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Brisanter Film über Soja-Anbau: Diese Bohne ist eine Bombe

Pandora Film VerleihKrieg ums grüne Gold: Die Kinodoku "Raising Resistance" zeigt, warum die Soja-Äcker in Südamerika zu Schlachtfeldern geworden sind - nicht nur für die Bauern, sondern auch für die Industriestaaten. Denn ohne die Bohnen aus dem Süden würde zum Beispiel die nächste Grillparty ganz schön teuer.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,830644,00.html
  1. #50

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Was ist das für ein Argument? So ähnlich wie: Weil ich Bakterien im Körper habe, muss ich auch Bacillus Anthracis vertragen?
    Bitte? Der Vergleich macht keinen Sinn. Es ging eher darum, dass Sie nunmal keine Pflanzen ohne Gene essen können, weil solche nicht existieren. Ausser vielleicht in Form von Plastikblumen. Wenn das nicht klar ist, kann man auch nicht mehr helfen. Ausser vielleicht einen Grundkurs in Biologie zu empfehlen.

    Ich habe sehr wohl die Probleme der Nahrungsmittelherstellung angesprochen, als ungesunde Konzentration. Darauf gehen Sie ja gar nicht ein.
    Wieso sollte ich, meine Anmerkung bezog sich ja explizit auf diesen Abschnitt. Wobei der Teil vorher effektiv nicht so schlecht war. Umso unverständlicher darum dann der Dreh ins Abseits.

    Und kommen Sie nicht mit hohlen Sprüchen wie "böse Gentechnik" oder "naiv", sondern mit Argumenten. Davon liefern Sie ja gerade mal so viel: Null.
    Das Argument war, dass - in der Annahme, Ihr absurder Begriff sollte ein Verweis auf grüne Gentechnik sein - das ein unnötiger Zusatz war, wie eigentlich im Artikel selbst. Die heutigen Probleme der Landwirtschaft und die Machenschaften der Agrarkonzerne basieren nicht auf der Frage Gentechnik oder nicht, entsprechend ist die permanente Fokussierung auf diese Thematik reichlich seltsam. Wenn Sie das Argument nicht erkannt haben spricht das nicht unbedingt für Sie.
  2. #51

    Diese einäugige Sicht verdiente eigentlich keinen Kommentar, wenn man nicht "die Nachtigall trapsen" hören könnte. Wenn die üblichen Agitprop-Thesen nicht ziehen, müssen es "Verbrechen" an der Dritten Welt sein und im Übrigen ist der Wohlstand des Westens natürlich nur "relativ", nicht absolut und auch nicht etwa dem Kapitalismus zu verdanken.

    Die tatsächlichen Ursachen der Armut in manchen Ländern sind mangelnde Bildung und alles überwuchernde Korruption. Und ein grosser Teil ihrer Bevölkerungen verdankt sein Leben westlicher Medizin, die die früher üblichen Epidemien beseitigt hat.

    Der grösste Armutsherd der Welt, der im kommunistischen China, mit -zig Millionen Hungertoten, wurde durch ein so einfaches Mittel drastisch verringert, wie den Wechsel vom Sozialismus zum Kapitalismus und nicht durch eine fiktive "Beseitigung kolonialer Ausbeutung".

    Die Ernährung der Welt kann nicht durch eine ertragsschwache Subsistenzlandwirtschaft sichergestellt werden, die gerade mal die Bauern ernährt, sondern nur durch eine moderne Hochertrags-Landwirtschaft.
  3. #52

    Vielleicht doch nicht so schlecht ist, wie Sie meinen?

    Zitat von Der Emigrant Beitrag anzeigen
    Der Film verdeutlicht, wer die sozialen Kosten für private Gewinne trägt. Er nennt ihre Namen und zeigt die Gesichter, "weil es nicht egal ist, wer die Unterliegenden im zivilisatorischen Wettbewerb sind


    Die Namen der Unterliegenden helfen nur der Empörungsfraktion. Wenn was geschehen soll, wäre es wichtiger, die Namen der Überlegenen zu nennen, derjenigen, die von der Sache profitieren.
    Vielleicht ließe sich ein anderer besserer Film drehen: Keine Frage. Aber sind Sie nicht von dem Film beeindruckt? Verändern wird er erst einmal nichts (politisch und so). Aber vielleicht geht es ja bei dem Film gar nicht darum?

    Vielleicht ist es für uns Zuschauer einfacher, das richtige zu tun, weil wir den Film gesehen haben. Ohne den Überbau und die Frage, ob dies oder das die Welt nun rettet oder eben nicht. So gesehen hoffe ich, dass der Film doch nicht so schlecht ist, wie Sie meinen.
  4. #53

    Zitat von lokin Beitrag anzeigen
    Ich glaube kaum, dass die Indurstriestaaten von der Bohne abhängen,, weil sonst der Fleischpreis steigt. Der fleischpreis kann sich locker verdreifachen, ohne dass es hier zu irgendwelcehn unruhen kommt. das ist doch lächerlich!

    Die Höhe des Profits einiger weniger hängt daran. Das ist alles.
    Das ist moderne Sklaverei. Die mächtigen entmündigen und beuten die wirtschaftlich schwachen aus.
    Die Industriestaten sind nicht von der Sojabohne abhängig, aber ohne Sojabohnen aus den Schwellen-oder Entwicklungsstaaten müßten die Industrieländer Eiweißpflanzen auf eigenen Boden anbauen, dieses ist jetzt schon teurer. Außerdem würden damit Flächen für andere Futtermittel, Nawaropflanzen und Lebensmittel verdrängt. Die Fleisch aus der Tiermast mit Kraftfutter würde deutlich teurer, der Fleischkonsum der Bevölkerung würde zurückgehen. Die Lebensmittel allgemein würden nicht mehr wieWegwerfartikel verramscht und die Ackerbauern könnten bei vielfältigeren Fruchtfolgen von dem Verkauf Ihrer Früchte, ohne Prämien und Subventionen leben. Währe das nicht eine Zukunftssperspektive ?
    Aber nein schon im alten Rom sicherten sich die Machthaber Ihre Macht mit "Brot und Spiele" damit die Masse des Volkes Dumm und Friedlich blieb.
  5. #54

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Na ist das nicht der springende Punkt? Ohne solche Rohstoffe wie Soja in entsprechender Quantität und Preis würde eben das System billigen Konsums rasch zusammenbrechen. Und was genau passiert wenn plötzlich auf der einen Seite "Fleisch und Spiele" fehlen und auf der anderen der Profit, das müsste man erstmal sehen..

    Was ich mich eher frage, wieso der Artikel so krampfhaft mehrmals die "Gentechniker" einflechten muss, die da natürlich auch noch ihre Finger im Spiel zu haben scheinen. Soll das nur dazu dienen, auf BILD-Niveau noch etwas pseudo-brisante Reizwörter einzustreuen? Denn mal davon abgesehen, dass das keine "Gentechniker", sondern Vertreter von Agrarkonzernen sind, tut das hier wohl oder übel wenig zur Sache. Auch mit "konventionellem" Saatgut würde sich am Ganzen rein gar nichts ändern, maximal würden auf den Monokulturen noch mehr Pestizide eingesetzt..
    Als "kleiner" deutscher Ackerbauer bin ich ein Gentechnickgegner, aber diese Verhältnisse haben nichts mit Gentechnick zu tun. Wenn es Monsanto nicht gäbe, übernehmen Bayer,BASF,Syngenta,Dow Chemical,ICI oder andere Chemiekonzere das Geschäft mit den Agrochemikalien es würden einfach nur andere Mittel eingesetzt.
  6. #55

    Grosser Schwindel

    Oh wie kann man die Menschen doch nur verdummen wenn man sie von einem solchen Film beeinflussen lässt. Paraguay ist seit 30 Jahren meine Wahlheimat, und ich weiß das dieses Land 40 Millionen Hektar groß ist, davon sind nur ca. 2,5 Millionen Hektar im Ackerbau, und nur auf dieser Fläche wird im Sommer Soja und Mais angebaut. Was soll das ganze dumme Gerede von Monokultur den nur bewirken? Auch ist in dem Film nicht zu sehen das gegen einen der Hauptanführer dieser Campesinos (Victoriano Lopez) einen Haftbefehl ausgestellt wurde, weil er die kleinen Minderjährigen Mädchen in den Camps der Carperos Sexuell mistbraucht hat, und seinen ``eigenen`` Angaben nach, die Volljährigen Frauen zu Prostitution bewogen hat damit er in die Hauptstadt reisen kann. Ich hätte so große Lust den Film in alle Einzelteile zu zerlegen...


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