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Briten an deutschen Unis: Flucht von der Insel
APSie fliehen vor den horrenden Studiengebühren in ihrer Heimat: Bis vor kurzem gehörten britische Studenten noch zu den Exoten an deutschen Unis, doch nun zieht es Tausende zur Billigkonkurrenz auf dem Kontinent. Denn günstiger ist ein Studium fast nirgendwo zu bekommen.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...834743,00.html
- #10 04.06.2012 09:48 von
Erkenne ich in diesem Bericht aus dem United Kingdom mal wieder eine britische Sprachverwirrung....da ist von "englischen" Studenten die Rede, die aus dem Uk flüchten...sind damit nun britische gemeint oder wer ?
Ich frage , weil es seit 1999 kein "britisches Hochschulsystem" mehr gibt, sondern nur eines für England and Wales und Schottland. Da die englischen Studenten ja nun keine schottischen Studenten sein können bzw. sein wollen, scheint mir im Beitrag ein bißchen Verwirrung zu herrschen: In Schottland gibt es nämlich keinerlei Studiengebühren, auch nicht für EU StudentInnen, während wirklich englische StudentInnen Gebühren bezahlen müssen ....da seit Jahren viele deutsche StudentInnen nach Schottland flüchen, wird in Edinburgh gerade über Gebühren für EU Studentinnen diskutiert..........hätten die KollegInnen durchaus wissen und recherchieren können, oder ? - #11 04.06.2012 09:54 von
Ich sehe das auch eher ambivalent, insbesondere die Tatsache, dass man in deutschen Universitaeten auf Englisch studieren muss, liegt mir quer im Magen!
In welchen Laendern gibt es das denn - ausser in den Ostblock-Unis, in denen man fuer die schlechten, aber finanzkraeftigen deutschen Abiturienten extra deutschsprachige Medizin-Fakultaeten gegruendet hat ... - #12 04.06.2012 09:58 von
...
Nein, wir haben nichts davon. Nur, daß vielleicht eine ganze Generation von Briten Deutschland kennenlernt und sich in ihrem späteren Berufsleben, egal wo, dann für das Land einsetzt. Das sind eher unbewusste Prozesse.
England wird es übrigens umgekehrt genauso merken, daß es seinen kreativen Nachwuchs vertreibt.
An den Unis geht es schliesslich am Ende nicht um Nationalitäten. Die sind da schon sehr lange sehr viel weiter, als der Rest der Gesellschaft. Da geht es darum, wer intelligent ist, begeisterungsfähig für sein Fach, wer tatsächlich Leistung bringt und nicht nur so tut.
Am Ende bezahlen erfolgreiche Unis auch Sie, wenn es nämlich Deutschland aufgrund der Expertise wirtschaftlich gut geht. Sie können natürlich gerne darauf verzichten, wenn Sie nicht verstehen wollen, was es bedeutet, ein gutes Bildungssystem zu haben, so gut, immer noch und trotz allem, daß es sogar Ausländer anzieht. Aber bitte jammern Sie dann nicht in zwanzig Jahren, wir wären wirtschaftlich nicht mehr wettbewerbsfähig. Dann sind aber vermutlich auch wieder die Ausländer dran schuld und nicht die eigene Inkompetenz. - #13 04.06.2012 09:58 von
Nationalstaatliches Denken ...
Etliche der Kommentare vertreten ein ausgesprochen enges nationalstaatliches Denken. Der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für viele Akademiker, insbesondere in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, ist international. Man geht in das Land, in dem die beste Balance zwischen Qualität der Ausbildung und deren Kosten liegt. Man arbeitet in dem Land, in dem die beste Balance zwischen Jobchancen, Bezahlung und Work-Life Balance besteht. Das kann Deutschland sein, muss es aber nicht. Von diesem Wettbewerb um Experten profitiert jedes Land, vorausgesetzt, es bietet attraktive Bedingungen - insbesondere ein Export-orientiertes Land wie Deutschland. Leider gibt es hier in etlichen Branchen erheblichen Nachholbedarf, ebenso bei den politischen Rahmenbedingungen (z.B. Aufenthalts- und Arbeitsbestimmungen für Experten von ausserhalb der EU, USA, Kanada etc.).
- #14 04.06.2012 10:08 von
Da werden unsere Steuergelder ausgegeben...
und wir haben nichts davon.
Diese ausländischen Studenten sollten in Deutschland Studiengebühren zahlen. - #15 04.06.2012 10:20 von
Kleinkariert
Bei einigen Foristen merkt man, dass sie selbst nie studiert haben, oder zumindest kein Auslandssemester absolviert haben. Klar profitiert Deutschland von internationalen Studenten an unseren Unis, sei dies durch Goodwill, zusätzliche internationale Fachkräfte und durch ein Verständnis unserer Kultur und Vorgehensweisen. Zudem schaffen gute, internationale Absolventen oft Arbeitsplätze in dem sie eine Geschäftsidee in die Tat umsetzen und ein Start-up gründen. Daher kann uns nichts besseres passieren, als dass viele internationale Studenten ihren Weg an unsere Unis finden.
- #16 04.06.2012 10:22 von
Dieses Bildungsausgaben werden uns mehr nützen
Die dafür erhöhten Kosten an unseren Unis und Hochschulen werden uns mehr Nutzen einbringen, wie die verschenkten Mrd an Griechenland und der ganz Euro bonis. Nur kleingeistige Krämerseelen werden nicht die Chance sehen, die uns die britischen Studenten bringen und nicht anerkennen, dass Studenten ihr Geld im Studiumort ausgeben und damit ein Wirtschaftsfaktor sind. Ausländische Studenten in Deutschland sind eine Zukunftsinvestition von ungeahnten Vorteil. Auch aus wirtschaftlichen Gründen haben viele Bundesländer ihre Studiengebühren wieder aufgegeben, besonders weil diese Studiumgebühren von Anfang an eine Mogelpackung waren und die Länder ihre Zuschüsse für die Unis und Hochschulen verringert oder auf gleichen Stand gehalten haben. In Schweden werden gerade Studiumgebühren eingeführt und in paar Jahren werden die Schweden merken, dass es ein Fehler war, weil die ganzen Kontakte in die Welt sich verringern werden und sie keine neuen Fürsprecher mehr bekommen. Zu dem kann es negativen Einfluss auf den Tourismus haben, auch wenn Schweden ein schönes Land ist. Nur muss man es auch wissen.
- #17 04.06.2012 10:27 von
ihr Kinderlein kommet.......
Sinnvoll wäre es ggf von den Studenten dieselben Studiengebühren zu verlangen, die ein dt. Student z.B. in den USA oder Australien berappen muss. Oder eben bilateral Freistellungen herauszuverhandeln. Das wäre mal eine Fleissaufgabe für die Eierschaukler im Auswärtigen Amt.
Aber ernsthaft; wer schonmal an einer dt. Uni studiert hat, weiss, dass da keine Maus mehr dazupasst. Die meisten Studiengänge sind so überfüllt, dass die Qualität leidet. Die Studenten müssen für teures Geld in Kurse oder zum Repetitor gehen. Wohlhabende Eltern schicken die Kinder direkt auf Privatunis oder ins nahe Ausland.
Die Briten müssen ihre Probleme im neoliberalen Finanzparadies schon selber lösen. - #18 04.06.2012 10:33 von
und wir zahlen die Zeche!
Ob die Gebühren in GB zu hoch sind, darüber kann man streiten. Daß aber Deutschland aller Welt gute Bildung zum Nulltarif anbietet, gehört zu den Dummheiten dieses Landes, genauso wie der Verzicht auf die PKW-Maut (und deren Einnahmen). Unsere Unis platzen aus allen Nähten, die Ausstattung ist trotz der vollmundigen Ankündigungen der Politiker mehrheitlich miserabel, vom "Forschen und Lehren" der Professoren ist nur noch das "Lehren und Verwalten" geblieben - aber immer schön die Türen für die ganze Welt öffnen! Studiengebühren sind sinnvoll, 500 € / Jahr für Deutsche, 5000 € im Jahr für Mitglieder der EU, und 10000 € / Jahr für den Rest der Welt. Die Unis hätten wieder Geld, und die Zahl der Studenten würde sich wieder im Normalbereich bewegen. Davon profitieren letztlich alle.
- #19 04.06.2012 10:40 von
Zu kurz gedacht
Diese Studenten bezahlen in Deutschland in Studienort ihre Lebenshaltungskosten selber und bringen Geld nach Deutschland. Zu dem öffenen diese Studenten Türen zu ihren Heimatländern und kurbeln den Tourismus nach Deutschland an. Jedes Land sollte sich freuen, wenn die besten eines ausländischen Volkes zum Studium ins Land kommen, denn es ist ein wirtschaftlicher Gewinn in der Zukunft durch die ganzen entstandenen Beziehungen und Vernetzungen. Die Beste bringen neue Ideen nach Deutschland und dass ist ein unbezahlbarer Vorteil.
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