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Britische Schulreform: Kreationismus, no thanks

Getty ImagesJe mehr Free Schools, desto besser für das Bildungssystem, hofft die britische Regierung. Mehr als hundert hat sie für 2013 genehmigt. Doch Kritiker warnen: Manche freien Schulen könnten ihre Unabhängigkeit ausnutzen und die Evolution in Frage stellen - auf Staatskosten.

Schulreform in Großbritannien: Sorge vor Kreationismus - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Nichts ist stärker...

    ... als eine Idee deren Zeit gekommen ist.

    Das 21. Jahrhundert scheint die Zeit für abstruse Mythen zu sein.
  2. #2

    Ja!

    Zitat von Onsom2000 Beitrag anzeigen
    ... als eine Idee deren Zeit gekommen ist.

    Das 21. Jahrhundert scheint die Zeit für abstruse Mythen zu sein.
    Kreationisten, Tea Party, Hillbillies usw.

    Nichts mehr mit Kant et.al.
    Newton, Maxwell, Einstein, alles passé wenn es nach diesen Herrschaften geht...

    Ich lehne mich jetzt zurück und konsumiere lieber THC

    * seufz *
  3. #3

    Kreationismus, no thanks

    In einer Demokratie sollte man über die verschiedenen Denkarten streiten oder diskutieren dürfen. Ich frage mich immer wieder, wieso die Evolutionstheorie als Theorie bezeichnet werden muss. Was wäre so schlimm daran, wenn selbst wir Konstrukte eines Kontrukteurs wären? Ich kann daran nichts ungewöhnliches finden. Möge die richtige Theorie gewinnen...
  4. #4

    Zitat von spon-facebook-1592055925 Beitrag anzeigen
    In einer Demokratie sollte man über die verschiedenen Denkarten streiten oder diskutieren dürfen.
    Diskutieren ist ungleich "als Faktum lehren".


    Zitat von spon-facebook-1592055925 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich immer wieder, wieso die Evolutionstheorie als Theorie bezeichnet werden muss.
    Weil das in der Wissenschaft nunmal so üblich ist. Solange etwas nicht 100,00% zweifelsfrei erwiesen ist, ist es nur eine Theorie. Die Evolutionstheorie ist plausibel, nachvollziehbar, und verfügt über Tonnen an Beweisen... sie ist nur nicht komplett lückenlos beweisbar. Deswegen nennt man es eben Theorie.

    Das ist auch ehrlicher als das theologische "Isso, weil steht hier!"
  5. #5

    Zitat von spon-facebook-1592055925 Beitrag anzeigen
    In einer Demokratie sollte man über die verschiedenen Denkarten streiten oder diskutieren dürfen. Ich frage mich immer wieder, wieso die Evolutionstheorie als Theorie bezeichnet werden muss. Was wäre so schlimm daran, wenn selbst wir Konstrukte eines Kontrukteurs wären? Ich kann daran nichts ungewöhnliches finden. Möge die richtige Theorie gewinnen...
    Kreationismus ist keine wissenschaftliche Theorie. Wissenschaftliche Theoriebildung erfolgt nach bestimmten, allgemein anerkannten Regeln. Diesen Regeln unterwirft sich zum Beispiel die Evolutionstheorie, die mitterweile durch eine überwältigende Anzahl an Belegen als gesichert gilt - während der Kreationismus lediglich ein religiös begründeter Mythos ist, der keiner wissenschaftlichen Prüfung standhält.

    Die richtige Theorie hat schon längst gewonnen, es ist also absurd, so wie Sie immer noch einen Wettstreit zwischen Kreationismus und Evolutionstheorie zu postulieren. Denselben gibt es nicht, da es keine nennenswerte Zahl von Wissenschaftlern gibt, die den Kreationismus als wissenschaftliche Theorie akzeptieren. Der Kreationismus ist in wissenschaftlicher Hinsicht genauso relevant wie Grimms Märchen oder Hubbards Scientology-Mythen - nämlich gar nicht.
  6. #6

    .....

    Zitat von spon-facebook-1592055925 Beitrag anzeigen
    In einer Demokratie sollte man über die verschiedenen Denkarten streiten oder diskutieren dürfen. Ich frage mich immer wieder, wieso die Evolutionstheorie als Theorie bezeichnet werden muss. Was wäre so schlimm daran, wenn selbst wir Konstrukte eines Kontrukteurs wären? Ich kann daran nichts ungewöhnliches finden. Möge die richtige Theorie gewinnen...
    Es gibt bis jezt aber nur eine plausible Theorie ... wie soll man da von einem Wettrennen sprechen.
    Kreationismus und Inteligent Design sind keine wissenschaftlichen Theorien ... sie sind etwa so plausibel wie Hubbard SF-Story von Scientology.
  7. #7

    Titel

    Zitat von spon-facebook-1592055925 Beitrag anzeigen
    In einer Demokratie sollte man über die verschiedenen Denkarten streiten oder diskutieren dürfen. Ich frage mich immer wieder, wieso die Evolutionstheorie als Theorie bezeichnet werden muss. Was wäre so schlimm daran, wenn selbst wir Konstrukte eines Kontrukteurs wären? Ich kann daran nichts ungewöhnliches finden. Möge die richtige Theorie gewinnen...
    Nun, "Theorie" ist nun mal das Wort für ein belegtes Modell, das dazu geeignet ist, Vorhersagen zu machen. Das trifft auf die Evolutionstheorie uneingeschränkt zu. -Auf die Kreationismus-Hypothese jedoch nicht. Sie ist nicht mal philosophisch befriedigend, was ja wohl die Motivation hinter diesem Märchen sein soll. Denn wenn alles von irgendjemanden geschaffen sein muss, dann auch der Schöpfer höchst selbst. So eine Matruschka-Erklärung ist nur für Leute interessant, die ab einem bestimmten Punkt einfach das Denken einstellen können, ohne sich dabei zu schämen. Konsequent ist anders.

    Und zu Ihrer Frage, was so schlimm daran wäre: Es wäre die Kapitulation der Wissenschaft vor der Dummheit. Und das wäre schon sehr, sehr schlimm, finden Sie nicht?
  8. #8

    Zitat von h.hass Beitrag anzeigen
    Die richtige Theorie hat schon längst gewonnen, es ist also absurd, so wie Sie immer noch einen Wettstreit zwischen Kreationismus und Evolutionstheorie zu postulieren.
    Stimmt. Der Wettstreit findet nicht zwischen Evolutionstheorie und Kreationismus statt, sondern zwischen Vernunft und dem Bewahren eines geschätzten Weltbildes.
  9. #9

    Evolutionstheorie vs. Kreatonismus

    Zitat von spon-facebook-1592055925 Beitrag anzeigen
    In einer Demokratie sollte man über die verschiedenen Denkarten streiten oder diskutieren dürfen. Ich frage mich immer wieder, wieso die Evolutionstheorie als Theorie bezeichnet werden muss. Was wäre so schlimm daran, wenn selbst wir Konstrukte eines Kontrukteurs wären? Ich kann daran nichts ungewöhnliches finden. Möge die richtige Theorie gewinnen...
    Das Problem ist definitiv nicht, dass die Vorstellung von einem intelligenten Wesen konstruiert worden zu sein unerträglich ist. Das Problem besteht einfach darin, dass es nicht stimmt. Kreatonismus ist auch keine alternative Denkart zur Evolutionstheorie, Kreatonismus ist nach modernem Wissensstand einfach nur eine unplausible Erklärung für die Beobachtungen in der Natur oder etwas salopp gesprochen einfach nur falsch. Und das ist auch nicht einfach nur meine Meinung (die Spielraum für Diskussionen erlauben würde), sondern eine Tatsache.

    Und was das "Möge die richtige Theorie gewinnen..." anbelangt: Hier wird so getan, als würden zwei Theorien auf Augenhöhe auf dem Prüfstand stehen. In der Wissenschaft sind Evolutionstheorie und Kreatonismus erst gar keine konkurrierenden Ansätze. Kreatonismus wird in seriösen Kreisen nicht einmal in Erwägung gezogen.

    So langsam sollte man die Nummer aufgeben. Selbst wenn man es schafft, Kreatonismus in den Köpfen vieler Menschen zu etablieren, wird die strenge Wissenschaft sich letztendlich doch durchsetzen, und Kreatonismus auf die Müllhalde der Wissenschaft befördern. Und religiösen Menschen tun doch derartige Rückzugsgefechte bzgl. ihres Glaubens nur weh. Immer wenn ein Sachverhalt, an den man dann fest geglaubt hatte, und der einem schließlich enorm wichtig war, als Mythos entlarvt wird, ist das wie ein Stich in Herz. Genügt es denn nicht, dass man zumindest davon ausgehen kann, dass die Existenz Gottes zzgl. ewigem Leben nach dem Tot im Paradis wegen Vergebung der Sünden usw. nicht widerlegbar sind? Macht es Sinn, sich mit den Wissenschaftlern um Aspekte zu balgen, bei denen man am Ende doch eh den Kürzeren zieht, und der eh in der religiösen Vorstellung keine zentrale Rolle spielt?


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