut sein, dass das ausreichend ist.

    Wir haben halt das Grundproblem (wie Sie sagen scheinbar auch im UK), dass es einfach nicht genügend auskömmliche Jobs gibt. Das es halt jede Menge Jobs zu Sklavenlöhnen gibt und ein paar die dafür horrende Summen einbringen. Unsere Form des Kapitalismus bietet aber offensichtlich keine Lösung des Problems. Im Gegenteil. Es wird eher immer schlimmer und ein "Weiter so" ist halt keine Lösung. Wir brauchen mal eine ernsthafte Diskussion und der erste Schritt dazu ist zuzugeben, dass wir mit unserem System auf dem Holzweg sind. Dazu höre ich aber von konservativer Seite nichts.

    Im UK kommt sicherlich auch noch dazu, dass beginnend mit Margaret Thatcher deindustrialisiert wurde. Vor allem der Norden ist wohl wirklich arm dran. Es ist kein Wunder, dass die Unabhängigkeit Schottlands im Moment eine (für mich) überraschende Dynamik gewinnt. Die haben von den Folgen dieser konservativ/neo-liberalen Politik in London offensichtlich die Schnauze gestrichen voll.
  9. #18

    Zitat von jokra Beitrag anzeigen
    da zeigen konservative mal wieder ihr wahres gesicht.... unglaublich...
    aber man kennt es ja nicht anders.
    da kann man von glück sprechen das die vorsitzende des deutschen pendants der tories so machtbesessen ist... dadurch besteht wenigstens nicht die gefahr, dass sie das konservative standard programm gegen die mehrheit der bevölkerung abspult. mit einem schwarzen basta-politiker an der spitze würde das ganz anders aussehen...
    enttäuscht bin ich nur ein wenig von den libdems, dass sie sich gegen so eine schwachsinnige umverteilung von unten nach oben nicht zur wehr setzen. eigentlich habe ich sie immer für ein gutes beispiel einer progressiven liberalen partei gehalten - im gegensatz zu unseren schnäppchenjäger liberalen. aber offensichtlich ist es mit der progressivität da doch nicht so weit her...
    wo ist das eine umverteilung. spitzensteuersatz von 50% ist eine frechheit und wegelagerei.
    den jetzt auf immer noch zu hohe 45% zu senken ist mehr als angemessen.

    solche leute wie sie , würden natürlich am liebsten 1005 steuer für vermögende haben. um dann plötzlich festzustellen, oh niemand mehr da der geld hat, dem man es wegnehmen könnte.
  10. #19

    Klingt wie..

    Schwarze SUVs haben immer Vorfahrt und dürfen rechts überholen..
    Ist das eigentlich schon Gesetz oder nicht?

    Ok, das ist vielleicht noch kein Gesetz, aber es würde genau so ankommen wie das was die Britten da machen. Interessant nur, das deren Steuersatz immer noch höher ist als bei uns und dazu wurde die Senkungen hier von der SPD gemacht. Soviel zu den Konservativen, obwohl Schröder und Fischer wohl doch zu den ultra rechten Konservativen gehörten. Aha, es ist nicht die Partei sondern die Führung!

    Im Grunde alles Blödsinn, solange niemand in England investiert sind solche Regelungen wirkungslos. Und die Reichen, kaufen lieber Immobilien mit dem Geld oder investieren ins Ausland, von den Banken gar nicht zu reden. Auch England kämpft mit der Inflation. Wirklich gut wäre das Gegenteil, dann würden wieder Investitionen Geld bringen. Aber wer will schon das es allen Bürgern besser geht..


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