gegen einen alten Mann zu schreiben, der sicherlich wie alle seine Fehler hatte. Aber im Gegensatz zu den Schreibern hatte er Anstand.
REUTERS630 Stunden O-Töne, Exzerpte aus der Stasi-Akte: Der Journalist Heribert Schwan arbeitete jahrelang mit Altkanzler Helmut Kohl an dessen Memoiren und konnte einen gewaltigen Schatz an Informationen sammeln. Diese will er nach SPIEGEL-Informationen nun für ein Enthüllungsbuch nutzen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...857396,00.html
gegen einen alten Mann zu schreiben, der sicherlich wie alle seine Fehler hatte. Aber im Gegensatz zu den Schreibern hatte er Anstand.
... Leuna auch darin vorkommt ?
Völlig ungeachtet der Person Helmut Kohl ist das, was Schwan hier abziehen möchte, unterste Schublade.
Als Biograph/Memoirenschreiber nutzt er eiskalt eine über Jahre gewachsene Vertrauensstellung aus, vermutlich um mit einem "Enthüllungsbuch" "abzucashen".
Juristisch mag das vielleicht nicht zu belangen sein, aber moralisch ist das unter aller Sau - selbst wenn es jemanden wie Kohl betrifft.
aus Infomaterial für Memoiren, was ganz offensichtlich nicht genutzt werden sollte oder wurde jetzt ein "Enthüllungsbuch" zu machen ist schlichtweg mies.
Solche Schreiber müßten sowohl was den Verkauf ihrer Bücher als auch Interviews betrifft, gemieden werden.
... aber es müssen schon sehr gute Gründe vorliegen, Material für ein Buch zu verwenden, an das der Autor nur durch die Ausnutzung eines Vertrauensverhältnisses herangekommen ist. Juristisch mag das in Ordnung sein. Menschlich daneben ist es allerdings schon, wenn es außer Voyeurismus nicht eine gute Begründung dafür gibt.